Politik | 22.06.2023

Stellungnahme des Vorsitzenden von Pro Mendig e.V. zum Artikel „Was ist los im Haus am Lindenbaum?“

Karl Gunkel widerspricht Aussagen von Stadtchef Ammel

Der Vorsitzende von Pro Mendig, Karl Gunkel vor der Tafel, die Bürgermeister Ammel für die Sprachkurse für die ukrainischen Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hat.  Foto: Pro Mendig e.V.

Mendig. „Im Artikel wird behauptet, dass wir in den sozialen Medien immer wieder den Vorwurf erhoben hätten, dass die Stadt Mendig den gemeinnützigen Verein zerstören wolle.

Diesen Vorwurf haben wir in den sozialen Medien nicht erhoben. Aber es ist richtig, dass Bürgermeister Ammel (SPD) offensichtlich versucht, unseren Verein zu zerstören.

Anders kann man seine im Januar erhobene Mietforderung, die etwa 5.000 Euro im Jahr bedeutet hätte, nicht interpretieren. Wenn er in Kenntnis der Höhe unseres Jahresetats (ca 2.500 Euro) eine solche Forderung erhebt, muss ihm klar sein, dass er damit den gemeinnützigen Verein in die Insolvenz treibt und unsere erfolgreiche Seniorenarbeit vernichten will. In seiner Anordnung vom 18. April hat er die Forderung etwas reduziert, gleichzeitig aber auch die Nutzung auf 3 Tage in der Woche verkürzt. Wir kommen dabei immer noch auf eine Jahresbelastung von 3.000 Euro, die wir auch nicht finanzieren können.

Offensichtlich hat Bürgermeister Ammel gemerkt, dass die Vernichtung unserer sehr umfangreichen Seniorenarbeit politisch ihm und seiner Partei erheblich schaden könnte. Deswegen sucht er nach einer politisch verträglichen Bezeichnung für seine finanziellen Forderungen. In der Anordnung spricht er jetzt von Unkosten statt von Miete, im Blick aktuell von einem Energieentgelt. Diese Wortklauberei ändert nichts daran, dass er von uns einen Betrag verlangt, der für uns in wenigen Monaten zum Ende des Vereins und damit der Seniorenarbeit führen wird.

Auf unsere mehrfach geäußerte Bitte, die Unkosten genauer zu spezifizieren, warten wir seit Wochen auf Antwort. Dabei ist es das Mindeste, die Strom-, Heizungs- und Wasserkosten zu messen und aufwandsbezogen abzurechnen.

Um die Mietkosten zu senken, haben wir jetzt eine Reihe von Seniorenveranstaltungen eingestellt. Wir nutzen aktuell das Haus am Lindenbaum nur noch zweimal im Monat mittwochs für ca 3-4 Stunden und jeden -Donnerstag für eine Stunde und drücken damit die unmäßigen Mietforderungen auf ca. 1500 Euro pro Jahr, die für uns auch nicht finanzierbar sind.

Im Haus am Lindenbaum gibt es noch zwei andere Vereine, die einen Raum in derselben Größe exklusiv alle Tage im Jahr nutzen dürfen. Diese bezahlen unseres Wissens keine Miete. Grundsatz der Gleichbehandlung?“

„Bürgermeister Ammel (SPD), wirft uns vor, dass wir eigenmächtig ungenehmigte Veranstaltungen durchgeführt hätten, z.B. die Sprachkurse für ukrainische Flüchtlinge oder den Seniorenmittagstisch.“

„Auch das ist unwahr. Bürgermeister Ammel erhält seit Jahren von uns für jedes Quartal einen Veranstaltungskalender. Wenn er unsere Informationen gelesen hätte, wäre er immer im Bilde gewesen und hätte dann seine Meinung zu den Veranstaltungen abgeben können. Und was die angeblich ungenehmigten Sprachkurse angeht: Die Kursleiterin hat vor Beginn der Kurse diese mit ihm abgesprochen. Und Bürgermeister Ammel (SPD) hat für die Kurse sogar eine Schultafel zur Verfügung gestellt.“

„Bürgermeister Ammel (SPD) behauptet, „Herr Gunkel räumte das Lager in letzter Minute“.

„Unwahr! Für das Lager lag ein Mietvertrag vor, der zum 30. April gekündigt wurde. Damit hatten wir ein Nutzungsrecht bis zum 30.4.2023; 24 Uhr. Geräumt wurde das Lager bereits am Samstag, 29.4. Mit der Stadt war der 2. Mai als Übergabetermin vereinbart. Vom Räumen in letzter Minute kann keine Rede sein!“

„Bürgermeister Ammel (SPD) behauptet: „Eine weitere widerrechtliche Aktion unternahm Herr Gunkel, als die Stadt während der Corona-Zeit im Jahr 2021 eine Zentralheizung im Haus am Lindenbaum installieren ließ. Gegenüber der ausführenden Heizungsfirma bemängelte er ohne jegliche Berechtigung, dass es in den Räumen nicht warm genug sei.“

„Unwahr! Richtig ist, dass Herrn Gunkel im März 2021, während einiger von Bürgermeister Ammel (SPD) erlaubten Renovierungsarbeiten im Haus am Lindenbaum aufgefallen war, dass die neue Heizung eine unzureichende Wärmeleistung erbringt. Das haben auch die Schützenkapelle und der DLRG in ihren Räumen festgestellt. Wir haben Bürgermeister Ammel dann eine Berechnung der Heizleistung auch für die Räume der beiden anderen Vereine zukommen lassen. Am 15. März hat Bürgermeister Ammel (SPD) uns daraufhin folgendes mitgeteilt, „Damit wir ein objektives Bild erhalten, bitte ich die Bauabteilung der VG um Feststellung der aktuellen Situation“

Eine direkte Information an das Heizungsunternehmen oder gar eine Bemängelung der Heizung ist durch uns nicht erfolgt. Allerdings suchte der Heizungsunternehmer Herrn Gunkel in seinem Privathaus auf, um über die Heizung sprechen. Der Unternehmer überraschte mit einem Schuldgeständnis („da sei etwas ziemlich schiefgelaufen“) und dass er große Teile der Heizanlage und der Heizkörper austauschen sowie weitere Heizkörper installieren wollte.

Herr Gunkel erklärte ihm, dass er nicht der Auftraggeber sei und deswegen keinen Kommentar dazu geben könne. Da der Unternehmer aber in derselben Woche den Austausch vornehmen wollte, sagte Herr Gunkel, dass der Bürgermeister im Urlaub sei und dass er das mit dem Bürgermeister abstimmen solle. Er hat ohne Abstimmung mit dem Bürgermeister während dessen Abwesenheit die Heizungselemente bei allen drei Vereinen ausgetauscht und ergänzt. Eine Dokumentation, was die Heizungsfirma ausgetauscht hat, liegt uns vor (Brennwerttherme, Heizkörper)

Wenn eine ordentliche Abnahme der Heizung vorgenommen worden wäre, hätte da die Minderleistung der Heizung auffallen müssen.“

„Bürgermeister Ammel sagt dann, „Die begrüßenswerte Arbeit von Pro Mendig wird von der Stadt ebenso geschätzt und anerkannt, wie das Engagement aller Menschen, die in Mendiger Vereinen tätig sind.“

„Dieser Aussage steht aber das Handeln des Bürgermeisters komplett entgegen. Wenn Worte und Taten übereinstimmen würden, hätten wir uns gerne für das Lob bedankt.“

„Bürgermeister Ammel (SPD) behauptet zum Schluss „Warum Herr Gunkel immer wieder Sonderrechte beansprucht und diese mit diffamierenden Aussagen gegen den Stadtbürgermeister durchzusetzen versucht, kann ich nicht nachvollziehen“

„Es wurden nie Sonderrechte beansprucht. Wir bewegten uns immer im Rahmen der Zusagen der Stadt. Und es gab von uns keine diffamierenden Aussagen gegenüber dem Bürgermeister. Einen Beleg für diese nicht ganz neue Behauptung ist BM Ammel bisher schuldig geblieben. Im Gegenteil, Pro Mendig hat in den letzten Jahren jegliche öffentliche Kritik vermieden.“

Karl Gunkel

Vorsitzender Pro Mendig e.V.

Mehr zum Thema: >> Was ist los im Haus am Lindenbaum?

Der Vorsitzende von Pro Mendig, Karl Gunkel vor der Tafel, die Bürgermeister Ammel für die Sprachkurse für die ukrainischen Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hat. Foto: Pro Mendig e.V.

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