Grüne: Lewentz Rücktritt logische Konsequenz
Katastrophenvorsorge hat höchste Priorität
Kreis Ahrweiler. Die Grünen im Kreis Ahrweiler sehen den Rücktritt von Landesinnenminister Lewentz als logische Konsequenz seiner Verantwortung im Amt und respektieren daher diesen Schritt. Den Katastrophenschutz möchten die Grünen bundesweit verbessern.
„Im Zusammenhang mit dem Flutereignis im Ahrtal wurden zahlreiche Lücken in der Organisation des Katastrophenschutzes sowie bei der Katastrophennachsorge offensichtlich“, so Verena Örenbas, Sprecherin der Grünen im Kreis Ahrweiler. „Wichtig ist jetzt, dass aus den Fehlern gelernt wird. Die Katastrophenvorsorge muss bundesweit verbessert werden. Auch im Hinblick auf den Konflikt in der Ukraine und weitere potentielle Krisen brauchen wir dringend einen besseren Schutz für unsere Bevölkerung und die kritische Infrastruktur.“ Auf dem Bundesparteitag haben die Grünen vergangene Woche beschlossen, Deutschland krisenfester zu machen. Sie fordern unter anderem die Neuausrichtung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), die Einrichtung einer Zentralstelle für länderübergreifende Koordination und eine engere europäische Verzahnung im Krisenfall.
Die vergangenen Jahre haben wiederholt gezeigt, dass bei großflächigen oder besonderen Schadenslagen die Fähigkeiten von Kommunen und Ländern an Grenzen stoßen können, so die Grünen. Deutschland verfügt mit seinem guten Netz an Behörden und Organisationen sowie rund 1,7 Millionen Freiwilligen im Bevölkerungsschutz im gesamten Land über große Ressourcen und viel Expertise. Damit Hilfe im Ernstfall schnellstmöglich zur Verfügung steht, müssen Lageinformationen und Fähigkeiten besser erfasst und koordiniert werden. Dafür müssen jetzt die gesetzlichen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden.
„Es ist höchste Zeit zu handeln und entschieden kurz- und langfristig in die gesamtgesellschaftliche Resilienz zu investieren“, sagt Wolfram Kantorek, Mitglied des Vorstands der Grünen im Kreis Ahrweiler und Fachmann für Katastrophenvorsorge und Krisenmanagement. Eine wichtige Lehre aus der Flutkatastrophe sei auch, dass Krisenszenarien regelmäßig in höherer Frequenz über Ressort- und Ländergrenzen hinweg geübt werden müssen. „Nur so gelingt eine bessere Verzahnung und Fehler können vermieden werden“, so Kantorek.
Pressemitteilung
Grüne Kreis Ahrweiler
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