Politik | 07.05.2019

SPD Koblenz-Niederberg: Glasfaser auch für die Stadtteile

Kein Zwei-Klassen-Internet

Niederberg. Während die Koblenzer in der Innenstadt über moderne Glasfaser surfen, wird in den Stadtteilen das alte Kupferkabel ausgequetscht. Das muss sich ändern, wissen Raymond Twiesselmann und Ines Lindemann-Günther von der SPD Niederberg, sollen die Stadtteile weiter attraktiv und zukunftsfähig bleiben.

„Es ist bereits ein großer Schritt gewesen, als durch einen technischen Kniff (Vectoring-Technik) die bestehenden Kupferkabel aufgerüstet wurden und dadurch Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s, teilweise sogar bis zu 250 Mbit/s möglich wurden. Mittelfristig führt aber kein Weg an einem kompletten Austausch der alten Kupferkabel durch leistungsstarke Glasfaser bis an die Gebäude auch in den Stadtteilen vorbei“, ist Raymond Twiesselmann vom Ortsverein Niederberg überzeugt. Bereits vor einigen Jahren hatte sich eine parteiübergreifende Bürgergruppe für den Anschluss der Stadtteile stark gemacht. Mit Erfolg, wie sich Raymond Twiesselmann erinnert, der damals zusammen mit Christoph Kretschmer vom Ortsverein Pfaffendorf Teil dieser Gruppe war, zu der auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gehörten. Denn immerhin konnte die Gruppe das Thema „schnelles Internet“ in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger sowie der damaligen Stadtspitze rücken. Daher ist es nur logisch, jetzt die nächsten Schritte zu gehen.

„Es ist in erster Linie eine Investition in die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit unserer Stadtteile. Hier arbeiten Selbständige und kleinere Unternehmen haben sich bewusst am Stadtrand von Koblenz niedergelassen. Die brauchen schon heute hohe Bandbreiten und stabile sowie leistungsfähige digitale Infrastrukturen“, so Ines Lindemann-Günther.

Die beiden Sozialdemokraten sind sich sicher, dass frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen sind: „Wir brauchen einen digitalen Masterplan für die Stadt. Digitalisierung muss in Koblenz endlich in einem Guss gedacht werden. Und wir können direkt anfangen: Um Kosten zu sparen müssen jetzt alle Straßenbaumaßnahmen in Koblenz dahingehend überprüft werden, ob eine Mitverlegung von Leerrohren für eine spätere Aufnahme von Glasfaser sinnvoll ist. Und das ist in den meisten Fällen der Fall. Schließlich muss überall das alte Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt werden.“ Der Vorteil durch Mitverlegung von Leerrohren bei ohnehin anstehenden Straßenbaumaßnahmen: Die Straße ist bereits offen und Kosten können reduziert werden. Das ist wichtig, denn immerhin machen Kosten für Tiefbaumaßnhamen den Großteil beim Ausbau der digitalen Infrastrukturen für die Gigabit-Gesellschaft aus.

Pressemitteilung der

SPD Koblenz-Niederberg

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