Politik | 25.08.2020, 16:14 Uhr

SPD bedauert die Schließung der Filiale in Pech und den Wegfall des Geldautomaten

Keine Aussicht auf Erhalt des Geldautomaten in Pech

Wachtberg-Pech. Von der Schließung eines Geldinstitutes in ihrer Ortschaft sind nicht nur die Pecher betroffen. Bundesweit schließen Banken und Sparkassen ihre unrentabel gewordenen Filialen. Das Verhalten der Bankkunden hat sich nämlich in den letzten Jahren radikal verändert. Die meisten Bankgeschäfte werden inzwischen online getätigt. In einem Gespräch wurde Jutta Danylow (SPD), Vorsitzende der Ortsvertretung in Pech, vom Vorstandssprecher der Volksbank Euskirchen Lembicz von Anfang an unmissverständlich vermittelt, dass die Schließung der Pecher Filiale aus betriebswirtschaftlichen Gründen unabdingbar sei.

Bei vollem Verständnis für die Zusammenführung zweier Wachtberger Filialen in Villip bleibt aber das Problem mangelnder Bargeldversorgung in Pech vor Ort ungelöst, denn auch der noch betriebsbereite Geldautomat in Pech wird Ende des Jahres nicht mehr zur Verfügung stehen. Das ist besonders für die Älteren in Pech ein Problem, die Bargeld für den Einkauf in den ortsansässigen Geschäften und für den Kauf von Fahrkarten z.B. zur Filiale nach Villip benötigen. Beim Friseur und in der Pizzeria kann z.B. nicht bargeldlos bezahlt werden. Dem Vorschlag, abzuwarten, wie häufig der Geldautomat bis Ende Dezember benutzt würde, um vielleicht bei starker Frequentierung nach einer Alternative zu suchen, wurde mit dem Argument begegnet, dass man keine falschen Erwartungen wecken wolle; die Entscheidung sei unumstößlich.

Das Aufstellen von separaten Geldautomaten, besonders in der Nähe von Wohnbebauung, wird in der Bankenbranche zurzeit äußerst kritisch gesehen, zu hoch ist die Gefahr eines Aufbruchs und damit das Risiko für die Bewohner. Einen rollenden Bankservice, wie ihn z.B. die Sparkassen in einigen Regionen angeboten haben, hält Herr Lembicz nicht für zweckmäßig und derartiges gehört auch nicht zum Angebot der Volksbank Euskirchen.

Der Vorstandssprecher räumte weiter ein, dass die Einrichtung der Minibuslinie nach Villip mit dazu beigetragen habe, den Pecher Bürgern einen Wechsel in die Filiale in Villip zuzumuten. Seiner Meinung nach und diese wurde vom Geschäftsstellenleiter in Villip Herrn Zedow bestätigt, würden die meisten älteren Pecher Mitbürger, die ja die größten Probleme mit dem Wegfall ihrer Bankfiliale haben dürften, bei ihren Bankgeschäften durch Familienangehörige oder Freunde unterstützt. Überhaupt sei der Bargeldbedarf durch Kartenzahlung oder durch Einkäufe im Internet stark rückläufig. Aber die neue Situation hat auch etwas Positives: Die Villiper Filiale ist jetzt deutlich besser ausgelastet und kann dadurch zukünftig ein breiteres Angebot für die Kunden vorhalten. Und die Arbeitsplätze der ehemals Pecher Kolleginnen bleiben in Wachtberg erhalten.

Pressemitteilung

SPD Wachtberg

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