Hedi Thelen fordert: auf „Schreiben nach Gehör“ verzichten
„Keine Experimente auf dem Rücken unserer Kinder“
Grundschüler: 25 Prozent erreichen nicht die Mindestanforderungen der Rechtschreibung
Andernach. Die CDU Landtagsabgeordnete Hedi Thelen aus Plaidt hat in einer kleinen Anfrage die Landesregierung um Bericht gebeten, welche Grundschulen der Stadt Andernach und der Verbandsgemeinden Mendig und Pellenz nach der Methode Schreiben nach Gehör arbeiten. Die Methode fordert, dass Kinder Texte verfassen, ohne bereits in Rechtschreibung unterwiesen worden zu sein. Die Folge ist, dass die Schüler Wörter so schreiben, wie sie sie hören. Diese Schreibweisen sollen dann von den Lehrern nicht korrigiert werden, da das sonst die Kinder demotiviere.
Hintergrund ist auch das schlechte Abschneiden rheinland-pfälzischer Grundschüler im Bundesvergleich. Mehrere Bundesländer wie zum Beispiel Hamburg und Baden-Württemberg haben die Verwendung der Methode Schreiben nach Gehör bereits untersagt. Andere Bundesländer wie Hessen, NRW und Schleswig Holstein denken über diesen Schritt nach. Denn gerade schwächere Schüler, Kinder, die Dialekt sprechen und Schüler mit Migrationshintergrund haben immense Probleme mit dieser Methode. Nicht von ungefähr berichtet die jüngste Bildungsstudie, die die Kultusministerkonferenz in Auftrag gegeben hat, dass ein Viertel aller rheinland-pfälzischen Grundschüler nicht die Mindestanforderungen der Rechtschreibung erreichen. An elf Grundschulen der Stadt Andernach und der Verbandsgemeinden Mendig und Pellenz wird bereits unter anderem auch nach der Methode Schreiben nach Gehör unterrichtet. Nur drei Grundschulen verzichten auf diese Methode.
„Wir dürfen solch ein Unterrichtsexperiment nicht auf dem Rücken unserer Kleinsten austragen, denn unsere Kinder haben nur diese eine Bildungschance. Deshalb müssen wir auf Nummer sicher gehen und die unsichere Methode Schreiben nach Gehör vermeiden. Eine sichere Rechtschreibung gehört zu den grundlegenden Säulen gelingender Bildung und verbessert die Zukunftschancen unserer Kinder.“, so Hedi Thelen. Das SPD geführte Bildungsministerium müsse seine bisherige Haltung dringend überdenken.
Pressemitteilung des
Wahlkreisbüros
Hedi Thelen, MdL, CDU
