Politik | 18.02.2016

Klimaschutz als Chance für die Region

Keine Kohle für Kohle - Klimaretten an der Börse

Reinhard Bütikofer und Daniel Köbler am 26. Februar zu Gast in Mayen

Mayen. Der Kreisverband der GRÜNEN Mayen-Koblenz mit seinen Direktkandidaten der Wahlkreise elf und zwölf, Matthias Kaißling und Natascha Lentes laden am 26. Februar um 19 Uhr ins Restaurant Berti, Polcher Straße 72 ein, um mit Bürgerinnen und Bürgern über das Thema Divestment zu diskutieren. Dafür konnten sie den Europaabgeordneten Reinhard Bütikofer sowie den Fraktionsvorsitzenden der GRÜNEN Landtagsfraktion Daniel Köbler gewinnen.

Extreme Witterungen, Hitzeperioden, Starkregen, Stürme oder Spätfrost: Der Klimawandel führte selbst für Landwirte in Eifel und Maifeld schon zu Ertragsausfällen. Um diese Entwicklung zu verlangsamen, einigten sich bei der UN Klimakonferenz im Dezember 2015 erstmals 195 Staaten darauf, die durchschnittliche Erwärmung der Erde auf maximal 2°C zu begrenzen. „Doch mit einer Unterschrift auf einem Papier ist dieses Ziel noch lange nicht erreicht“, sagt Reinhard Bütikofer, Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei und ehemaliger Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. „Immer noch werden Milliarden in ein Energiesystem investiert, das zum großen Teil auf Braun- und Steinkohle beruht und hauptverantwortlich für den Klimawandel ist. Die Divestment Bewegung kämpft mit aller Kraft dafür, dass Investoren – von öffentlichen, privaten oder kirchlichen Anlegern bis hin zu Rentenkassen – ihr Geld aus Kohleunternehmen abziehen und in Erneuerbare stecken. Und: Die Bewegung erzielt rasche Erfolge. Immer mehr Städte und Unternehmen schichten um und investieren in eine saubere Zukunft.“

„Die Idee von „divestment“ ist eine logische Konsequenz, wenn man es ernst meint mit Klimaschutz. Keine Investition mehr in fossile Energien, lautet die Devise. Das ist nur ein Baustein im Kampf gegen den Klimawandel, aber eben ein bedeutender. Der Finanzmarkt hat großen Einfluss auf Produktionen. Wenn kein Geld mehr in Kohle, Öl und Gas fließt, kommen wir unserem Ziel, das Klima zu schützen, immer näher“, erklärt Daniel Köbler, Vorsitzender der grünen Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz.

„Klimaschutz hat nicht unbedingt mit Verzicht zu tun. Das Klima kann man auch an der Börse retten. Die Stadt, Gemeinden und die Unternehmen vor Ort können etwas für diesen Wandel tun, sie können den Hauptverursachern die finanzielle Grundlage nehmen und sie so zum Umdenken bewegen. Und zwar nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern weil es wirtschaftlich sinnvoller ist,“ erklärt Matthias Kaißling, Direktkandidat der Grünen für den Wahlkreis Mayen Vordereifel. Investitionen in erneuerbare Energien seien nicht nur wichtig für den Klimaschutz, sie machen uns unabhängiger von Energieimporten und sie schaffen Einnahmequellen und Jobs in unserer Region. Und es sei eine klare Unterstützung der Energiegenossenschaften, also von Bürgern, die gemeinsam in Erneuerbare investieren.

Was zeichnet die Divestment Kampagne aus? Welche Ideen stehen dahinter und wie lässt sich eine solche „Klimapolitik über die Finanzmärkte“ auch vor Ort durchführen? Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, diese und andere Fragen gemeinsam zu diskutieren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bündnis 90/DIE GRÜNEN - Kreisverband Mayen-Koblenz

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