SPD - Fraktion Meckenheim
Keine Querungshilfen für Grundschüler
Antrag der Meckenheimer SPD-Fraktion im Ausschuss abgelehnt
Meckenheim. Die SPD-Fraktion im Meckenheimer Stadtrat hat in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am 1. Dezember 2022 einen Antrag eingebracht mit dem Ziel, Querungsbereiche auf dem Stephansberg und auf der Schützenstraße in Höhe der Grundschulen durch farbliche Gestaltungen auf der Fahrbahn hervorzuheben und so speziell den motorisierten Verkehr für die querenden Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren.
Nachdem die Verwaltung eine ablehnende Haltung signalisierte, schloss sich dieser leider auch eine Ausschussmehrheit an. Dabei bezogen sich die meisten Ablehnungsgründe darauf, dass die Kinder so eine trügerische Sicherheit erleben würden. Zudem müsse man dann an noch viel mehr Stellen solcherlei Markierungen aufbringen. Der Ausschusssprecher der SPD-Fraktion, Daniel Südhof, rief in der Sitzung mit einem weiteren Redebeitrag die Ausschussmitglieder dazu auf, die Sache einmal andersherum zu sehen. „CDU und Grüne haben den Kindern unterstellt, sie würden dann achtlos auf die Straße laufen. Dass aber genau das, was die Maßnahmen in dem Antrag bewirken sollten, nämlich die Sensibilisierung des Kraftfahrzeugverkehrs für die Situation, eintreten werde, hat außer uns als SPD-Fraktion und der BfM-Fraktion anscheinend niemand für möglich gehalten und wurde faktisch gar nicht diskutiert“, so Südhof nach der Sitzung. „Es wurde ausschließlich nach Gründen dagegen gesucht und dabei die Pro-Argumente gar nicht bedacht. Die Ausführung eines Ausschussmitglieds, man müsse dann in Meckenheim sehr viele Stellen markieren und könne deswegen nicht mit den im Antrag geforderten Bereichen beginnen, kann nicht als Grund gelten. Ein Problem nicht anzugehen, weil man dies an vielen Stellen tun müsse, taugt nicht als Gegenargument, sondern verdeutlicht die Notwendigkeit.“
„Den Kindern wird die Wahrnehmung der Situation nicht zugetraut, also lassen wir die optische Hilfestellung zur Rücksichtnahme des motorisierten Verkehrs weg“, äußert auch der Fraktionsvorsitzende, Stefan Pohl, deutlich seinen Unmut. „Ich bin als Fraktionsvorsitzender, aber und auch gerade als Vater, von dieser an den Tag gelegten Arroganz gegenüber dem Schutzbedürfnis der schwächsten Verkehrsteilnehmer, den Kindern, hochgradig entsetzt“.
Pressemitteilung der
SPD - Fraktion Meckenheim
