Politik | 15.01.2024

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel fordert mehr Respekt für Bäuerinnen und Bauern in der Region

Keine neuen Belastungen für die Landwirtschaft

Protest in Neuwied. Foto: privat

Neuwied / Region. Bei der Protest-Kundgebung des Bauern- und Winzerverbandes Neuwied unter dem Motto „Es reicht! Zu viel ist zu viel!“ auf dem Moltkeplatz in der Kreisstadt am unteren Mittelrhein gehörte auch der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel zu den Rednern, die sich mit den Anliegen der Kundgebungsteilnehmer solidarisch erklärten und den Bäuerinnen und Bauern unserer Region ihre Unterstützung zusagten. „Die Kürzungen und Streichungen müssen vollumfänglich zurückgenommen werden“, betonte der Parlamentarier.

Erwin Rüddel kennt die Materie ganz genau, da dessen Eltern selbst keinen kleinen Bauernhof betrieben, auf dem er aufgewachsen ist. „In diesem Bauernprotest sehe ich nicht nur ein Eintreten für den Berufsstand, sondern für das Wohl der ländlichen Region“, so der Christdemokrat. Die Bauern brauchten nicht die Subvention, um große Traktoren zu kaufen, sondern weil dadurch für die Verbraucher preiswerte, regionale und gute Qualität bereitgestellt werde.

Noch tragfähiger hält Rüddel eine bessere Vergütung der Leistung, statt Subvention.

Doch so lange es diese Alternative nicht gebe, müsse die Subvention in vollem Umfang beibehalten werden. „Ohne Subvention wären nicht nur die Preise anders, sondern auch unsere Landschaft und unsere Heimat würden durch Verbuschung anders aussehen“, beschrieb Rüddel.

Weiter wies der Politiker darauf hin, dass die Landwirtschaft hochwertige Lebensmittel und nachwachsende Rohstoffe produziert, dass sie unsere Kulturlandschaft pflegt sowie Ressourcen, Natur und Klima schützt: „Unsere Bäuerinnen und Bauern sind zugleich Garanten der Biodiversität, Artenvielfalt und des Tierwohls.“

Umso wichtiger sei, dass die Landwirtinnen und Landwirte im europäischen Wettbewerb bestehen. In Deutschland gibt es heute rund 250.000 landwirtschaftliche Betriebe. Vor 25 Jahren waren es noch doppelt so viele. Dabei stelle sich auch die Frage, ob unsere Lebensmittel demnächst komplett aus dem Ausland kommen sollten? Um die immer höheren Kosten zu schultern, würden unsere Landwirte gezwungen sein, ihre Produkte teurer zu verkaufen. Die Lebensmittelpreise würden steigen, die Verbraucher noch tiefer in die Tasche greifen müssen.

„Der Regierungs-Ampel scheint das alles völlig egal zu sein. Sie will auch weiterhin Haushaltslücken auf Kosten der heimischen Landwirtschaft schließen. Aber wir haben kein Einnahmeproblem im Bundeshaushalt. Wir haben ein Ausgabenproblem, das auf dem Rücken der Bauern eingedämmt werden soll. Haushaltslücken sollen auf Kosten unseresr Landwirtschaftsbetriebe geschlossen werden“, konstatierte Erwin Rüddel.

Die Proteste der Bauern seien absolut verständlich. Wer das Bürgergeld erhöhe, es nicht nachhaltig für Arbeitsunwillige auf ein Minimum reduziere und die Migration deutlichst eindämme, habe noch längst nicht alle Sparmaßnahmen des Haushalts ausgeschöpft. Es fehle jede Anstrengung die Staatsfinanzen ernsthaft in Ordnung zu bringen.

Für Anderes scheine Geld im Überfluss vorhanden zu sein, beispielsweise für die immer weitere Aufblähung des Staatsapparates. „Und warum zahlen wir für Radwege in Peru, Entwicklungshilfe für die Taliban in Afghanistan und für Entwicklungshilfe in China (nur diese drei Positionen) genau so viel, wie jetzt den Bauern abgenommen werden soll?“, hinterfragte Rüddel.

Diese „grüne“ Ampel lebe ihren ideologischen Weltrettungsanspruch nicht nur beim Klima aus. „Die Grünen führen die SPD und die FDP am Nasenring durch die Ampel. Großstädtisch geprägtes grünes Klientel will bestimmen, wie wir auf dem Land zu leben haben. Dabei haben viele von denen – außer Cannabis – noch nichts zum Blühen gebracht“, führte der CDU-Bundestagsabgeordnete aus.

Er unterstrich zwei Dinge, die ihm weiterhin wichtig sind: „Die Landwirtschaft braucht das nachhaltige Vertrauen und die Wertschätzung der Politik für ihr naturnahes und nachhaltiges Wirken in der Region. Gerade sie sind die Experten für gute Lebensmittel und die Erhaltung einer guten Umwelt. Wer, wenn nicht die, die über Generationen ihren Grund und Boden als wirtschaftliche Grundlage nutzen, sollen mehr Achtung haben vor der Natur?“

Rüddel ist aber auch wichtig, dass ein Zeichen gesetzt wird für freie Meinungsäußerung. In manchen Medien und von manchen Politikern werde der berechtigte Bauernprotest gleichgestellt oder noch dramatischer dargestellt, als die monatelangen kriminellen Aktionen der Letzten Generation.

„Dieser Gruppierung wird in Talkshows eine Bühne bereitet und die Bauern werden als Umstürzler und rechtsextrem diskreditiert. Ich will ein Land, in dem jeder im Rahmen der Verfassung seine Meinung frei äußern kann, ohne dafür an den Pranger gestellt zu werden“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Pressemitteilung Erwin Rüddel

, MdB CDU

Protest in Neuwied. Foto: privat

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