Leserbrief zum „Fall Michael Mang“
Keine öffentliche Hexenjagd
Dieses Schreiben richtet sich an alle Rücktrittsfordernden von Bürgermeister Michael Mang in Neuwied, der Stadt in der ich geboren und aufgewachsen bin und bis heute sehr gerne lebe. Bisher wurde hier immer nur sehr einseitig und skandalisierend über angeblich belastende Punkte gegen Michael Mang berichtet. Schuldzuweisungen, Anschuldigungen und halbgare Gutachten, alles ausschließlich, um eine Person im schlechten Licht dastehen zu lassen. Damit will man die Meinung der Bürgerinnen und Bürger einseitig beeinflussen. Für mich als langjähriges Ratsmitglied, beruflich und ehrenamtlich immer mit ganzem Herzen engagiert und quasi Insider, stellt sich die Lage gänzlich anders und bei weitem nicht so eindeutig dar, wie es immer vorgemacht wird. Für die Bürgerinnen und Bürger sieht das alles derzeit nach einem großen Kindergarten aus. Was hier geschieht, wirkt keines Bürgervertreters würdig. Diese sollten es eher als einen Appell verstehen, daran zu arbeiten, wofür die Bürgerinnen und Bürger uns gewählt haben. Ich bin mir sicher, dass es viele sehr wichtige Dinge für Rat und die Verwaltung zu tun gibt (Innenstadt, Leerstand, Deichvorgelände, Kitas- und Schulen, Wirtschaft und Arbeitsplätze sind da nur beispielhaft zu nennen). Einseitig zu verunglimpfen und voreilig zu handeln, um Michael Mang loszuwerden, damit ist niemandem geholfen. Raufen wir uns zusammen um gemeinsam an den vielfältigen Problemen unserer schönen Heimatstadt Neuwied mit allen Stadtteilen, insbesondere in der schwierigen Corona-Zeit, zu arbeiten, anstatt eine solche öffentliche Hexenjagd zu veranstalten. Der Rechtsstaat wird arbeiten und wenn am Ende die Ergebnisse vorliegen, können wir alle unsere Meinung bilden und Entscheidungen treffen .
Zum jetzigen Zeitpunkt hilft es unserer schönen Stadt nicht weiter und wird nur weiteren Schaden für alle verursachen.
Fredi Winter,
mit Herzen Neuwieder
