Meckenheimer CDU zur Finanzierung der Katholischen Öffentlichen Bücherei
Kirche darf sich nicht zurückziehen
Meckenheim.Mit Bestürzung reagiert die CDU Meckenheim auf die Ankündigung des Erzbistums Köln, sich 2023 aus der Finanzierung der Katholischen Öffentlichen Bücherei in Meckenheim zurückzuziehen. „Die professionell geführte Bücherei in der Adolf-Kolping-Straße ist ein wesentlicher Bestandteil des Meckenheimer Kulturlebens“, so Stadtverbandsvorsitzender Rainer Friedrich. „Das Modell, die Kosten zwischen Kirche und Kommune aufzuteilen, hat sich bewährt. Dies jetzt einseitig aufzukünden, hat gravierende Folgen.“
Schon heute zahle die Stadt jährlich 148.000 Euro – eine sogenannte freiwillige Leistung, die nicht beliebig erhöht werden kann – für den Betrieb der Bücherei. Die Kommune ist auch für die Bewirtschaftung des Gebäudes zuständig, das aber im Besitz der Kirche ist. „Die Stadt Meckenheim und ihre Bürgerinnen und Bürger leisten also schon einen erheblichen Beitrag“, so die kulturpolitische Sprecherin Sabrina Gutsche. Sie verweist darauf, dass die Bücherei wertvolle Bildungsarbeit leiste, alle sozialen Schichten erreiche und insbesondere bei den Kinder Lesefreude und Wissenshunger wecke.
Das engagierte Büchereiteam, das über viele Jahre wertvolle Arbeit geleistet hat, stehe nun vor einer ungewissen Zukunft. Eine rein ehrenamtlich geführte Bücherei würde erheblich weniger leisten können; eingeschränkte Öffnungszeiten, weniger Auswahl und weniger Engagement im öffentlichen Leben wären unweigerlich die Folge. Es sei auch sehr fraglich, ob ein Förderverein in der Lage sei, den Anteil der Kirche auszugleichen.
Die CDU Meckenheim steht in Kontakt mit den Beteiligten und wird sich des Themas annehmen. Sie fordert das Erzbistum auf, die Meckenheimer Bücherei – ebenso wie die übrigen sechs betroffenen – nicht im Regen stehen zu lassen, sich hier weiter zu engagieren und somit auch etwas für das eigene Image als Bildungsträgerin zu tun.
Pressemitteilung der
CDU Meckenheim
