Politik | 16.03.2016

Kinderbetreuung beschäftigt Meckenheimer Jugendhilfeausschuss

Kita „Am Ehrenmal“ soll weiterbetrieben werden

Meckenheim. Eine recht umfangreiche Tagesordnung hatte der Jugendhilfeausschuss der Stadt Meckenheim zu absolvieren. Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte war der Bericht des Jugendrates, der von Thomas Roskop vorgetragen wurde.

Der Jugendrat versteht sich als Ansprechpartner für alle Meckenheimer Jugendliche und ist unabhängig von Parteien oder Vereinen. Damit ist aber auch das Problem verbunden, dass ihn viel zu wenig Jugendliche kennen. Daher will man Infoveranstaltungen an Schulen durchführen und über die Aufgaben und Möglichkeiten informieren.

Dabei arbeitet man auch mit den Jugendorganisationen der politischen Parteien zusammen, hier vor allem mit der JU, den Jusos und den Jungen Grünen.

Im nächsten Tagesordnungspunkt dominierten dann die Zahlen, denn es ging um die Tagesbetreuungsbedarfsplanung in den Jahren 2016 und 2017. In Meckenheim gab es per 31. Dezember 2015 1268 Kinder unter sechs Jahren. Diese Zahl ist zum Januar 2016 auf 1403 angewachsen - mit steigender Tendenz. Darin sind dann auch circa 60 Vorschulkinder aus Flüchtlingsfamilien verzeichnet.

Anzahl der Vorschulkinder hat zugenommen

Unabhängig davon hat die Anzahl der Vorschulkinder seit Ende 2012 um 250 zugenommen; die Gründe hierfür liegen in einer Steigerung der Geburten sowie Wanderungsgewinnen der Stadt Meckenheim. Dies ist jedoch für die Zukunftsfähigkeit der Stadt ein sehr positiver Wert, denn während andere Städte hier negative Werte haben, sind diese in Meckenheim über Jahre konstant positiv. Aber diese Kinder müssen betreut werden und die Ansprüche an die Betreuung sind in den letzten Jahren konstant gestiegen. Das hat die Stadt vor nicht unerhebliche Probleme gestellt, welche noch verschärft wurden durch massive Wasserschäden in den Einrichtungen „Sonnengarten“, „Rappelkiste“, „Villa Regenbogen“ und im „Johannesnest“.

Hier wurde viel improvisiert und gebaut, doch alle Maßnahmen konnten nicht verhindern, dass der Ausbau der Betreuungsplätze nicht mit der Zunahme der Vorschulkinder mithalten konnte. Aus diesem Grund schlug die Verwaltung dem Ausschuss vor, die bisherige Kindertageseinrichtung „Am Ehrenmal“ möglichst ab 1. August weiterzubetreiben. Daher wird die Verwaltung beauftragt, die Gespräche mit der Gemeinnützigen Evangelischen Gesellschaft für Kind, Jugend und Familie zu intensivieren und die Rahmenbedingungen für die Übernahme der Trägerschaft festzulegen. Dies betrifft natürlich vor allem den Mietvertrag sowie den baulichen Zustand des Gebäudes.

Peter Zachow von der SPD hatte da durchaus kritische Rückfragen, vor allem wollte er wissen, ob der Träger ausgeschrieben worden sei und was das Ganze die Stadt kosten würde. Das Thema Ausschreibung sei hier unproblematisch, wie Holger Jung als Erster Beigeordneter der Stadt erläuterte, und das Thema Baukosten könne noch nicht beziffert werden. Die Stadt erkläre jedoch durch den Beschluss bereits jetzt die Bereitschaft, den gesetzlichen Trägeranteil zu übernehmen, wenn die Gespräche mit der Evangelischen Gesellschaft positiv verlaufen würden. Dem konnte sich der Ausschuss bei einer Enthaltung von Peter Zachow dann auch einstimmig anschließen.

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