Politik | 01.02.2017

Andernacher Landtagsabgeordneter fordert „aktive Erinnerungskultur“ - Ruland:

„Klare Kante gegen Rechtsextreme und Geschichtsrevisionisten!“

Marc Ruland. Privat

Wahlkreis/Mainz. Am 27. Januar jährte sich zum nunmehr 72. Mal die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch Truppen der Roten Armee und somit das Ende eines der schwärzesten Kapitel deutscher Geschichte. Für Entsetzen sorgten die Äußerungen des thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke, der in einer Rede vor Mitgliedern der AfD-Jugendorganisation eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad gefordert hatte.

Dem entgegnete der Andernacher Landtagsabgeordnete Marc Ruland, MdL: „Es gibt kein Recht auf selektive Geschichtsschreibung. Wer glaubt, auf die Errungenschaften vergangener Generationen stolz sein zu können, kann nicht einfach die Barbarei der Vernichtungslager und der Gaskammern ausblenden. Sie gehören zur deutschen Geschichte.“

Ruland erinnerte zudem an das Zitat des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden, Ignatz Bubis, die Opfer der Shoah zu vergessen, hieße, sie ein zweites Mal zu ermorden. „Wenngleich die heute lebenden Generationen junger Deutscher keine Schuld an den Todeslagern mehr haben, so tragen sie doch die Verantwortung dafür, dass sich Vergleichbares nie wieder ereignet. Hierzu bedarf es einer aktiven Erinnerungskultur, die Forderungen nach einem Schlussstrich oder einer ‚erinnerungspolitischen Wende‘ entschieden zurückweist. Rechtsextremen und Geschichtsrevisionisten werden wir daher auch in Zukunft mit aller notwendigen Entschlossenheit und Härte entgegentreten. Dies sind wir den Opfern der Shoah und ihrer Hinterbliebenen schuldig“, so Ruland abschließend.

Pressemitteilung

Marc Ruland, MdL (SPD)

Marc Ruland. Foto: Privat

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