Politik | 14.09.2021, 15:24 Uhr

Volles Programm bei der Mitgliederversammlung der SPD Wachtberg

Klimaschutz und Wahlen

Dr. Charlotte Echterhoff, Landtagskandidatin der SPD im Wahlkreis 26.Copyright: Charlotte Echterhoff
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Adendorf. Eine gut besuchte, öffentliche Mitgliederversammlung mit einem abwechslungsreichen Programm konnte der Wachtberger SPD-Vorsitzende Paul Lägel im Drehwerk in Adendorf eröffnen. Es wurden Delegierte für die Landtagswahlen im Mai 2022 gewählt und eine erste Diskussion über ein Klimaschutzkonzept für Wachtberg geführt. Der Journalist Erwin Ruckes interviewte die Bundestagskandidatin Dr. Katja Stoppenbrink und abschließend schauten Genossinnen und Genossen sowie die anwesenden Gäste gemeinsam das TV-Triell zwischen Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Armin Laschet.

Noch sind die Bundestagswahlen nicht vorbei, da richtet sich der Blick schon auf die Landtagswahlen in NRW am 15. Mai 2022. Die bisher einzige SPD-Bewerberin für den Wahlkreis 26, SPD-Ratsfrau Dr. Charlotte Echterhoff aus Sankt Augustin stellte sich den Mitgliedern in Wachtberg vor. Die 36-jährige Medienwissenschaftlerin und Mutter von zwei Kindern wurde 2020 im ersten Anlauf direkt in den Rat von Sankt Augustin gewählt und will sich im Landtag vor allem für gerechtere Bildungschancen einsetzen, etwa durch ein größeres Angebot von Gesamtschulen in der Region. Und es geht ihr um ein gerechtes Verhältnis zwischen Erwerbsarbeit und Care-Arbeit, die ganz überwiegend von Frauen geleistet wird. Care-Arbeit heißt, sich um andere zu kümmern, oft in der eigenen Familie und fast ausschließlich unbezahlt. Obwohl Care-Tätigkeiten systemrelevant sind, wie die Corona-Krise vor Augen geführt hat. „Dies anzuerkennen, heißt zum Beispiel, dass eine 40-Stunden Woche nicht mehr das Normalarbeitsverhältnis darstellen kann, weil sie Eltern - oftmals Frauen - in die Teilzeit mit weniger Verdienst und geringeren Rentenansprüchen zwingt“ sagte Charlotte Echterhoff. Am 29. September entscheidet die Wahlkreiskonferenz der SPD über die Bewerbung, fünf in der Mitgliederversammlung gewählte Delegierte aus Wachtberg sind dabei.

Im Anschluss stellte SPD-Vorstandmitglied Kristian Lempa erste Ideen einer Arbeitsgruppe vor, wie Wachtberg in den Bereichen Energie, Verkehr und Bauen klimaneutral werden kann. Im Energiebereich etwa setzt man vor allem auf das Potential der Agri-Photovoltaik im großflächigen Obstbau. Beispielhaft operiert eine solche Anlage auf dem Obsthof Nachtwey in Gelsdorf, als Versuchsprojekt in Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft. Transparente PV-Module bilden eine Überdachung für diverse Obstkulturen und lassen nur etwa 50 Prozent der üblichen Sonneneinstrahlung durch. Sie schützen das Obst nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor Hagel, Frost und Starkregen. „Und die Energieerzeugung ist fast nur noch ein willkommenes Beiprodukt‘“ so Kristian Lempa. Weitere Ideen aus der Versammlung wurden aufgenommen und sollen bis zum Jahresende in ein schlüssiges Konzept des Ortsvereins münden.

Danach stellte sich SPD-Bundestagskandidatin Dr. Katja Stoppenbrink den Fragen des Journalisten Erwin Ruckes und des Publikums, auch hier war der Klimaschutz ein Schwerpunkt. „Wir brauchen andere Mehrheiten, um bessere Rahmenbedingungen für den Klimaschutz auf kommunaler Ebene zu schaffen. Mit der CDU geht das nicht. Am 26. September können wir diese Mehrheiten schaffen“ sagte Frau Stoppenbrink, die gute Chancen für ihren Einzug in den Bundestag sieht.

Den Abschluss des Tages bildete dann das „Public Viewing“ des TV-Triells auf der großen Leinwand im Drehwerk in Adendorf. Das Fazit des Vorsitzenden Paul Lägel: „Ein spannender Tag, noch zwei Wochen bis zu den Wahlen. Es sieht derzeit gut aus für die SPD, aber wir sind noch lange nicht durch und müssen bis zum 26. September für ein starkes Ergebnis kämpfen“.

Pressemitteilung der

SPD-Wachtberg

Dr. Charlotte Echterhoff, Landtagskandidatin der SPD im Wahlkreis 26.Copyright: Charlotte Echterhoff

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