Eine Veranstaltung der Senioren-Union des CDU Gemeindeverbandes Mendig:
Kloster Maria-Laach besucht
Mendig. In der Reihe der monatlichen Veranstaltungen der Senioren-Union im Gemeindeverband Mendig wurde das Kloster Maria Laach besucht.
Der Vorsitzende Theo Winkel konnte über 60 interessierte Teilnehmer begrüßen.
Marie Luis Schäfer hatte den Besuch vorbereitet sowie die Programmpunkte ausgewählt. Die Themenschwerpunkte lagen auf dem Besuch der Bauhausausstellung, der Keramikwerkstatt und der Buchbinderei.
Durch die Bauhausausstellung, die sich in den Räumen der früheren Schreinerei befinden, führte Bruder Stephan. Er brachte den Senioren auf erfrischende und kurzweilige Art das Leben und Wirken von Pater Theodor (Theodor Bogler) näher. Bogler gilt als einer der bedeutensten Bauhauskeramiker. Nach dem 1. Weltkrieg begeisterte er sich für die Ideen des Bauhauses und begann ein Studium am staatlichen Bauhaus in Weimar. Nach einer Zwischenstation an der TU München kehrte er zum Bauhaus zurück und absolvierte in Dornburg eine zweijährige Lehrzeit in der keramischen Werkstatt. Die Forderung von Gropius, dem Begründer des Bauhauses, war, „die Dinge sollten dem Menschen dienlich sein, sich vervielfältigen - und verkaufen lassen.“
Theodor Bogler beherzigte dies und ließ seiner Kreativität freien Lauf. So entwickelte er viele, noch heute gültige und verwendete keramische Formen wie Kombinationsteekannen, Mokkamaschinen, Vorratsdosen usw.
Nach traumatischen familiären Erlebnissen trat Bogler dann 1927 als Novize ins Kloster Maria Laach ein. Vor seiner „feierlichen Profess“ unterschrieb er eine Vereinbarung mit dem Kloster und der Klosterverwaltung über die Verwendung der eingehenden Provisionen.
Die Rechte an den von ihm entwickelten keramischen Formen liegen noch heute beim Kloster Maria Laach und werden in der dortigen Töpferei verwendet.
Die Senioren waren von der Vielfalt der keramischen Formen, aber auch von liturgischen Geräten und Gewändern, die die Handschrift von Pater Theodor trugen, begeistert.
Besuch der Töpferei
Ein weiterer Besuchspunkt war die Töpferei. Hier wurde von Andrea Lange, der Porzellanmalerin, der Produktionsgang der Töpferwaren anschaulich erklärt.
Beim letzten Besichtigungspunkt erklärte Bruder Jakobus die Kunst des Buchbindens, die bei heute industriell gefertigten Büchern leider nicht mehr angewandt wird.
Zum Abschluss der Exkursion traf man sich dann in den oberen Räumen der ehemaligen Schreinerei bei Kaffee und Kuchen.
Hier bedankte sich der Vorsitzende Theo Winkel bei der Organisatorin Marie Luis Schäfer und bei Bruder Stephan.
In der Besuchergruppe der Senioren-Union befand sich zur Überraschung aller, der 4-tausendste Besucher der Ausstellung. Da Bruder Stephan keinen aus der Gruppe auswählen wollte, übergab er als Präsent einen Ausstellungskatalog an den Vorsitzenden. Ein persönliches Geschenk, ein limitierter Bogler-Becher, wurde von Heinz Lempertz an Bruder Stephan überreicht.
Mit vielen neuen Eindrücken und Informationen traten die Teilnehmer dann den Heimweg an.
Pressemitteilung
Senioren-Union des
CDU Gemeindeverbandes
Mendig
