Politik | 28.06.2021

Wegen des Kita-Gesetzes ab 1. Juli geht Bendorf neue Wege für Kinder und Jugendliche

Kompetenzzentrum in Rheinstraße 62

Bürgermeister Christoph Mohr ist stolz auf das von Mitarbeitern entwickelte Konzept

Bendorf.Ein Kinder- und Jugendkompetenzzentrum der Stadt Bendorf entsteht im Haus Rheinstraße 62 und es sollen bis zu acht Kita-Sozialarbeiter eingestellt werden.

Dies und weitere Beschlüssen für das Gesamtprojekt genehmigte der Bendorfer Stadtrat einstimmig auf seiner jüngsten Sitzung in der Stadthalle. Grund für das Projekt ist das neue Kita-Gesetz des Landes Rheinland-Pfalz, das am 1. Juli 2021 in Kraft tritt. Darin steht u.a.: „Manche Tageseinrichtungen sind in einem besonderen Maß gefordert, den Bedürfnissen heranwachsender Kinder und den Lebensbedingungen von Eltern Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Um dem gerecht zu werden, ist ein differenzierter Einsatz zusätzlichen Personals notwendig.“

In Bendorf sind dies für dies für alle Kitas 7 oder 8 Sozialarbeiter-innen, die zu 60 Prozent vom Land und zu 40 Prozent vom Kreis bezahlt werden.

„Das ist das Sozialbudget, wobei die Sachkosten jedoch von der Stadt getragen werden“, erklärte Bürgermeister Christoph Mohr vor dem Stadtrat.

Der bekam das direkt zu spüren, denn für das Kellergeschoss im Kinder- und Jugendkompetenzzentrum sind außerplanmäßig 32.000 Euro notwendig, denen ebenfalls zugestimmt wurde. Denn die Mitarbeiter des neuen städtischen Fachgebiets 3.4, die nicht in den Kitas eingesetzt sind, sollen ihren Arbeitsplatz im Keller der Rheinstraße 62 erhalten.

Das Bendorfer Kinder- und Jugendkompetenzzentrum ist neben Kita-Angelegenheiten wie Sozialarbeit, Fach- und Sachberatung auch für Jugendarbeit zuständig. Insgesamt gehören dazu u.a. Kooperation mit Verbänden und Vereinen, Jobcenter sowie Partnern aus den Bereichen Gesundheit, Sprache und Kriminalprävention. Ferner ist es Bindeglied zu freien Trägern und Kontaktstelle für alle Bürger.

„Die Mitarbeiter selbst haben ihre Vorstellungen dargelegt für die neuen Strukturen. Das Team hat seinen eigenen Aufgabenbereich und kann auf Kinder- und Jugendangelegenheiten reagieren. Ich bin stolz auf diesen modernen Weg, für den es schon Anfragen und Nachahmer gibt“, verkündete Christoph Mohr.

Denn so können Kitas mit besonderen Herausforderungen dauerhaft unterstützt werden, was nicht mehr vom Vorbehalt des Haushaltsplans abhängig ist.

Unklar ist noch, ob die Stadt nicht nur ihre vier städtischen Kitas abdeckt, sondern zukünftig auch den gesamten Sozialraum Bendorf zu dem noch sechs Kitas freier Träger gehören.

Da aber für Kinder und Jugendliche der Kreis zuständig ist und auch die Kita-Sozialarbeiter-innen zu 40 Prozent bezahlt, muss die Stadt Bendorf einen Kooperationsvertrag schließen.

Darin steht u.a., dass das Kreisjugendamt die Fachaufsicht hat und die Dienstaufsicht bei der Stadt liegt. HEP

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0009#
seniorengerechter Badausbau
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0399#
Imageanzeige Straußenwirtschaft
Stellenanzeige Zahntechniker, 2. Anzeige "2+1 Aktion"
10 Jahre HSH Heizung Sanitär Herschbach in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel