Politik | 12.01.2017

Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel unterstützt die Bahnlärmgegner

„Krankmachender Bahnlärm muss ein Ende haben!“

Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel (M.) war Redner bei der jüngsten Demo gegen Bahnlärm am Bahnhof Neuwied. Reinhard Vanderfuhr / Büro Rüddel

Neuwied. Bahnlärmgegner begrüßten zu ihrer jüngsten Demonstration am Bahnhof von Neuwied als Gastredner den heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel. Der hat als einer der Initiatoren der parteiübergreifenden ‚Parlamentsgruppe Bahnlärm‘ im Deutschen Bundestag, der inzwischen über 120 Abgeordneten des Parlaments angehören, bundesweit Anerkennung und Gehör verschafft. In Neuwied betonte Rüddel nochmals, dass gerade auch im Mittelrheintal der tosende und krankmachende Bahnlärm ein Ende haben muss. Denn das Untere Mittelrheintal sei durch den meist von Güterzügen verursachten Bahnlärm besonders negativ betroffen. „Das Mittelrheintal geht über Koblenz und Weißenthurm hinaus. Deshalb setze ich mich auch weiterhin vehement zugunsten einer Machbarkeitsstudie für den Unteren Mittelrhein ein“, so der heimische Abgeordnete. Dabei wird genau geprüft, an welcher Stelle, welche Maßnahmen zur Minderung des Bahnlärms greifen. Es geht um den Einbau von Schienenstegabschirmungen, die Errichtung von Lärmschutzwänden, die Ausfachung von Geländern auf Eisenbahnbrücken und Stützbauwerken sowie um Schienenschmiereinrichtungen.

„Rahmenbedingungen müssen unbedingt vollzogen werden“

Positiv erwähnte der gegen Bahnlärm agierende Christdemokrat die vom Bundesverkehrsministerium erhaltene Zusage ein deutschlandweites Monitoringsystem an Eisenbahnstrecken zur Erfassung von Lärm im Schienengüterverkehr einzuführen. „Damit kann zukünftig jederzeit geprüft werden, was konkret auf den Schienenwegen los ist. Gleichzeitig werden über das Monitoring schnellere Wartungen und Reparaturen zielgenau umgesetzt werden können“, sagte Rüddel. Außerdem kritisierte er abermals scharf den Plan der Deutschen Bahn AG, die am Mittelrhein vorhandene Monitoringstelle in Leutesdorf abzubauen. „Was die Deutsche Bahn AG hier vorhat, das ist absolut nicht hinnehmbar“, konstatierte der Bundestagsabgeordnete und wies dazu auf den entsprechenden aktuellen Gesetzesentwurf hin. Rahmenbedingungen wie „Vorfahrt für leise Züge“, „Zusätzlicher Lärmschutz an Lärmbrennpunkten“ sowie „Die leise Schiene offiziell festschreiben“, müssten unbedingt vollzogen werden.

Positiv merkte Rüddel an, dass in den letzten Jahren rund 1,1 Milliarden Euro in den Lärmschutz geflossen sind und dass dieses Engagement fortgesetzt wird. „Durch unseren Einsatz in den Verhandlungen zum Haushalt 2017 wurden noch einmal 20 Millionen Euro für ein Lärm-Monitoringsystem an den Schienen freigegeben“, vernahm die Vielzahl der Teilnehmer an der Demo gegen Bahnlärm. Die auch von den Bürgerinitiativen als dringende Alternative zum Rheinland geforderte Neubaustrecke Troisdorf / Mainz-Bischofsheim sei im Bundesverkehrswegeplan bereits im potentiellen Bedarf ausgewiesen.

Perspektive für die Zukunft?

„Wenn die Kosten-Nutzen-Analyse einer vom Bund in Auftrag gegebenen Studie zu einem positiven Ergebnis kommt, kann die als Tunnellösung vorgesehene Neubaustrecke in den vordringlichen Bedarf aufsteigen. Damit hätten wir wirklich eine Perspektive für die Zukunft des Rheintals, denn dann wären auch am Unteren Mittelrhein die Anwohner von jahrzehntelangen krankmachenden Lärmbelästigungen erlöst. Ich werde mich jedenfalls auch weiterhin für die Interessen der Menschen gegen Bahnlärm einsetzen“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Büro Erwin Rüddel, MdB (CDU)

Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel (M.) war Redner bei der jüngsten Demo gegen Bahnlärm am Bahnhof Neuwied. Foto: Reinhard Vanderfuhr / Büro Rüddel

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