Politik | 10.04.2024

Sitzung des Beirats für Migration und Integration: Große Vielfalt und Vielzahl von Angeboten zur Beratung von Migrantinnen und Migranten

Kreis Neuwied zeigt beeindruckenden Einsatz für die Integration

Große Vielfalt und Vielzahl von Angeboten zur Beratung und Integration von Migrantinnen und Migranten stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Beirats für Migration und Integration im Landkreis Neuwied.  Foto: Kerstin Schwanbeck-Stephan/Kreisverwaltung Neuwied

Kreis Neuwied. Die große Vielfalt und Vielzahl von Angeboten zur Beratung und Integration von Migrantinnen und Migranten standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Beirats für Migration und Integration im Landkreis Neuwied. Zum Thema hatte Beiratsvorsitzende Violeta Jasiqi eine umfangreiche Tagesordnung vorbereitet und fachkundige Gäste eingeladen. Daniel Penning, zuständiger Regionalkoordinator in der Außenstelle Trier des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, berichtete dem Beirat über den Stand der Integrationskurse im Landkreis Neuwied. Dabei zeigte Penning den kompletten „Weg in den Integrationskurs“, etwa was die Berechtigung zur Teilnahme betrifft, über Kursaufbau und –inhalte bis hin zum Zertifikat bei erfolgreichem Abschluss, auf.

In diesem Zusammenhang waren die Kursangebote im Landkreis Neuwied von besonderem Interesse. Die beachtliche Bilanz: gegen Ende 2023 waren es immerhin 30 laufende und neun geplante Kurse kreisweit.

Verändert hat sich gegenüber 2021 deutlich das Teilnehmerfeld. Während damals Syrien, die Türkei und Rumänien die „TOP 3“-Herkunftsländer bildeten, kamen im Jahr 2023 die weitaus meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Ukraine.

Bezüglich der Anzahl der ausgestellten Teilnahmeberechtigungen an Ukrainerinnen und Ukrainer ist der Landkreis Neuwied landesweit Spitzenreiter. Auch bei den Kursteilnahmen von Ukrainerinnen und Ukrainern belegt der Landkreis Neuwied einen Spitzenplatz direkt hinter der Stadt Mainz.

Daniel Penning sieht die Nachfrage nach Kursen im Jahr 2024 weiterhin auf einem hohen Niveau.

Selbst wenn die Zahl der ukrainischen Teilnehmer leicht rückläufig ist – die Nachfrage aus den Herkunftsstaaten Syrien, Afghanistan und Iran nimmt zu. Eine besonders gute Nachricht gab es zum Abschluss: Die Finanzierung der Kurse ist auch für 2024 gesichert.

Das Ziel des Integrationskurses, die Integration von Migrantinnen und Migranten im Sinne gesellschaftlicher Teilhabe und Chancengleichheit zu fördern, verfolgen auch die Migrationsberatung und der Migrationsfachdienst.

Diese Aufgaben übernehmen im Landkreis Neuwied der AWO-Bezirksverband, der Caritasverband Rhein-Wied-Sieg e.V. und das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis Wied.

Sie beraten, informieren, begleiten und vermitteln, damit Zugewanderte sich besser in Deutschland zurechtfinden und der Prozess der Integration gelingt.

Julia Lebzak und Tuna Gümüstekin von der AWO, Olga Scott vom Caritasverband Rhein-Wied-Sieg e.V. und Utz Ebertz vom Diakonischen Werk in Neuwied berichteten eindrucksvoll über die jeweiligen Schwerpunkte ihrer Arbeit mit vielen Hundert Klienten.

Die verschiedenen Möglichkeiten, Sprachförderangebote für Geflüchtete zu initiieren waren dann Gegenstand des Referats von Nils Kranke von der Kreisvolkshochschule Neuwied. Anders als bei Integrationskursen werden diese Kursangebote durch Spenden finanziert – ihr Vorteil: sie sind flexibel gestaltbar, haben keine spezifischen Zugangsvoraussetzungen und sind für jedermann offen. Die stolze Bilanz des Jahres 2023: 1.712 Unterrichtseinheiten in 33 Kursen. Das Fazit der Beiratsmitglieder: Es war eine überaus informative und interessante Sitzung mit vielen hilfreichen und nützlichen Informationen für die Beiratsarbeit. Pressemitteilung

Kreis Neuwied

Große Vielfalt und Vielzahl von Angeboten zur Beratung und Integration von Migrantinnen und Migranten stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Beirats für Migration und Integration im Landkreis Neuwied. Foto: Kerstin Schwanbeck-Stephan/Kreisverwaltung Neuwied

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