Eigenbetrieb Schul- und Gebäudemanagement des Kreises Ahrweiler
Kreis muss Millionen für Unterhalt eigener Gebäude aufwenden
Wirtschaftsplan für 2020 umfasst ein Volumen von 15,8 Millionen Euro – Steigerung um 727.000 Euro gegenüber dem Vorjahr
Ahrweiler. Mit einem ausgeglichenen Ergebnis schließt der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Schul- und Gebäudemanagement (ESG) des Kreises Ahrweiler, das erfuhr der Kreis- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Mit einem Volumen von 15,8 Millionen Euro überstieg das Zahlenwerk das Vorjahresergebnis um 727.000 Euro. Allerdings muss der Kreis 5,3 Millionen aus dem Kreisetat aufwenden, damit der Haushalt ausgeglichen ist, das sind etwa 800.000 Euro mehr als im Vorjahr. Das Gremium empfahl dem Kreistag einstimmig die Verabschiedung des Haushaltsplanes.
Die Erhöhung des Zuschussbedarfs resultiere im Wesentlichen aus Kostensteigerungen im Personalbereich von insgesamt etwa 400.000 Euro und im Bereich der Aufwendungen für die Unterhaltung und den Betrieb der Gebäude von etwa eine halbe Million Euro. Dem stehe ein deutlicher Rückgang der Zinsaufwendungen durch Umschuldung und Sondertilgung von Investitionskrediten in Höhe von 245.000 Euro gegenüber, so Werkleiter Jörg Hamacher.
Erneut seien für das kommende Jahr eine Reihe größerer Baumaßnahmen geplant. Fast eine halbe Million Euro werde allein ausgegeben für sicherheitsrelevante Maßnahmen wie Brandschutz am Kreishaus, Investitionen für die Elektrosicherheit sowie mehrere Hochwasserschutzmaßnahmen. Im Erfolgsplan enthalten seien auch die Kosten für die außerschulische Benutzung der kreiseigenen Schulgebäude und Schulanlagen durch Vereine und Institutionen. Hierfür wendete der ESG in 2018 rund 68.500 Euro auf.,
Investitionen von 5,5 Millionen Euro vorgesehen
Insgesamt sind Investitionen in Höhe von 5,5 Millionen Euro vorgesehen. Darin eingeschlossen sind 3,5 Millionen Euro für Maßnahmen im Zuge des Digital-Paktes, die zu 90 Prozent von Bund und Land gefördert werden. Die neuen baulichen Investitionsmaßnahmen setzen sich zusammen aus 220.000 Euro für die Beleuchtungssanierung am Erich-Klausener-Gymnasium Adenau, 100.000 Euro für die Sanierung des dortigen Schulhofs, 260.000 Euro für die Heizungssanierung am Rhein-Gymnasium Sinzig, 250.000 Euro für die Vergrößerung der Mensa an der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr sowie 100.000 Euro als Anlaufbetrag für die Planung einer Lagerhalle für den Katastrophenschutz und 100.000 Euro als Anlaufbetrag für anteilige Planung zum Bau eines Lehrschwimmbeckens in Adenau.
Der Vermögensplan des Eigenbetriebs Schul- und Gebäudemanagement schließt mit 11,5 Millionen Euro und damit um vier Millionen Euro niedriger als 2019 ab. Unter Berücksichtigung der gesamten Fördermitteleinnahmen müssen für die Investitionen lediglich 2,2 Millionen Euro an Krediten aufgenommen werden, freute sich Hamacher. Dieser geplanten Neukreditaufnahme stünde planmäßige Kredittilgungen sowie Tilgungen auslaufender Darlehen in Höhe von insgesamt 4,8 Millionen Euro gegenüber. Alles in allem sinkt die Schuldenbelastung damit um 2,6 Millionen Euro auf 47,6 Millionen Euro.
Beim Stellenplan gab es eine Erhöhung um drei Vollzeitstellen im Bereich IT-Systemadministration sowie um 26,5 Vollzeitstellen im Bereich „Eigenreinigung“. Zum Jahreswechsel sollen die kreiseigenen Liegenschaften nämlich wieder sukzessive in eigener Regie gereinigt werden, weil das letztlich billiger ist, als die Reinigung von externen Dienstleistern übernehmen zu lassen. JOST
