Wiederaufbau: Unterstützungsangebote für Unternehmen im Kreis
Kreisverwaltung und Kammern arbeiten Hand in Hand
Kreis Ahrweiler. Neben dem privaten und öffentlichen Bereich hat die Flutkatastrophe auch viele Betriebe im Kreis Ahrweiler hart getroffen. Auch sie können grundsätzlich Fördermittel aus dem Wiederaufbaufonds von Bund und Ländern beantragen. Um Unternehmen hierbei bestmöglich zu beraten und Unterstützungsmöglichkeiten zu bündeln, steht die Kreisverwaltung in engem Austausch mit der Industrie- und Handelskammer Koblenz, der Handwerkskammer Koblenz sowie der Kreishandwerkerschaft.
„Es hat sich gezeigt, dass bis dato die Anzahl der Förderanträge hinter der Zahl der betroffenen Betriebe zurückbleibt. Unser Ziel ist es, alle Betriebe zu erreichen, die Unterstützung benötigen. Der Kreis und die Kammern wollen daher zukünftig noch enger zusammenarbeiten, um gemeinsam an die Betriebe heranzutreten und individuelle Hilfe anzubieten. Denn unsere Unternehmen sind ein bedeutender Standortfaktor für den Kreis Ahrweiler“, erklärt Kreiswirtschaftsförderer Tino Hackenbruch beim jüngsten Austauschtreffen im Kreishaus. Und weiter: „Ich kann nur allen Betrieben, die beim Wiederaufbau nur schleppend vorankommen, empfehlen, die Hilfsangebote zu nutzen.“
Insbesondere die Qualität der bei Versicherungen oder der Investitions- und Strukturbank RLP (ISB) vorzulegenden Gutachten über das Ausmaß der festgestellten Schäden sei für viele Unternehmen eine Hürde beim Aufbau, fassen Kreis und Kammern ihre Erfahrungen zusammen. Eine Empfehlung aller Vertreterinnen und Vertreter lautet daher, einen der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen zu Rate zu ziehen, um die notwendige Qualität der Gutachten zu garantieren und die Abwicklung der Anträge zu beschleunigen.
Der Wiederaufbau sowie die Schadensregulierung über Versicherungen seien inzwischen zwar bei vielen Unternehmen angelaufen, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen treffe jedoch häufig eine Doppelbelastung. So muss neben dem betrieblichen oftmals auch der private Aufbau gestemmt werden, was viel Zeit, Kraft und Geduld koste. Die Kammern bieten Unternehmen hierbei eine individuelle Unterstützung in Form von Hotlines, Beratungstagen und weiteren Hilfestellungen im konkreten Einzelfall an.
Auch die Kreiswirtschaftsförderung unterstützt den Wiederaufbau und die Entwicklung der Unternehmen im Ahrtal mit ihren vielseitigen Beratungsangeboten zu sonstigen Fördermitteln, der Fachkräftesicherung, Azubi-Akquise und in vielen weiteren Bereichen. Darüber hinaus setzt sich das „Büro Aufbau“ des Kreises aktiv für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für flutbetroffene Betriebe ein. So konnte beispielsweise einer Verlängerung der Antragsfrist für Wiederaufbauhilfen bei der ISB auf das Jahr 2026 erreicht werden.
Folgende Stellen bieten Unternehmen Unterstützung an:
Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung Ahrweiler, Tel.: 02641 / 975-383, E-Mail: wirtschaftsfoerderung@kreis-ahrweiler.de.
Handwerkskammer Koblenz, Tel: 0261 / 398-251, E-Mail: beratung@hwk-koblenz.de, Web: www.hwk-koblenz.de/Hochwasserhilfe.
Offizielle Wiederaufbau-Börse der Handwerkskammern Koblenz und Köln, Ansprechpartner: Dennis Sisterhenn, Koordinationsstelle Ahrtal, Mobil: 0151 / 55 16 32 68, Web: www.handwerk-baut-auf.de.
Industrie- und Handelskammer Koblenz, Tel.: 0261106-502, E-Mail: fluthilfe@koblenz.ihk.de.
Verzeichnis öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger:
Web: www.svv.ihk.de.
Pressemitteilung
Kreisverwaltung Ahrweiler
Die Kreiswirtschaftsförderung, das „Büro Aufbau“ des Kreises und die Kammern trafen sich zum Austausch über den Stand des Aufbaus bei Betrieben und Unternehmen im Kreis Ahrweiler. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler
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