Politik | 14.04.2026

Nach der Skandalisierung von Tätigkeiten der Gemeindespitze sei eine sachliche und konstruktive Zusammenarbeit mit Teilen des Gemeinderats weder möglich noch zumutbar, so Kill.

Krufts Ortsbürgermeister Walter Kill legt Amt zum 30. April nieder

Krufts Ortsbürgermeister Walter Kill legt Amt zum 30. April nieder. Foto: OG Kruft

Kruft. Walter Kill hat die Niederlegung seines Amtes als Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Kruft mit Wirkung zum 30.04.2026 erklärt. Nach fast sieben Jahren in dieser Funktion zieht er eine persönliche Bilanz zwischen Aufgabenstellung und erzielten Ergebnissen sowie der inhaltlichen und zeitlichen Inanspruchnahme. Vor dem Hintergrund mehrfach erlebter Anfeindungen gegen seine Person in der Vergangenheit und aus seiner Sicht fehlender Unterstützung im Gemeinderat bei wichtigen Themen erklärt er, zur weiteren Ausübung des Amtes, das ihm die Krufterinnen und Krufter zweimal mit überzeugenden Wahlergebnissen übertragen haben, nicht mehr bereit zu sein.

Nach der in den vergangenen Wochen betriebenen Skandalisierung von Tätigkeiten der Gemeindespitze sei eine sachliche und konstruktive Zusammenarbeit zumindest mit Teilen des Gemeinderats weder möglich noch zumutbar. Sein Ausscheiden aus dem Amt stelle - so betont er ausdrücklich - kein wie auch immer geartetes „Schuldeingeständnis“ dar.

Festzuhalten sei, dass bei der Abrechnung von Aufwandsentschädigungen der Ortsbeigeordneten - auch nach externer Prüfung - kein rechtswidriges Verhalten vorliege, der Ortsgemeinde Kruft kein finanzieller Schaden entstanden sei und weder er als Ortsbürgermeister noch die Ortsbeigeordneten über die Auszahlung von Sitzungsgeldern und/oder Aufwandsentschädigungen befunden hätten. Die Zuständigkeit habe vielmehr bei der Verbandsgemeindeverwaltung Pellenz gelegen, die auch die Kassengeschäfte für die Ortsgemeinde führe und die vom Gemeindevorstand eingereichte Liste mit stattgefundenen Besprechungen selbständig geprüft und teilweise auch korrigiert habe. Erst danach seien von dort die Auszahlungen veranlasst worden.

Angesichts dieser objektiv nicht bestreitbaren, jedoch öffentlich in Teilen in herabwürdigender Weise angezweifelten Fakten habe er entschieden, seine Kraft und seine Zeit künftig besser für seine Familie und zur Wiederherstellung seiner Gesundheit einzusetzen als im Amt des Ortsbürgermeisters von Kruft.BA

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