Politik | 28.07.2023

Erwin Rüddel verurteilt Pläne der Ampel-Regierung aufs Schärfste

„Kürzung von Fördermitteln für Mehrgenerationenhäuser verhindern!“

Beim Treffen mit MHG-Koordinatorin Silke Seyler (Mitte) kritisierten Erwin Rüddel und CDU-Verantwortliche die Pläne der Ampel-Regierung zur Streichung von MGH-Bundesfördermitteln aufs Schärfste.  Foto: B. Prieß

Kreis Neuwied. „Es ist ein unverantwortliches Desaster, was die Regierungs-Ampel mit der von ihr ab 2024 geplanten Kürzung der Bundesfördermittel für Mehrgenerationenhäuser zu vertreten hätte. Dieses Vorhaben wäre komplett konträr zu Leistungen und Sinn dieser wichtigen, unverzichtbaren Einrichtungen, die sich in besonderer Weise um Menschen verdient machen, die Hilfe und Unterstützung bedürfen“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel für die insgesamt vier Mehrgenerationenhäuser seines Wahlkreises im von dem Plan ebenfalls betroffenen Mehrgenerationenhaus „Mittendrin“ in der Kreisstadt Altenkirchen.

Hintergrund für das Treffen des Parlamentariers und weiteren CDU-Vertretern war eine Mitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dass ab 2024 die Mittel für die 530 Mehrgenartionenhäuser von 40.000 Euro pro Jahr um fünf Prozent gekürzt werden.

Und dies, obwohl durch Inflation und gestiegene Energiekosten die Belastungen um ca. 20 Prozent gestiegen sind. Damit drohe der Garaus für einige dieser großartigen Projekte. Statt eines Inflationsausgleichs, gebe es nun Kürzungen für die Häuser. „Die Bundesregierung hätte nicht für eine Kürzung, sondern für eine deutliche Steigerung der Zuschüsse an die MGHs sorgen sollen und müssen“, betonte Rüddel, der mit seinem Engagement erreichen will, dass nicht nur die Kürzungen zurückgenommen werden, sondern dass die Mehrgenerationenhäuser zusätzliche Entlastungen erhalten.

„Das ist eine Streichung mit fataler Signalwirkung und wir fühlen uns als Mehrgenerationenhäuser von der Bundespolitik übersehen. Dabei sind es die Mehrgenerationenhäuser, die in den Krisen der letzten Jahre flexibel und engagiert eingesprungen sind und so für gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgten“, konstatierte MGH-Koordinatorin Silke Seyler und verwies auf die vom Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser e.V., in dem auch das MGH „Mittendrin“ involviert ist, organisierte Petition.

Die MGH-Koordinatorin stellte heraus, dass es die MGHs waren, die während der Flüchtlingskrise 2015, während der Corona Pandemie sowie in Folge des Krieges in der Ukraine schnell und bedarfsgerecht Hilfe geleistet, Menschen unterstützt, bestärkt und beheimatet haben: „Die Mehrgenerationenhäuser sind Orte gelebter Demokratie. Hier begegnen sich Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Alter und werden als Teil der Gesellschaft angenommen. In Krisenzeiten sind gerade die MGHs verlässliche Partner, die zeitnah und mit großem Engagement sowie Flexibilität eine feste Größe im Sozialraum darstellen.“

Erwin Rüddel erinnerte daran, dass das „Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus Miteinander-Füreinander“ Teil des gesamtdeutschen Fördersystems „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ ist. „Die Häuser leisten hervorragende Arbeit und sind mit ihren unterschiedlichen Konzepten immens unverzichtbar wichtig. Ich habe die hier geleistete absolut wertvolle Arbeit im Bundestag immer wieder hervorgehoben und unterstützt. Mit MGHs in Neuwied, Neustadt/Wied, Altenkirchen und Kirchen ist mein Wahlkreis derjenige, in dem sich anzahlmäßig die meisten Mehrgenerationenhäuser befinden“, so der Christdemokrat.

Gerade in einer Zeit, die von vielen Krisen geprägt sei, hätten die Mehrgenerationenhäuser einen großen Zulauf erhalten und seien längst zu festen Anlaufstellen für Menschen aller Generationen geworden. Das Herausragende an den MGHs sei, dass der Mensch in seiner Vielfalt im Mittelpunkt steht. „Wir sind Begegnungsorte für Menschen jeden Alters und jeder Kultur. Diese besondere Willkommenskultur lädt Menschen ein, zu bleiben und sich im Idealfall für die Gesellschaft zu engagieren“, betonte Silke Seyler.

Allerdings wurde zugleich angemerkt, dass die Mehrgenerationenhäuser seit Jahren unter finanziellem Druck stehen, denn für die meisten Zusatzaufgaben gebe es keine zusätzlichen Mittel. „Eine Kürzung bringt das berühmte Fass zum Überlaufen. Es gibt keine langfristig gesicherte Finanzierung des Bundes, da das aktuelle Förderprogramm 2028 endet. Andere projektbezogene Fördertöpfe bringen neue Aufgaben mit sich, oft ohne personelle Ressourcen aufstocken zu können. Sind die Mittel ausgelaufen, bleiben die Aufgaben bestehen“, dies sei Fakt. Ein „Weiter so!“ sei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht zuzumuten.

Komme die Mittelkürzung, müssten die Häuser überlegen, wo gestrichen wird. „Damit wird es Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen betreffen, die noch immer mit den Folgen der Pandemie kämpfen und durch Inflation betroffen sind – Menschen, die sich integrieren wollen, Menschen, die unter Einsamkeit leiden“, brachte es die MGH-Koordinatorin auf den Punkt.

„Die gestartete Petition ‚Für eine starke Zukunft der Mehrgenerationenhäuser – stoppt die Fördermittelkürzung!‘ begrüße und unterstütze ich ausdrücklich. Die Bedeutung dieser Häuser kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Praktiziertes menschliches Für- und Miteinander, sowie das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedarf gehörigem Respekt und größter Anerkennung“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Büro Erwin Rüddel, MdB

Beim Treffen mit MHG-Koordinatorin Silke Seyler (Mitte) kritisierten Erwin Rüddel und CDU-Verantwortliche die Pläne der Ampel-Regierung zur Streichung von MGH-Bundesfördermitteln aufs Schärfste. Foto: B. Prieß

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Rund um´s Haus
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Tag der offenen Tür
Dauerauftrag 2026
Ostergrußanzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
20

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2262

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Titel
Schulze Klima -Image
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anlagenmechaniker
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige