Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Lärm, Raser, Gefahr auf und an der B9... was tun?
Remagener Grüne laden zu einem Aktionsvormittag am Sonntag, 5. Juni ein
Remagen. Mit zum Teil 100 Stundenkilometern und mehr rasen nachts Lkw-Züge über die B 9 durch Remagen. Erlaubt sind 50 km, zudem gilt ein Nachfahrverbot für Lkw. Nichts passiert. Die Stadt ist nicht zuständig, der Landesverkehrsbetrieb ist untätig. Viele Remagener haben schon einmal einen Lkw oder auch Pkw fast auf der Stoßstange gehabt, wenn sie sich selbst an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten haben. 24-Stunden-Messungen haben ergeben: Über zwei Drittel aller Fahrzeuge auf der B 9 fahren zu schnell. Über 10 Prozent hätten einen Punkt plus 70 Euro Strafe riskiert. 343 Fahrzeuginhaber hätten innerhalb eines einzigen Tages ihren Führerschein verloren. Spitzengeschwindigkeit war 141 km/h. Rote Ampeln in Rolandswerth, Rolandseck, Oberwinter oder Remagen? Viele Fahrer fühlen sich nur gestört und treten nicht einmal auf die Bremse. Und viele „linkrheinische“ Anwohner der B 9 haben schon selbst erlebt: Von der Bergstraße auf die B 9, gar in Richtung Bonn, abbiegen ist oft kaum möglich und erfordert viel Mut. Immer wieder gibt es Rückstaus und Fast-Unfälle. Und wer als Fußgänger die B 9 am Remagener P+R Platz überqueren möchte, setzt sich akuter Gefahr aus. Der Landesverkehrsbetrieb empfiehlt: zehn Minuten zur Unterführung oder zur Fußgängerbrücke gehen. Für Sonntag, 5. Juni von 11 bis 13 Uhr laden die Remagener Grünen alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger in die „Casa Antonio Lopez“ gegenüber der Remagener Apollinariskirche an. Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen möchte gemeinsam mit den Gästen überlegen, was getan werden kann gegen die Raserei und das Überfahren roter Ampeln, gegen die nächtlichen (illegalen !) und täglichen Schwerlasttransporter, gegen den Straßenlärm, und wie man zukünftig aus der Bergstraße in Remagen gefahrlos auf die B 9 einbiegen könnte.
Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen im Rat
der Stadt Remagen
