Politik | 01.09.2022

Dr. Tanja Machalet MdB im Gespräch mit dem Kreisvorstand des DEHOGA Westerwald

Lage der Gastronomie im Westerwald bedenklich

(v.l.) Gülcan Rückert, Dr. Tanja Machalet, Patrik Rückert (Hotel Rückert, Nistertal) und Udo Hrachowetz (Hubertusklause Bad Marienberg).  Foto: privat

Wirges.„Ich sehe schwarz für die Gastronomie im Westerwald“, eröffnete die Vorsitzende des Kreisverbandes Westerwald des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Gülcan Rückert das Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Tanja Machalet. Nach zweieinhalb Jahren Corona mit Lockdowns und Einschränkungen seien die finanziellen Reserven der Familienbetriebe in der Hotel- und Gastronomiebranche in der Region weitgehend aufgebraucht. Gülcan Rückert verwies darauf, dass viele Betriebe wie auch ihr eigener trotz der Situation die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehalten hätten, auch wenn die Einnahmen weitgehend ausgeblieben sind. Auch die zugesagten Überbrückungsgelder seien noch längst nicht alle geflossen.

„Jetzt treffen uns die extrem hohen Energiepreise ins Mark“, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende des DEHOGA Westerwald Udo Hrachowetz. Er appellierte an die Politik, die kleinen Familienbetriebe in Hotel und Gastronomie nicht zu vergessen, wenn über weitere Entlastungsmaßnahmen für den Herbst nachgedacht werde.

Dr. Tanja Machalet zeigte Verständnis für die Situation. „Die Familienbetriebe in der Gastronomie sind nicht nur wichtig als Arbeitgeber. Sie prägen auch das Bild des Westerwaldes als Tourismus- und Erholungsregion.“ Daher benötigten sie Unterstützung, um erhalten zu bleiben.

Ein weiteres großes Problem ist die Gewinnung von qualifiziertem Personal. „Alle wollen gut essen und in sauberer und gepflegter Umgebung übernachten“, weiß Tanja Machalet. Aber immer weniger seien bereit, in der Branche zu arbeiten, wegen der Arbeitszeiten am Abend und am Wochenende und der Bezahlung. Gülcan Rückert verwies darauf, dass die DEHOGA-Betriebe sich verpflichtet haben, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geregelte Arbeitszeiten anzubieten. Auch der Einstieg in den Beruf werde erleichtert. „Auch Seiteneinsteiger bekommen bei uns eine Chance“, so Rückert. Tanja Machalet bedankte sich bei Gülcan Rückert und Udo Hrachowetz für das offene Gespräch: „Ich bin heute hier um zuzuhören.“ Die Beratungen in der Koalition in Berlin und im Bundestag über weitere Entlastungen würden gerade erst beginnen. „Am Ende müssen wir Lösungen finden, die vielen helfen – den Menschen und denjenigen, die ihnen Arbeit und Auskommen geben.“

Pressemitteilung

Dr. Tanja Machalet

(v.l.) Gülcan Rückert, Dr. Tanja Machalet, Patrik Rückert (Hotel Rückert, Nistertal) und Udo Hrachowetz (Hubertusklause Bad Marienberg). Foto: privat

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