Politik | 02.09.2015

FDP-Fraktion Rhein-Sieg zur Verbreitung der Herkulesstaude an der Sieg

"Land Nordrhein-Westfalen versagt bei der Bekämpfung"

FDP kritisiert fehlende Nachhaltigkeit und sieht Verantwortung bei Bezirksregierung

Herkulesstaude am Ufer der Sieg in Eitorf-Merten. privat

Siegburg. Das Land Nordrhein-Westfalen versagt nach Ansicht der FDP-Fraktion Rhein-Sieg bei der Bekämpfung der Herkulesstaude an den Flüssen des Kreisgebiets. Klaus-Peter Smielick, umweltpolitischer Sprecher der Freidemokraten, hat im Kreis-Umweltausschuss deutliche Kritik daran geübt, dass die gefährliche Pflanze mittlerweile mit bis zu vier Meter hohen Stauden an den Ufern der Sieg wuchert. Durch Untätigkeit sorge das Land dafür, dass sich die Herkulesstaude auf landeseigenen Flächen entlang der Flüsse ungehindert vermehren könne. „Die Bezirksregierung Köln kennt als zuständige Landesbehörde die gesundheitlichen Gefahren, die von dieser Pflanze ausgehen. Während viele ehrenamtliche Helfer in Windeck, Eitorf und Hennef in der Zeit von Mai bis August die Pflanzen bekämpft haben, unterbrachen die Bezirksregierung und die ihr untergeordnete Landschaftsbehörde des Rhein-Sieg-Kreises die seit 2009 erfolgreich begonnene Bekämpfung“, kritisiert Klaus-Peter Smielick.

Vergeblich habe der zuständige Ausschuss mit seinen Beschlüssen in 2014 und 2015 an die Bezirksregierung appelliert, die Bekämpfung fortzusetzen. Die Untere Landschaftsbehörde habe zuletzt am 10. Juni die Bezirksregierung über den einstimmigen Beschluss des Kreis-Umweltausschusses informiert, erinnert Klaus-Peter Smielick: „Bis zum Tag der Umweltausschusssitzung am 25. August hat die Bezirksregierung es nicht für nötig befunden, auf das Schreiben zu antworten. Eine erfolgreiche Bekämpfung hätte bereits in der Zeit von Mai bis Mitte August erfolgen müssen. Eine nachhaltige Bekämpfung sieht anders aus.“

Ehrenamtliches Engagement bei der Bekämpfung der Herkulesstaude werde wieder zunichte gemacht, indem die Behörde komplett abtauche, so Klaus-Peter Smielick weiter: „Ich finde es bedauerlich, dass durch dieses Verhalten der Bezirksregierung die Mühen der Privatinitiativen und Vereine unterlaufen werden. Mit jeder nicht bekämpften Herkulesstaude sind in den letzten Wochen 10.000 bis 40.000 Samen zur Aussaat gekommen. Die Verantwortung dafür liegt einzig und allein bei der Bezirksregierung. Der Kreis hat mehrfach auf Initiative der FDP vor dieser Entwicklung gewarnt. Unsere Appelle stoßen in Köln und Düsseldorf aber offenbar leider auf taube Ohren. Die Folgen müssen die ehrenamtlichen Helfer und all diejenigen tragen, die sich bei der Berührung der gefährlichen Pflanze verletzen.“ Pressemitteilung

FDP-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg

Herkulesstaude am Ufer der Sieg in Eitorf-Merten. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
10 Jahre NoWi
Titelanzeige
125 jähriges Jubiläum Moses - Aktionsanzeige
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Mai 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0284#
Brunnenfest Bad Breisig
Brunnenfest Bad Breisig
Brunnenfest Bad Breisig
Empfohlene Artikel
Volt-Kandidierenden in rechtsrheinischen Wahlkreisen (v.l.): A. Wehle, A. Stahn, J. Greffenius und G. Clooth-Hoffmeister, es fehlt Caro Lutz (Wahlkreis 27 für Rheinbach III & Euskirchen III)
74

Am 26. April haben unsere Mitglieder entschieden, wer für Volt im RheinSieg-Kreis bei der Landtagswahl 2027 antritt. Mit starken Kandidierenden gehen wir ins Rennen, um NRW zukunftsfähig, europäisch und nachhaltig zu gestalten. In Rheinbach wurde Caroline Lutz als Direktkandidatin für den Wahlkreis 27 (Rhein-Sieg-Kreis III – Euskirchen III) gewählt. In Hennef bestimmten die Mitglieder aus den rechtsrheinischen Städten und Gemeinden: Astrid Stahn (WK 25), Dr.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Einsatz in der Innenstadt von Sinzig. Foto: privat
143

Hohes Polizeiaufkommen nach Banküberfall in Sinzig:

„Es war fast wie nach der Flut“

Sinzig. Am heutigen Freitag sorgt der Banküberfall mit anschließender Geiselnahme in der Innenstadt bundesweit für Schlagzeilen – und versetzt die Stadt in große Unruhe. Aufgrund des umfangreichen Polizeieinsatzes war nicht nur die Verkehrslage angespannt. Vor allem die unmittelbaren Nachbarn der betroffenen Volksbank-Filiale bekamen die Auswirkungen der Tat unmittelbar zu spüren.

Weiterlesen

Imageanzeige
Image Anzeige
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
10 Jahre NoWi
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Berufskraftfahrer gesucht
Anzeige Show Alive
Jubiläum
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Stellenanzeige
Stellenanzeige
Azubispots Bad Neuenahr-Ahrweiler
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0284#
Haus und Gartenparadies
Kirmes in Kripp
Brunnenfest Bad Breisig
Brunnenfest