Sinkende Schülerzahlen – Kreis organisiert Fahrten nach Andernach und Bendorf
Land hebt Anne-Frank-Schule auf: Schließung zum 31. Juli
Kreis MYK. Die Anne-Frank-Schule in Kettig wird am 31. Juli geschlossen. Das hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes dem Landkreis Mayen-Koblenz als Träger der Schule schriftlich mitgeteilt.
Der Kreistag hatte vor fast genau einem Jahr einstimmig die - formal notwendige - Zustimmung erteilt, dass das Land die Anne-Frank-Schule Kettig mit dem Förderschwerpunkt Lernen zum Schuljahr 2016/2017 aufhebt. Gemäß dem Kreistagsbeschluss und dessen verfügte die ADD nun auch, dass die Schüler an der Elisabeth-Schule Andernach mit dem Förderschwerpunkt Lernen und an der Theodor-Heuss-Schule Bendorf mit dem Förderschwerpunkt Lernen aufgenommen werden. Das bisherige Einzugsgebiet der Anne-Frank-Schule wird aufgeteilt: Schüler aus den Bereichen der Verbandsgemeinde Pellenz, der Gemeinden Kettig und Bassenheim sowie der Stadt Weißenthurm werden in Andernach beschult. Schüler aus den Bereichen Mülheim-Kärlich, Urmitz, Kaltenengers und St. Sebastian werden künftig in Bendorf zur Schule gehen. Grund für die Schließung sind die ständig sinkenden Schülerzahlen: Waren es einst 100 Schüler an der Anne-Frank-Schule, so sind es im laufenden Schuljahr nur noch 34.
Für die Fahrt der Kinder nach Andernach und nach Bendorf hat der Landkreis Sorge getragen: So wird nicht der reguläre ÖPNV genutzt: Der Kreis richtet eigens einen soge-nannten „freigestellten Schülerverkehr“ ein, damit die Kinder an festgelegten Punkten auf einer abgestimmten Route abgeholt werden können.
Landrat Dr. Alexander Saftig begrüßt, dass das Land mit der Aufhebung Klarheit geschaffen hat: „Mit den ebenfalls sehr gut ausgestatteten Förderschulen in Andernach und Bendorf haben wir die notwendige Infrastruktur für die 34 Kinder aus Kettig und die Fahrtwege gestalten wir durch den freigestellten Schülerverkehr verträglich. Wir werden nun schauen, was wir nach der schulischen Nutzung mit den Gebäuden machen“, erklärt der Landrat. „Hierbei wollen wir auch die Interessen der Ortsgemeinde Kettig berücksichtigen.“
Pressemitteilung der
Kreisverwaltung MYK