Christian Baldauf (CDU):„Präventionsmaßnahmen gegen den Wolf Kosten Zeit und damit Geld!“
Landesregierung darf Landwirte und Weidetierhalter nicht im Stich lassen
Kreis Neuwied. Wölfe breiten sich in Rheinland-Pfalz aus. Bisher wurden in 13 Fällen Wölfe im Land nachgewiesen, die wahrscheinlich auf sechs bis neun einzelne Wolfsindividuen zurückzuführen sind. Die Weidetierhalter sind alarmiert und ergreifen Schutzmaßnahmen für ihre Herden. Ein erheblicher Mehraufwand, der viel zusätzliche Arbeitszeit kostet.
CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth, der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Horst Gies sowie Fraktionsvorsitzender Christian Baldauf sprachen in Neuwied zusammen mit Landrat Achim Hallerbach, Oberbürgermeister Jan Einig und den kommunalen Mandatsträgern Markus Blank sowie Pascal Badziong mit Werner Neumann.
Aktuelle Wolfsituation
Der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Landesverbandes der Schaf- und Ziegentierhalter und Züchter informierte auf seinem Hof im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis über die aktuelle Situation im Umgang mit dem Wolf. Neumann forderte dabei mehr Unterstützung von der Landesregierung: „Der Aufwand zur Errichtung der Präventionsmaßnahmen ist zu groß und macht die Weidetierhaltung zu teuer.“
Grundsätzlich erfolgt die Ausweisung eines Präventionsgebietes nur, wenn sich ein Wolf in einer Region etabliert hat. Hinweise darauf haben sich verdichtet, denn innerhalb dieses Jahres haben zwei Individuen den Bereich des Präventionsgebietes „Westerwald“, das die Landkreise Altenkirchen, Westerwald und Neuwied sowie die Stadt Koblenz umfasst, nachweislich durchstreift.
Umweltministerium folgt Argumenten
„Ich bin froh, dass das Umweltministerium unseren Argumenten gefolgt ist. Gemeinsam mit den Weidetierhaltern, Jägern und Landwirten habe ich bereits seit Langem gefordert, dass der Westerwald zum Präventionsgebiet erklärt wird“, betont der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach, der sich seit vielen Monaten intensiv für die Ausweisung des Präventionsgebietes engagierte.
Er ergänzt: „Die Beobachtungen von Wölfen und deren Risse in den vergangenen Wochen stellten meines Erachtens genug Beweismaterial dar, dass der Wolf in unserer Region sesshaft ist. Nur durch entsprechende Schutzmaßnahmen und eine tolerante Haltung gegenüber dem Wolf ist auf Dauer ein vernünftiges Miteinander möglich. Ich halte es für dringend geboten und logisch, dass den Tierhaltern nun geholfen wird, ihre Tiere zu schützen. Wir alle sind auf ihr Engagement angewiesen. Die Rückkehr des Wolfes wird unsere Kulturlandschaft an Rhein, Wied und Westerwald gravierend verändern, wenn wir keine ausreichenden Schutzmaßnahmen treffen und zum Beispiel auf Weidetierhaltung verzichtet werden müsste. Ich sage hier den Landwirten und Tierhaltern auch weiterhin meine volle Unterstützung zu.“
Ausweisung ist der erste Schritt
Der CDU-Fraktionsvorsitzende im rheinland-pfälzischen Landtag, Christian Baldauf, erklärt in Neuwied: „Mit der Ausweisung des Wolf-Präventionsgebietes ‚Westerwald‘ ist der erste Schritt gemacht, aber der Mehraufwand und die damit verbundenen Kosten für höhere Zäune und der ständige Auf- und Abbau der Zaunanlagen kann nicht zulasten der Weidetierhalter gehen.“
Pressemitteilung der CDU
Stadtratsfraktion Neuwied
