Politik | 07.04.2025

Landrat Hallerbach: „Investitionen entsprechen Anforderungen an heutige Förderung von Kindern in unseren Kindertagesstätten“

Landkreis gewährt Millionenzuschüsse für den Kita-Ausbau

Die dunklen Wolken sind rein meteorologisch, denn auch für die selbstständigen Natur-Kindertagesstätte Casa Natura in Rheinbrohl sind Zuschüsse angerichtet. Insgesamt setzt der Landkreis Förderungen in Millionenhöhe für den Kita-Ausbau im Kreis frei. Mit Landrat Achim Hallerbach und Referatsleiterin Kerstin Neckel (rechts) freuen sich darüber unter anderem Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud, Bettina Sauer von der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Bad Hönningen und der Museumsleiter der benachbarten RömerWelt Frank Wiesenberg.  Foto: Thomas Herschbach

Kreis Neuwied. Eine erfreuliche familienpolitische Nachricht kann Landrat Achim Hallerbach Kindern und Eltern an Rhein, Wied und Westerwald noch vor dem Osterfest überbringen: „Zahlreiche Kindertagesstätten im Landkreis Neuwied werden erweitert. Allein in den Jahren 2023 und 2024 haben die Kita-Träger für insgesamt 19 Baumaßnahmen Förderanträge beim Landkreis Neuwied eingereicht. Die geplanten Gesamtkosten für diese Maßnahmen liegen bei insgesamt rund 23 Millionen Euro“, nennt Achim Hallerbach die grundlegenden Zahlen.

Die in Aussicht gestellten Zuschüsse des Landkreises Neuwied betragen knapp 7,5 Millionen Euro, während sich das Land Rheinland-Pfalz mit weiteren rund 4,2 Millionen Euro an den Baukosten beteiligt. Die übrigen Kosten tragen die Kommunen vor Ort.

„Ein großes Manko bei der Landesförderung ist jedoch die sehr kurze Fertigstellungsfrist bis zum 31.Dezember 2025 für alle Maßnahmen, die nach dem dortigen sogenannten Sonderprogramm bewilligt wurden“, beschreibt Landrat Achim Hallerbach die Situation. Sollte die Fertigstellung der zwölf Maßnahmen, deren Förderung aus diesem Programm erfolgte, nicht bis Ende des Jahres möglich sein, so droht den Kommunen der Ausfall der Landesförderung. Immerhin geht es dabei um einen Zuschuss von fast drei Millionen Euro.

„Durch die geplanten Maßnahmen werden nicht nur zusätzliche Plätze geschaffen. Vielmehr werden die Einrichtungen zukunftssicher aufgestellt und es entstehen Räumlichkeiten, die den Anforderungen an die heutige Förderung der Kinder in den Kindertagesstätten gerecht werden“, umreißt Landrat Achim Hallerbach die positiven Folgen der perspektivischen Investitionen auch vor dem Hintergrund gewandelter Gegebenheiten.

„Tatsächlich haben sich die Rahmenbedingungen im Bereich der Kitas in den vergangenen Jahren deutlich verändert. So besteht für alle Kinder seit dem 1. Juli 2021 ein Anspruch auf einen Kita-Platz mit einer mindestens siebenstündigen Betreuungszeit inklusive. Mittagessen. Vielfach liegen die tatsächlichen Betreuungszeiten der Kinder sogar bei bis zu neun Stunden täglich, fünf Tage pro Woche.

Um diesen Veränderungen gerecht zu werden und den Anspruch der Kinder auf Erziehung, Bildung und Betreuung in den Einrichtungen zu erfüllen, ist auch die Anpassung der räumlichen Gegebenheiten erforderlich“, klärt die Referatsleiterin Kindertagesstätten der Kreisverwaltung Neuwied, Kerstin Neckel, auf.

Diesem Umstand soll mit den geplanten Baumaßnahmen Rechnung getragen werden. An den zuwendungsfähigen Kosten für notwendige Baumaßnahmen beteiligt sich der Landkreis Neuwied mit einer Förderquote in Höhe von 40 Prozent. Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis Neuwied für neun der im Jahr 2024 vorgelegten Maßnahmen kürzlich offiziell die Förderzusagen in Höhe von insgesamt 4,295 Millionen Euro erteilt. Im Einzelnen kommen die Investitionen unter anderem der Errichtung von zwei waldpädagogischen Angeboten zugute.

Dabei handelt es sich zum einen um die feste Installation einer Waldgruppe als Außenstandort der Kommunalen Kita Auenwiese in Raubach mit rund 7.000 Euro sowie zum anderem um die selbstständige Natur-Kindertagesstätte Casa Natura in Rheinbrohl in Trägerschaft des Kindergartenzweckverbandes Rheinbrohl, Bad-Hönningen, Hammerstein, der rund 5.000 Euro zu Gute kommen.

Darüber hinaus dienen die Zuschüsse dem jeweiligen Platzausbau in Windhagen, Waldbreitbach und Kalenborn. In Windhagen wird die Kita Wiesenwichtel um 25 Plätze erweitert und erhält hierfür einen Zuschuss über 613.500 Euro, während die katholische Kita in Waldbreitbach im Rahmen eines Ersatzbaus neu errichtet- und mit rund 1,75 Millionen Euro bezuschusst wird.

Die Erweiterung in Kalenborn umfasst neben der Schaffung von fünf weiteren Plätzen insbesondere auch die Errichtung eines Küchen-, Mensa- und zusätzlichen Ruhebereichs sowie dringend benötigte Personalräume. Der Landkreis Neuwied beteiligt sich hier mit 1,17 Millionen Euro.

Des Weiteren werden in Dierdorf, Dierdorf-Wienau und Melsbach Küchen- und Speisebereiche zur Umsetzung des Rechtsanspruchs eingerichtet. Die Förderung des Landkreises Neuwied liegt in der vorgenannten Reihenfolge bei 137.000 Euro, 180.600 Euro und rund 183.000 Euro. Schließlich wird die Kita St. Katharinen, die derzeit ein Platzangebot für 170 Kinder vorhält, um einen Ruhe-, Rückzugs- und Schlafbereich erweitert, der mit rund 245.000 Euro bezuschusst wird.

Landrat Achim Hallerbach dankt den Gemeinden für die Umsetzung der Projekte und die Investition in einen bedarfsgerechten, zukunftsorientierten Ausbau der Kindertagesstätten.

„Mir ist bewusst, welch ein finanzieller Kraftakt die Sicherstellung eines bedarfsgerechten Betreuungsangebots in den Kindertagesstätten für die Gemeinden ist. Den Kommunen danke ich, dass sie im Sinne der Kinder und Familien handeln und freue mich, dass wir diese Investitionen in die Zukunft unserer Kinder auch von Seiten des Landkreises finanziell unterstützen können“. fasst Landrat Achim Hallerbach zusammen.

Die dunklen Wolken sind rein meteorologisch, denn auch für die selbstständigen Natur-Kindertagesstätte Casa Natura in Rheinbrohl sind Zuschüsse angerichtet. Insgesamt setzt der Landkreis Förderungen in Millionenhöhe für den Kita-Ausbau im Kreis frei. Mit Landrat Achim Hallerbach und Referatsleiterin Kerstin Neckel (rechts) freuen sich darüber unter anderem Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud, Bettina Sauer von der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Bad Hönningen und der Museumsleiter der benachbarten RömerWelt Frank Wiesenberg. Foto: Thomas Herschbach

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