Kreisverwaltung Neuwied chartert Helferbusse ins Katastrophengebiet

Landrat Achim Hallerbach appelliert: „Lasst uns alle gemeinsam zusammenarbeiten“

Freiwillige können von Freitag bis Sonntag mit Shuttlebussen von Neuwied nach Ahrweiler fahren

Landrat Achim Hallerbach appelliert: „Lasst uns alle gemeinsam zusammenarbeiten“

Freiwillige Helfer auch so ins Krisengebiet zu bringen, dass sie wirklich vor Ort helfen können, ist weiterhin schwierig. Shuttlebusse, organisiert von der Kreisverwaltung, fahren von Freitag bis Sonntag. Foto: Kreisverwaltung Neuwied

21.07.2021 - 15:55

Kreis Neuwied/Ahrweiler. Die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten im zerstörten Ahrtal laufen auf Hochtouren. Seit der Katastrophe sind allein aus dem Kreis Neuwied permanent zwischen 200 und 300 Feuerwehrleute im Krisengebiet im Einsatz. Hinzu kommen die Mitglieder anderer Rettungsorganisationen wie DRK, MHD, DLRG und THW. Aber auch Landwirte und Unternehmer haben sich mit ihren teils schweren Gerätschaften auf den Weg ins Katastrophengebiet gemacht und arbeiten dort bis zur Erschöpfungsgrenze. Nach wie vor wird angesichts der unvorstellbaren Zerstörungen aber auch jede weitere helfende Hand gebraucht. „Es geht nur gemeinsam. Wir müssen angesichts des Ausmaßes dieser Katastrophe alle zusammenarbeiten. Eine Gruppe oder Organisation kann das nicht alleine schaffen“, appelliert Landrat Achim Hallerbach.


Langsam aber sicher funktionieren die Kommunikation und Koordination im Krisengebiet immer besser. So kann die Neuwieder Kreisverwaltung jetzt Shuttlebusse organisieren, die die weiter dringend benötigten Helfer in das Krisengebiet fahren, ohne dass sie mit ihren Autos die Wege für andere Rettungskräfte und schweres Gerät blockieren. Am Freitag und am Sonntag werden so Shuttlebusse vom Neuwieder Bahnhof aus nach Ahrweiler fahren und vor Ort von Mitarbeitern des Neuwieder Krisenstabs ins Einsatzgebiet geleitet. Am Samstag gibt es ab Neuwied das gleiche Angebot, allerdings federführend organisiert von der Firma „Becker Classics“. Anders als zunächst kommuniziert, werden diese Busse an der Kirmeswiese starten und nicht am Porta-Parkplatz.

Um einen Überblick zu behalten, bittet die Kreisverwaltung, dass sich Helfer für diese kostenlosen Busse vorher verbindlich anmelden. Wer am Freitag oder Sonntag mitfahren möchte, meldet sich bitte unbedingt per Email an unter helferbus@kreis-neuwied.de. Wer am Samstag mitfahren möchte, wendet sich an die Firma Becker Classics unter der telefonischen Hotline 02631/358000.

Freitag & Sonntag: Die Busse der Firma Zickenhainer fahren um 9 Uhr am Neuwieder Bahnhof ab. Die Rückfahrt ist gegen 17 Uhr vorgesehen. Die Kreisverwaltung bittet alle Helfer, im Bus Masken zu tragen. Vor allem für die Rückfahrt werden Masken zur Verfügung stehen.

Helfer sollen Gummistiefel und Handschuhe mitbringen und zudem für ihren Eigenbedarf an Wasser und Essen sorgen, auch wenn Versorgungsstellen innerhalb der Ortschaften durch Helfer gut versorgt. Falls vorhanden, ist es auch sinnvoll, Besen, Abzieher, Schaufeln und Eimer mitzunehmen.

Anmeldungen unter: helferbus@kreis-neuwied.de. Bitte halten Sie Ihr Email-Postfach anschließend im Blick: Es gibt nicht unbegrenzt Platz, sodass wir nicht für alle eine Mitfahrgelegenheit garantieren können und ggf. am Vorabend noch per Email absagen müssen. Denn nach wie vor ist das Kardinalproblem, die Helfer vor Ort dann auch so zuzuteilen, dass sie wirklich helfen können.

Samstag: Die Firma „Becker Classics“ will ab 7 Uhr Busse Richtung Ahrweiler auf den Weg bringen. Treffpunkt wird der Neuwieder Kirmesplatz sein (und nicht, wie anfangs kommuniziert, der Porta-Parkplatz). Anmeldungen unter Tel. 02631/358000.

Pressemitteilung Kreisverwaltung Neuwied

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liku:
Hat man grade nicht andere Probleme , um sich darüber zu streiten, ob Werbung ist oder nicht...? Ich geh nun mal wieder vor Ort helfen.Schönen Gruß...
Monika d.:
Gert Kamphausen, wenn das zurzeit ihre größte Problem ist, dann müssen Sie sich glücklich schätzen. Außerdem was Werbung angeht da haben sie was total durcheinander gebracht....
Gabriele Friedrich:
Herr Kamphausen, die Erwähnung des THW ist keine Werbung sondern ein Lob und eine Anerkennung für die Leistung. Ohne diese Organisation wäre die Lage noch schlechter, als sie schon ist und das THW ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft und ebenso für Einsätze im Ausland. Die allergrößte Hochachtung...
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