Politik | 21.07.2021

Kreisverwaltung Neuwied chartert Helferbusse ins Katastrophengebiet

Landrat Achim Hallerbach appelliert: „Lasst uns alle gemeinsam zusammenarbeiten“

Freiwillige können von Freitag bis Sonntag mit Shuttlebussen von Neuwied nach Ahrweiler fahren

Freiwillige Helfer auch so ins Krisengebiet zu bringen, dass sie wirklich vor Ort helfen können, ist weiterhin schwierig. Shuttlebusse, organisiert von der Kreisverwaltung, fahren von Freitag bis Sonntag. Foto: Kreisverwaltung Neuwied

Kreis Neuwied/Ahrweiler. Die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten im zerstörten Ahrtal laufen auf Hochtouren. Seit der Katastrophe sind allein aus dem Kreis Neuwied permanent zwischen 200 und 300 Feuerwehrleute im Krisengebiet im Einsatz. Hinzu kommen die Mitglieder anderer Rettungsorganisationen wie DRK, MHD, DLRG und THW. Aber auch Landwirte und Unternehmer haben sich mit ihren teils schweren Gerätschaften auf den Weg ins Katastrophengebiet gemacht und arbeiten dort bis zur Erschöpfungsgrenze. Nach wie vor wird angesichts der unvorstellbaren Zerstörungen aber auch jede weitere helfende Hand gebraucht. „Es geht nur gemeinsam. Wir müssen angesichts des Ausmaßes dieser Katastrophe alle zusammenarbeiten. Eine Gruppe oder Organisation kann das nicht alleine schaffen“, appelliert Landrat Achim Hallerbach.

Langsam aber sicher funktionieren die Kommunikation und Koordination im Krisengebiet immer besser. So kann die Neuwieder Kreisverwaltung jetzt Shuttlebusse organisieren, die die weiter dringend benötigten Helfer in das Krisengebiet fahren, ohne dass sie mit ihren Autos die Wege für andere Rettungskräfte und schweres Gerät blockieren. Am Freitag und am Sonntag werden so Shuttlebusse vom Neuwieder Bahnhof aus nach Ahrweiler fahren und vor Ort von Mitarbeitern des Neuwieder Krisenstabs ins Einsatzgebiet geleitet. Am Samstag gibt es ab Neuwied das gleiche Angebot, allerdings federführend organisiert von der Firma „Becker Classics“. Anders als zunächst kommuniziert, werden diese Busse an der Kirmeswiese starten und nicht am Porta-Parkplatz.

Um einen Überblick zu behalten, bittet die Kreisverwaltung, dass sich Helfer für diese kostenlosen Busse vorher verbindlich anmelden. Wer am Freitag oder Sonntag mitfahren möchte, meldet sich bitte unbedingt per Email an unter helferbus@kreis-neuwied.de. Wer am Samstag mitfahren möchte, wendet sich an die Firma Becker Classics unter der telefonischen Hotline 02631/358000.

Freitag & Sonntag: Die Busse der Firma Zickenhainer fahren um 9 Uhr am Neuwieder Bahnhof ab. Die Rückfahrt ist gegen 17 Uhr vorgesehen. Die Kreisverwaltung bittet alle Helfer, im Bus Masken zu tragen. Vor allem für die Rückfahrt werden Masken zur Verfügung stehen.

Helfer sollen Gummistiefel und Handschuhe mitbringen und zudem für ihren Eigenbedarf an Wasser und Essen sorgen, auch wenn Versorgungsstellen innerhalb der Ortschaften durch Helfer gut versorgt. Falls vorhanden, ist es auch sinnvoll, Besen, Abzieher, Schaufeln und Eimer mitzunehmen.

Anmeldungen unter: helferbus@kreis-neuwied.de. Bitte halten Sie Ihr Email-Postfach anschließend im Blick: Es gibt nicht unbegrenzt Platz, sodass wir nicht für alle eine Mitfahrgelegenheit garantieren können und ggf. am Vorabend noch per Email absagen müssen. Denn nach wie vor ist das Kardinalproblem, die Helfer vor Ort dann auch so zuzuteilen, dass sie wirklich helfen können.

Samstag: Die Firma „Becker Classics“ will ab 7 Uhr Busse Richtung Ahrweiler auf den Weg bringen. Treffpunkt wird der Neuwieder Kirmesplatz sein (und nicht, wie anfangs kommuniziert, der Porta-Parkplatz). Anmeldungen unter Tel. 02631/358000.

Pressemitteilung Kreisverwaltung Neuwied

Freiwillige Helfer auch so ins Krisengebiet zu bringen, dass sie wirklich vor Ort helfen können, ist weiterhin schwierig. Shuttlebusse, organisiert von der Kreisverwaltung, fahren von Freitag bis Sonntag. Foto: Kreisverwaltung Neuwied

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Monatliche Anzeige
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Kreishandwerkerschaft
Koblenz blüht
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anlagenmechaniker
Kreishandwerkerschaft
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
17

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2242

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
131

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Schulze Klima -Image
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Innovatives rund um Andernach
Angebotsanzeige (April)
Anzeige KW 14
Titelanzeige
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige