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Kreis vergab Hygienesiegel für Pflegeeinrichtungen 2019

Landrat Hallerbach fordert mehr Pflegekräfte und bessere Rahmenbedingungen

01.02.2019 - 09:29

Hoher Fehlbedarf an Pflegekräften und schlechte Rahmenbedingungen für Pflegekräfte stellen Pflegeeinrichtungen vor immer größere Herausforderungen. Damit die Hygienestandards (Stichwort MRE – multiresistente Erreger) künftig darunter nicht leiden, hat sich der Kreis Neuwied zum Ziel gemacht, neben den Krankenhäusern auch Pflegeeinrichtungen regelmäßig zu schulen und auszuzeichnen und dadurch in ihrem Qualitätsmanagement zu unterstützen. Im Rahmen des regionübergreifenden Netzwerks „mre-netz regio rhein-ahr“ fand die Zertifizierung von 16 Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet mit dem Hygienesiegel 2019 statt.

Zu Gast war Prof. Manfred Exner, Leiter des Hygieneinstituts des Universitätsklinikums Bonn, der mit seiner profunden Sach- und Fachkunde die Teilnehmer in seinen Bann gezogen hat. Der Dank von Landrat Achim Hallerbach galt Daniela Zahn, Koordinatorin im mre-netz regio rhein-ahr, und der Fachkrankenschwester für Infektionsschutz, Bärbel Jungbluth aus dem Neuwieder Gesundheitsamt: Beide hatten die Pflegeeinrichtungen sehr gut vorbereitet. „Um eine Weiterverbreitung von multiresistenten Erregern zu verhindern, Heimbewohner und Personal vor ungewünschten Besiedelungen oder gar Infektionen zu schützen sowie um unnötige Antibiotikagaben zu vermeiden, ist eine umfassende Beratung aller Beteiligten erforderlich“, hob Landrat Hallerbach hervor.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der große Fehlbedarf an Pflegekräften angesprochen, damit Hygiene auch in einem erforderlichen Rahmen überhaupt umgesetzt werden kann. Hallerbach sprach eine klare Forderung an den Bundesgesundheitsminister aus: „Wir brauchen deutlich mehr Pflegekräfte und erheblich bessere Rahmenbedingungen, ansonsten laufen unsere Einrichtungen in den nächsten Jahren in ein Chaos. Der Landkreis Neuwied ist zur Untermauerung dieser Forderungen Mitglied im mre-netz regio rhein-ahr. Von dort erhalten wir eine hervorragende Unterstützung und Betreuung für alle Qualifizierungsverfahren.“

Das Netzwerk wird über Mittel seitens der beteiligten Kommunen finanziert und beinhaltet die Beschäftigung zweier gemeinsamer ärztlicher MRE-Koordinatoren sowie die Nutzung der wissenschaftlichen Infrastruktur und Expertise des Universitätsklinikums Bonn bzw. des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit beim Aufbau einer Netzwerkstruktur. Mitglieder sind neben dem Universitätsklinikum Bonn der Rhein-Sieg-Kreis, der Oberbergische Kreis, der Rhein-Erft-Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis, die Bundesstadt Bonn, die Stadt Köln, die Stadt Leverkusen sowie aus Rheinland-Pfalz der Kreis Ahrweiler und der Landkreis Neuwied.

Die gesiegelten Alten- und Pflegeeinrichtungen im Kreis Neuwied sind:

Seniorenzentrum St. Suitbertus, Rheinbrohl

Seniorenzentrum St. Elisabeth, Bad Hönningen

Marienhausklinikum Haus St. Antonius, Waldbreitbach

Altenzentrum Ev. Marktkirchengemeinde, Neuwied

Rheinwaldheim Evangelische Altenhilfe gGmbH, Rheinbrohl

Josef Ecker Stift, Neuwied

Margaretha-Flesch-Haus, Hausen

St. Josefshaus, Hausen

AWO Haus der Generationen Seniorenzentrum, Neuwied

Heinrich-Haus Seniorenzentrum GmbH, Neuwied-Engers

Seniorenresidenz Weinbrenner Am Rosenberg GmbH, Hardert

Altenheim Christinenstift, Unkel

Senioren-Residenz Sankt Antonius, Linz

Alten- und Pflegeheim Haus Josef, Hümmerich

GSD Seniorenheim Oberbieber GmbH, Neuwied-Oberbieber

Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus, Neustadt/Wied

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Kommentare
Gasuwe:
Wenn das ein deutscher Täter gewesenen wäre hätte man das als erstens erwähnt.

Ja zum Klimaschutz

Uwe Klasen:
Da nur die Hälfte des jährlich emittierten CO² in der Atmosphäre verbleibt, beträgt der gesamte deutsche Anteil 0,04 % an den globalen CO²-Emissionen. Im Übrigen ist 2018, nach 2017 und 2016, das dritte Jahr in Folge mit Abkühlung (!) (lt. NASA-Daten), trotz Weltweit steigenden CO²-Emissionen!
Uwe Klasen:
Die Steuerlast nimmt kontinuierlich zu, laut Daten der OECD nimmt Deutschland, zumindest, bei Steuern und Abgaben eine Spitzenposition ein. --- Dazu ein Satz aus dem politischen Testament von „Friedrich der Große“ (1712 – 1768): „Also ist es recht und billig, daß jeder Privatmann zu den Staatskosten beiträgt, aber er soll nicht sein halbes Einkommen mit dem Herrscher teilen.“
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