Politik | 13.03.2020

Coronavirusverbreitung hält die beteiligten Organisationen in Atem

Landrat ruft zu vernünftigem sozialen und solidarischem Umgang miteinander auf

In regelmäßig stattfindenden Sitzungen des internen Krisenstabs der Kreisverwaltungbringen sich die jeweils betroffenen Fachbereiche auf den aktuellen Stand der Coronavirusverbreitung.

„In regelmäßig stattfindenden Sitzungen des internen Krisenstabs der Kreisverwaltung bringen sich die jeweils betroffenen Fachbereiche auf den aktuellen Stand der Coronavirusverbreitung. Zum Kreis der im Stab mitwirkenden gehören u.a. Vertreter des Gesundheitsamts, die Dezernatsleiter, Vertreter des Katastrophenschutzes, Pressestelle, Zentralabteilung, IT-Abteilung und je nach Bedarf auch andere Akteure. So gab es im Laufe der Woche auch bereits eine Sitzung unter Beteiligung der Verbandsgemeinden und der Stadt Neuwied. In der kommenden Wochen trifft sich der Stab darüber hinaus auch wieder mit Vertretern aus den Kliniken, der Hilfs- und Rettungsorganisationen und der Ärzteschaft“, skizziert der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach die gegenwärtige Situation. Alle Maßnahmen müssen laut Mitteilung der Kreisverwaltung dann nach der jeweiligen Situation definiert und angeordnet werden. Wichtig sei, dass jeder Bürger nach wie vor eigenverantwortlich hygienische Grundsätze beachtet und die entsprechenden Empfehlungen berücksichtigt.

Die aktuelle Entwicklung hat die Beteiligten nunmehr dazu veranlasst, die Einrichtung von so genannten Fieberambulanzen zu prüfen. Dies war bislang nach einem einvernehmlichen Beschluss der Runde mit den medizinisch Aktiven nicht vorgesehen. Für die kommende Woche sind hier konkrete Schritte geplant. Unterstützung erhalten die Neuwieder hier auch vom rheinland-pfälzischen Landkreistag, der dies auch von der Landesregierung fordert. Die beim Gesundheitsamt Neuwied eingerichtete Hotline (Tel.: 02631-803-888) ist derzeit Montag bis Donnerstag von 8-16 Uhr, freitags bis 12 Uhr und am Wochenende von 10-16 Uhr erreichbar. Landrat Achim Hallerbach richtete in diesem Zusammenhang den ausdrücklichen Appell an alle, sich rücksichtvoll – insbesondere den medizinischen Anlaufstellen gegenüber – zu verhalten: „Wir werden sicher in den kommenden Wochen großen Herausforderungen gegenüber stehen, die uns allen ein hohes Maß an sozialem Umgang miteinander abverlangen. Und da muss einfach jeder seinen ihm möglichen Beitrag leisten. Besonders bitte ich um Verständnis, dafür, dass nicht immer jedem nach seinen Individualvorstellungen unmittelbar geholfen werden kann.“ Vor allem beklagt der Landrat den teils überaus ruppigen Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Telefonhotline des Gesundheitsamtes. Dies gehe, so der Landrat zum Teil derart „unter die Gürtellinie“ und es komme häufig zu ungerechtfertigten Beschimpfungen und Beleidigungen, welche für die Leute am Telefon unzumutbar seien.

Außerdem weist die Kreisverwaltung Neuwied darauf hin, dass durch die Entscheidung der rheinland-pfälzischen Landesregierung, ab Montag, 16. März landesweit alle Schulen und Kindertagesstätten schließen zu lassen, auch eine außerschulische Nutzung der kreiseigenen Gebäude beispielsweise durch Sportvereine und Volkshochschule nicht stattfinden kann. Vorrangiges Ziel ist es nun, die medizinischen Versorgungseinrichtungen (Krankenhäuser) in einem stabilen Betrieb aufrecht zu erhalten.

Die aktuellen Risikogebiete und viele weitere Informationen können jederzeit auf der Internetseite des Robert Koch Institutes unter der Adresse: www.rki.de oder unter www.infektionsschutz.de abgerufen werden.

In regelmäßig stattfindenden Sitzungen des internen Krisenstabs der Kreisverwaltung bringen sich die jeweils betroffenen Fachbereiche auf den aktuellen Stand der Coronavirusverbreitung.

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