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Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Mayen-Koblenz

Landrat würdigt den Dienst für die Allgemeinheit in der Freizeit

26.11.2018 - 15:00

Kreis Mayen-Koblenz/Mayen. Wie in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens haben sich auch die Feuerwehren zu Interessenverbänden zusammengeschlossen, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Ziele zu formulieren und diese an die entscheidenden Stellen zu kommunizieren. Der dazu gebildete Deutsche Feuerwehrverband gliedert sich in Landesverbände sowie Kreis- oder Stadtverbindungen. Der regional zuständige Kreisfeuerwehrverband Mayen-Koblenz hatte am vergangenen Sonntag im Hausener Bürgerhaus seine Jahreshauptversammlung, die hier schon traditionell gemeinsam mit der Vertreterversammlung der Sterbekasse durchgeführt wird, nicht zuletzt um, die personellen Ressourcen der ehrenamtlich Tätigen zu schonen. Deren Wertschätzung durch die Öffentlichkeit ist in den letzten Jahren nach Wahrnehmung des neuen Vorsitzenden Jens Nikolai leider spürbar zurückgegangen, was sich inzwischen auch mehrfach in teilweise spektakulären Behinderungen von Einsatzkräften, die Menschenleben retten wollen, ausdrückt.

In ihrer gemeinsamen Begrüßung konnten Jens Nikolai für den Kreisverband und Ferd Faber für die Sterbekasse gut 150 vielfach hochrangige Feuerwehrkameradinnen und -kameraden begrüßen sowie zahlreiche Bürgermeister aus den angeschlossenen und benachbarten Städten und Verbandsgemeinden. Neben dem Bundestagsabgeordneten Josef Oster (CDU) aus Koblenz zollten die Landtagsabgeordneten Marc Ruland (SPD) und Dr. Adolf Weiland (CDU) durch persönliche Anwesenheit ihre Achtung für die Feuerwehr. Weil eine gute Zusammenarbeit untereinander wichtig ist für die Arbeit im Landesverband, zeigten auch Abordnungen der benachbarten Feuerwehrverbände ihre Verbundenheit.

Für eine so wichtige Zusammenkunft von Feuerwehrleuten hatte sich auch Landrat Dr. Saftig viel Zeit genommen, der allgemein bekannt ist für seine Sympathien mit diesem wichtigen Ehrenamt und sich auch diesmal wieder beeindruckt zeigte, „dass so viele Kameradinnen und Kameraden ihre Freizeit opfern und sich mit einer guten Sache in den Dienst der Allgemeinheit stellen“. Mit einem besonderen Gruß bedankten sich Jens Nikolai und Ferd Faber bei den Kameradinnen und Kameraden des Löschzuges Hausen, die die Organisation, den Auf- und Abbau sowie die Bewirtung übernommen hatten. Musikalisch begleitet wurde die Versammlung durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Mayen. Nach der Begrüßung wurde die Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes zunächst schon wieder unterbrochen, um die jährliche Vertreterversammlung der Sterbekasse durchzuführen.


Sterbekasse – mehr als 90-jährige helfende Zeit


Die am 4. Januar 1928 gegründete Sterbekasse ist ein kleiner Versicherungsverein hinsichtlich der staatlichen Versicherungsaufsicht und kann bei einigen Höhen und Tiefen inzwischen auf eine mehr als 90-jährige helfende Zeit verweisen. Die Kasse wird auch die Niedrigzinsphase erfolgreich überstehen, versicherte Geschäftsführer Heinz Engels. Er erstattete den Geschäfts- und Kassenbericht der Kasse und nannte darin gleich anfangs die Sterbefälle des Berichtszeitraumes, wozu sich die Gäste im Bürgerhaus von ihren Plätzen erhoben und der Musikzug jedem Namen einen kleinen Trommelwirbel widmete. Durch Zu- und Abgänge, die weitgehend den Vorjahren entsprachen, war der Kassenbestand grundsätzlich nahezu gleich geblieben und die Kassenprüfer sahen keinen Ansatz von Unregelmäßigkeiten. Leider konnten der Rücklage nur geringe Zinsen zugeführt werden. Damit war nach der Entlastung des Vorstandes der Weg frei zu den Wahlen der drei Revisoren des Folgejahres, für die Wiederwahl vorgeschlagen und einstimmig bestätigt wurde.


Grußworte der Ehrengäste


Im weiteren Verlauf der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes folgten Grußworte von Ehrengästen. Landrat Dr. Saftig blickte darin neben den üblichen kleineren Beschaffungen auf den Erwerb von Fahrzeugen in Höhe von mehr als 1,5 Mio. Euro zurück, von denen einige im Eingangsbereich des Bürgerhauses zur Besichtigung ausgestellt waren. Das PTLF 4000 für Bendorf kostete beispielsweise 362 Tsd. Euro und die zwei Rüstwagen für Mendig und Bassenheim zusammen knapp 900 Tsd. Euro. Der Rüstwagen für Mendig wurde erst am 30. Oktober und das Fahrzeug für Bassenheim am 20. November von Kameraden der beiden Wehren aus Rankweil in Österreich abgeholt. Großes Gelächter erntete der Landrat, als er verriet, dass dabei auch eine besondere Brennerei entdeckt worden ist.


Aufregerthema Feuerschutzsteuer


Vizepräsident Bernd Naunheim vom Landesfeuerwehrverband sprach das ständige Aufregerthema Feuerschutzsteuer an und die unterjährigen Gespräche darüber mit allen politischen Parteien. Das Aufkommen dieser in Rheinland-Pfalz zweckgebundenen Steuer in Höhe von rund 16 Mio. Euro wird seit 2012 nicht mehr ausschließlich für Zuschüsse für den kommunalen Brandschutz verwendet wie die beispielsweise die Beschaffung von Fahrzeugen oder den Bau von Feuerwehrhäusern. Angedacht war zunächst, die Einzelprojektförderung lediglich für zwei Jahre und in Höhe von jährlich 3 Mio. Euro auszusetzen, um damit einen Beitrag der verfassungsrechtlichen Sparvorgaben zu erfüllen. Immerhin sollte das so ersparte Finanzvolumen für andere Zwecke des Landes im Brand- und Katastrophenschutz verwendet werden wie beispielsweise die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule. Die Regelung ist aktuell immer noch in Kraft zum Unmut aller Feuerwehrangehörigen und soll teilweise auch weit über den ursprünglich genannten Betrag von 3 Mio. Euro hinaus gegangen sein. Abschließend bescheinigte der stv. Kreisfeuerwehrinspekteur Andreas Faber in seinem Grußwort dem neuen Vorsitzenden Jens Nikolai, seine Aufgabe aus Sicht der Führungskräfte sehr gut zu erfüllen.


Bambinis zur Jugendfeuerwehr


Bei den Berichten der Fachgebietsleiter kritisierte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Christoph Buttner eingetretene Probleme im steuerlichen Bereich. Kreisjugendfeuerwehrwart Horst Klee berichtete, dass in den 40 Jugendwehren zum Jahresende 2017 insgesamt 495 Jugendliche betreut wurden, davon 115 weibliche. Die Zahl stieg bis zum 1. November 2018 auf 511 Jugendliche. Leider ging die Zahl der weiblichen Mitglieder dabei auf 106 zurück. 50 Jugendliche wechselten 2018 in die aktive Wehr. Derzeit sind die Bambiniwehren im Landkreis Mayen-Koblenz noch dem Kreisfeuerwehrverband angegliedert. Kamerad Klee berichtete von einer Initiative des Vorstandes der Jugendfeuerwehren, die Bambiniwehren in seinen Aufgabenbereich zu übernehmen und kündigte ein Gesprächsersuchen an den Kreisfeuerwehrverband an.

Die Tagesordnungspunkte Ehrungen und Anträge waren nur vorsorglich vorgesehen und so konnte Versammlungsleiter und Vorsitzender Jens Nikolai die Anwesenden nach gut eineinhalb Stunden zweier einmütiger Versammlungen und mit einem „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ in eine besinnliche Adventszeit entlassen. Dies jedoch nicht, ohne die Aufmerksamkeit erneut auf die neuen Fahrzeuge im Eingangsbereich des Tagungsortes zu lenken und das Gespräch mit den betreuenden Kameraden. WE

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27.11.2018 13:08 Uhr
Uwe Klasen

Zitat: „dass so viele Kameradinnen und Kameraden ihre Freizeit opfern und sich mit einer guten Sache in den Dienst der Allgemeinheit stellen“ ---- Die Politik sollte dies Engagement noch bedeutend mehr Unterstützen und fördern, indem pro 10 Jahre aktivem Dienst ein Entgeltpunkt bei der Rente (sogenannte Rentenpunkte) den Menschen angerechnet wird!



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Kommentare
Uwe Klasen:
Dazu passend ein Bericht in der "Jüdischen Rundschau": Wieder auf gepackten Koffern - Wegen des zunehmenden Antisemitismus fürchten junge Juden um ihre Zukunft in Deutschland. [Link v. d. Redaktion entfernt]
juergen mueller:
Ob Konrad-Adenauer-Ufer oder Kornpfortstraße - alles ist - und noch mehr - sanierungsbedürftig.Sich immer wieder als Kümmerer darzustellen und auf seinen Spaziergängen Probleme, die wir zuhauf in Koblenz haben, aufzuzählen, sollte man mit offenen Karten spielen, was heisst, wer soll das bezahlen. Es hapert überall, dazu brauchen wir keine Spaziergänger, die anscheinend nichts anderes u tun haben, Defizite aufzudecken, die lange bekannt sind u.nur darauf bedacht sind,sich immer wieder selbst in den Fokus zu setzen, was keine löst.Wer Forderungen stellt u. selbst im Stadtrat sitzt (oder dahin will, gell Herr Blank) sollte sich bei seinen Forderungen erst einmal Gedanken darüber machen, wie das bezahlt werden soll. Diese immerwährende Selbstdarstellung ist scheinheilig und täuscht über den wahren Hintergrund hinweg.
juergen mueller:
Das ist ja in der Politik nichts neues u. gehört einfach zu der Mentalität eines jeden Politikers, Dinge für sich in Anspruch zu nehmen, auch wenn sie nicht auf dem eigenen Mist gewachsen sind u.sich wohldurchdacht in den Vordergrund zu stellen. Das gehört neben Reden ohne wirklichen Inhalt einfach zum Handwerkszeug. Jeder Politiker sollte ein Präsent mit auf seinen Weg bekommen - ein LABER-Glas.Wenn ihm keiner zuhört: Deckel öffnen,reinlabern,Deckel schließen.Wenn keiner mit ihm spricht: Deckel öffnen,sein altes Gelaber anhören.Und das Ding mit den hygienischen Argumenten ist wirklich zweitrangig u.vorgeschoben.Da gibt es Beispiele,bei denen das Wort "Schwein" schon eine Beleidigung dieser Tiergattung darstellt.Und was die Grundwerte betrifft,so dürften gerade diejenigen,die sich damit gerne idendifizieren,erst einmal in Klausur gehen um zu verinnerlichen,was sie selbst damit verbindet.Denn Detailkenntnisse gehören ja nicht unbedingt zu einem Muss eines jeden Politikers.
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