Politik | 08.12.2015

55. Plenarsitzung des Interregionalen Parlamentarierrates in Namur (Belgien)

Landtagspräsident Mertes beim Interregionalen Parlamentarierrat

Entwicklungszusammenarbeit und Bahnverkehr in Großregion

Landtagspräsident Mertes während der Plenarsitzung des Interregionalen Parlamentarierrates.privat

Namur/Belgien. Landtagspräsident Joachim Mertes und Parlamentarier aller Fraktionen nahmen im Parlament der Wallonie in Namur (Belgien) an der 55. Plenarsitzung des Interregionalen Parlamentarierrates (IPR) teil. Dem internationalen Parlamentarierrat (IPR) gehören Vertreter(innen) aus Rheinland-Pfalz, Saarland, dem Großherzogtum Luxemburg, der Wallonie, der Federation Wallonie-Bruxelles sowie der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens an. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die interregionale und internationale Entwicklungszusammenarbeit, der Bahnverkehr in der Großregion, der nachhaltige Weinbau oder auch das Thema Sozialdumping. Es ging auch um die Vorstellung der Ergebnisse des Gipfels der Großregion durch den Gipfelpräsidenten René Collin. Über das Europäische Jahr für Entwicklung 2015 hinaus gelte es, in der Großregion auf die Entwicklungszusammenarbeit aufmerksam zu machen. Der Rat stellte fest, dass nur so die interregionale und internationale Entwicklungszusammenarbeit vertieft werden könne. Es gehe auch darum, die Menschen besser zu informieren, wie Hilfsgelder eingesetzt werden und zu welchem Zweck. Konkretisiert wurden auch, vorhandene Strukturen, Initiativen und Aktivitäten in der Großregion im Bereich der Partnerschaften und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit auszubauen.

Rheinland-Pfälzische Initiativen

Dieter Klöckner, MdL, europapolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und seit 15 Jahren Mitglied des IPR, informierte das Plenum über die Rheinland-Pfälzischen Initiativen zum Europäischen Jahr der Entwicklung. Dabei verwies er auch auf die Verbindung des Landes mit Ruanda, die seit 1982 besteht und in der über 200 Schulen, Kommunen, Vereine und Pfarreien eine „Graswurzelpartnerschaft“ pflegen. Der Verein „Inshuti“ von Haus Wasserburg und die Katholische Jugend Trier ( KSJ Trier) unterhält eine Partnerschaft mit der Pfarrgemeinde Matimba. Beim Thema Bahnverkehr in der Großregion ging es um ein attraktives Schienenschnellverbindungsnetz. In der Region leben 11,2 Millionen Menschen. Sie befindet sich im Zentrum des für das Zusammenwachsen Europas wichtigen europäischen Schienennetzes. Der Interregionale Parlamentarier-Rat nimmt wahr, dass die beteiligten Unternehmen im Bahnverkehr ihre Angebote ausdünnen. Entsprechend ging es darum, die Verantwortlichen aufzufordern, hier entgegenzusteuern. Im kommenden Jahr feiert der Interregionale Parlamentarierrat sein 30-jähriges Bestehen. Er wurde am 17. Februar 1986 vom Rheinland-Pfälzischen sowie saarländischen Landtag, der Abgeordnetenkammer des Großherzogtums Luxemburg, dem Regionalrat Lothringens und einem Provinzialrat gegründet, der später durch den Regionalrat der Wallonie abgelöst wurde. Rund 200.000 Berufspendler passieren in dieser Region täglich die Grenzen. Der IPR kümmert sich beispielsweise um Fragen, die wirtschaftlich, sozial und kulturell bedeutsam sind, und fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Regionen. Für die Bearbeitung der konkreten Themen wurden ständige Ausschüsse eingesetzt. Es gibt sie zu den Bereichen Wirtschaft, Soziale Angelegenheiten, Verkehr/Kommunikation, Umwelt/Landwirtschaft sowie Bildung/Ausbildung/Forschung/Kultur.

Pressemitteilung

Bürgerbüro

Dieter Klöckner, MdL

Plenarsitzung des Interregionalen Parlamentarierrates in Namur

Plenarsitzung des Interregionalen Parlamentarierrates in Namur

Landtagspräsident Mertes während der Plenarsitzung des Interregionalen Parlamentarierrates.Fotos: privat

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