Frühjahrsempfang CDU Bendorf
Lanze für das Ehrenamt gebrochen
Flüchtlingssituation im Kreis war Thema
Bendorf. Am letzten Sonntag hatte der Bendorfer CDU-Stadtverband wieder zu seinem traditionellen Frühjahrsempfang in das Berghotel Rheinblick hoch über der Stadt eingeladen. CDU-Stadtverbandsvorsitzende Bernhard Wiemer konnte dort über 100 Gäste begrüßen, darunter Landrat Dr. Alexander Saftig, den Landtagsabgeordneter Josef Dötsch, Stadtbürgermeister Michael Kessler, zahlreiche Politiker aus den Nachbargemeinden, Vertreter der Stadtratsfraktionen sowie Repräsentanten von Wirtschaft, Gruppen, Vereinen und nicht zuletzt das Fürstenpaar zu Sayn-Wittgenstein-Sayn.
Der Vorsitzende führte in seiner Begrüßungsrede unter anderem aus: „Die Schicksale fremder Menschen beschäftigen uns. Die Macht der Bilder, die über unsere Bildschirme flimmern lässt uns nicht unberührt. Als verantwortungsbewusste Bürger muss sich unser Blick auf die Welt jenseits unserer Stadtmauern richten ohne dabei die lokalen und regionalen Herausforderungen aus den Augen zu verlieren,“ und spielte damit auf die aktuellen Ereignisse rund um die Flüchtlingspolitik an.
Landrat Dr. Alexander Saftig ging auf die aktuelle Asylantensituation ein und informierte die Anwesenden, dass der Landkreis im letzten Jahr insgesamt 1766 Flüchtlinge aufgenommen hat. Dr. Saftig: „Dies ist geschehen mit einer kaum zu überbietenden Ruhe und weil die kommunale Familie zusammenhält und wir so viele Helfer und Ehrenamtler haben die all das gemeinsam mit uns gestalten, was der öffentliche Bereich nicht könnte. Das sind zwei Elemente, die für unsere Region sprechen und stehen.“
Weiter hob der Landrat hervor, dass der Landkreis jetzt zum dritten Mal einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen könne, nicht unerheblichen Anteil hieran habe die zurzeit herrschende Niedrigzinsphase aber: „auch die gute wirtschaftliche Lage hilft uns beim Ausgleich des Haushalts und der Rückzahlung von Schulden,“ so Dr. Saftig weiter. Sein Dank galt hierfür vor allem den mittelständischen Unternehmen im Landkreis, die mehr als dreiviertel der Arbeitsplätze in der Region zur Verfügung stellen.
Bürgermeister Michael Kessler brach in seiner anschließenden Rede zunächst eine Lanze für das Ehrenamt in der Stadt. „Ich sehe viele Gesichter hier von Menschen die im Ehrenamt tätig sind, sich in ihrer Freizeit für die Allgemeinheit engagieren und nicht danach fragen, welchen Profit sie persönlich daraus erzielen können.“ Dann ließ er in einem kurzen Rückblick die positive Arbeit für die Stadt in seiner knapp einjährigen Amtszeit Revue passieren. Unter anderem wurden als Übergangslösung bis zu einem Kita-Neubau zwei neue Gruppen im ehemaligen Pfarrhaus in Mülhofen eingerichtet sowie die Planung einer vollständigen Sanierung der Bodelschwingh-Grundschule, die qualitative Sicherstellung der Wasserversorgung und die Ausweitung der Gewerbeflächen in der Langfuhr auf den Weg gebracht. „Auch der Herausforderung der Unterbringung und Betreuung immer neuer zu uns kommender Flüchtlinge haben wir uns gestellt“ so Kessler weiter.
Der sich im Wahlkampfmodus befindliche Hauptredner des Frühjahrsempfangs Josef Dötsch (MdL) bedankte sich für die vielfältige Unterstützung seiner Kandidatur im Landkreis. Er wies unter anderem darauf hin, dass die Koalition im Land seit ihrem Amtsantritt 1991 weitere 27,5 Milliarden EURO Schulden auf jetzt insgesamt 38,7 Milliarden EURO angehäuft hat und auch der neue Haushalt wieder 300 Millionen EURO Schulden vorsieht, während im Landkreis Mayen-Koblenz Schulden abgebaut werden. Zum Abschluss seiner Rede resümierte er: „Ich bin fest davon überzeugt, Julia Klöckner wird eine großartige Ministerpräsidentin unseres Landes werden.“
Der Stadtverbandsvorsitzende Bernhard Wiemer bedankte sich bei den Rednern für ihre Beiträge und wünschte ihnen für ihre politische Zukunft alles Gute. Alle Anwesenden lud er noch zum Verweilen ein und somit konnten die Gäste neben Gesprächen in entspannter Atmosphäre und neuen Bekanntschaften auch interessante Hintergrundinformationen von dem Tag mitnehmen.