CDU steht zu ländlichem Raum und Grundschulerhalt
Lebensraum für junge Familien attraktiv halten
Mehrere Hundert Rückmeldungen eingegangen - Vorschläge können noch eingereicht werden
Kreis Cochem-Zell. Im Mittelpunkt der Ortsvorsitzendenkonferenz der CDU Cochem-Zell stand ein intensiver Meinungsaustausch zur Thematik „Ländlicher Raum“. Kreisvorsitzende Anke Beilstein gab einen Überblick über den Stand der Vorbereitungen zum Kongress „Eifel, Mosel, Rhein und Hunsrück – wir gestalten gemeinsam unsere Heimat“ am 9. Juni um 17 Uhr in der Schwarze Katz-Halle Zell. In einer breit angelegten Fragebogenaktion sind im Vorfeld alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Ideen und Vorschläge für die Zukunftsgestaltung einzubringen. Zwischenzeitlich sind schon mehrere Hundert Rückmeldungen eingegangen. „Das belegt, dass die Menschen ein Interesse daran haben, sich einzubringen und aktiv mitzugestalten“, stellte Anke Beilstein fest. Auch jetzt können noch Vorschläge unter http://www.peter-bleser.de/kongress eingereicht werden. Peter Bleser erläuterte den vorgesehenen Ablauf des Kongresses, auf welchem auch Bundesminister Christian Schmitt eine Rede halten wird. In drei Foren, geleitet durch die Landräte Manfred Schnur, Dr. Marlon Bröhr und Gregor Eibes, werden jeweils vier renommierte Experten kurze Impulsreferate halten. Thematisiert werden unter anderem „Erneuerbare Energien“, „Ärzteversorgung und Pflege“ sowie „Dorfgestaltung“. Nach kurzen Impulsen durch die Referenten erhalten die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, ihre Vorstellungen und Wünsche vorzutragen und zu diskutieren. Alle Ideen werden im Anschluss zusammengefasst und in der großen Abschlussrunde vorgestellt. „Ziel des Kongresses ist es, konkrete, auch aus Bundesmitteln förderbare Projekte zu entwickeln und damit die drei zum Wahlkreis gehörenden Landkreise Cochem-Zell, Rhein-Hunsrück und Bernkastel-Wittlich zu Leuchttürmen des ländlichen Raumes zu machen“, so Peter Bleser. Der Kongress ist ein Anfang, im nächsten Jahr wird eine Fortsetzung stattfinden. Darüber hinaus werden die Ergebnisse auch in die Regierungsarbeit in Berlin einfließen. Dort leitet Peter Bleser einen Staatssekretärsausschuss aus sechs Bundesministerien zur Entwicklung der ländlichen Räume. Im Gesamtkontext der Debatte wurde auch über das Ansinnen der Landesregierung diskutiert, kleine Grundschulen dahingehend zu überprüfen, ob sie geschlossen werden sollten. Kreisvorsitzende Anke Beilstein sieht hierin einen Angriff auf den ländlichen Raum. „Alle meine bisherigen Gespräche mit den fünf betroffenen Schulen im Landkreis, ihren Elternvertretern, Schulleitern, den Ortsbürgermeistern und Schulträgern sowie im gesamten Land Rheinland-Pfalz haben die klare Erkenntnis gebracht, dass es in kleinen Grundschulen keine pädagogischen Nachteile gibt - im Gegenteil. Gerade die kleinen Schulen können viel intensiver auf die Kinder eingehen.“ Die Rückmeldungen von weiterführenden Schulen zu den Kindern aus kleinen Grundschulen seien überdurchschnittlich häufig positiv, da gerade diese Kinder Rücksichtnahme, die Fähigkeit zu Stillarbeit und insgesamt konsequenteres Einhalten von Regeln zeigten. Von daher stehe sie zu hundert Prozent und aus Überzeugung hinter den betroffenen Grundschulen. Aus dem Kreis der Ortsvorsitzenden bewertete man das Vorgehen der Landesregierung zudem als weiteren Versuch, Kosten vom Land auf die Kommunen abzuwälzen. Sie nehme dabei bewusst die Zerstörung von Infrastruktur als Kollateralschaden in Kauf. Man wolle die Kosten für Lehrkräfte einsparen und habe keinen Blick für die Anstrengungen der Ortsgemeinden, ihren Lebensraum auch für die Ansiedlung junger Familien attraktiv zu halten. Die Ortsvorsitzenden unterstützten mit ihrer Unterschrift die Online-Petition der Elterninitiative und werben auch in der noch verbleibenden Zeit für Unterschriften. Jede Bürgerin und jeder Bürger können hier helfen. Link zur Petition: www.openpetition.de/petition/online/rettet-unsere-zwergenschulen-kleine-grundschulen-muessen-bleiben.
Pressemitteilung des CDU
Kreisverbandes Cochem-Zell
