Politik | 03.07.2019

Familienwanderung mit dem CDU-Ortsverband Heimerzheim

Lehrreicher Ausflug in den Kottenforst und zum Gut Capellen

Förster informierten über naturnahe Waldbewirtschaftung

Im Kottenforst ließen sich die Folgen der Extremwetterlagen vergangener Jahre am Zustand einiger Bäume ablesen. Foto: privat

Heimerzheim. Es war tatsächlich eine Familienwanderung. Jung und Alt hatten sich am Parkplatz „Am dicken Stein“ eingefunden, um unter der fachkundigen Leitung von Forstdirektor Uwe Schölmerich und Förster David Braun an einer Führung durch den Kottenforst teilzunehmen. Schon nach wenigen Metern wurde die Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf eine alte Buche gelenkt, die den Wassermangel des vergangenen Jahres nicht verkraftet hat. Leider wird dieser alte Baum gefällt werden müssen, weil er durch den Totholzabwurf in unmittelbarer Nähe des Waldwegs eine Gefahr für die Waldbesucher darstellt.

Am nächsten Halt, einer großen überschaubaren aufgeforsteten Fläche, gab Förster David Braun Hinweise, welche Baumarten zurzeit hauptsächlich zur Aufforstung genutzt werden. Dies sind Eiche, Hainbuche und Winterlinde. Forstdirektor Uwe Schölmerich erläuterte die Möglichkeiten des Maschineneinsatzes bei der Aufforstung. Natürlich müssten die jungen Bäume geschützt werden. Eine Schutzmaßnahme wird in der ausreichenden Bejagung des Wildes gesehen; dazu wurde ein Hochsitz gebaut. Des weiteren sei es notwendig, die Begleitvegetation wie Birke und Kiefer durch aufwändige Handarbeit einzugrenzen, damit aus den Setzlingen in 200 Jahren prächtige Bäume entstehen können; eine Investition für kommende Generationen. Dabei werde das Ziel nicht aus den Augen verloren, eine gute Mischung von Baumarten für den Wald zu erreichen und durch naturnahe Waldbewirtschaftung eine zunehmende Artenvielfalt zu schaffen. Grundsätzlich sollten Kahlflächen vermieden werden. Leider entstünden diese durch Stürme und Trockenperioden und führten zu der bekannten Borkenkäferplage, so Forstdirektor Schölmerich. Fragen nach Umzäunung von aufgeforsteten Flächen, Verbleib des Totholzes im Wald, viele Fragen an die Forstleute, die zufriedenstellend beantwortet wurden.

Am Ziel auf Gut Capellen hatte Hausherr Antonius Freiherr von Boeselager Tische und Bänke aufstellen lassen. Bei Kaffee und Kuchen bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit, weitere Gespräche mit den Forstbeamten zu führen. Boeselager brachte den Wanderern die Historie des Gutes Capellen anschaulich näher. Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Günter Tappeser Forstdirektor Uwe Schölmerich und Förster David Braun für die informative Führung durch den Kottenforst. Für müde Wanderer wurde vom Gut Capellen aus ein Rücktransport organisiert.

Die nächste Veranstaltung wird der Besuch der Rettungswache in Heimerzheim am 14. September sein. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Der Aufruf zu dieser Veranstaltung aus der Reihe „Mit uns unterwegs“ wird zeitgerecht veröffentlicht werden.

Pressemitteilung des

CDU-Ortsverbands Heimerzheim

Im Kottenforst ließen sich die Folgen der Extremwetterlagen vergangener Jahre am Zustand einiger Bäume ablesen. Foto: privat

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