Politik | 22.07.2020

Leserbrief zum Fall Michael Mang

Letzte Chance für Neuwieder Sozialdemokraten

Die gewählten Bürgervertreter aller Parlamente haben den Auftrag, Schaden vom Volk abzuwenden und Gesetz und Recht auszuüben gegenüber Jedermann /-frau.

Das ist die Grundlage für die Arbeit zum Wohle der Bürgergemeinschaft. Dies gilt somit auch für den Neuwieder Stadtrat. Das heißt konkret: in der Causa Mang einen sechsstelligen Eurobetrag vom Neuwieder Steuerzahler abzuwenden (über 400.000 Euro für den „Nicht“-Rücktritt von Bürgermeister Mang!)

Alles in allem (GSG-Geschäftsführer Boberg, Gutachter- und Anwaltskosten ergäben insgesamt rd. eine Million). Bürgermeister Michael Mang ist im Bereich des Sozialdezernats bisher immer glaubhaft, kompetent und engagiert auf den vielfältigen Gebieten (Obdachlose, Flüchtlinge, Integration, u.s.w.) in Neuwied tätig gewesen. Dies kann ich als Mitglied des Sozialausschusses eindeutig bestätigen.

Darüber hinaus hat er bestimmt auch große Verdienste für seine Partei, die SPD, erworben. Dies sollten seine Parteifreunde in der Gesamtbeurteilung berücksichtigen. Nun hat er allerdings einen nicht zu akzeptierenden und nicht zu verzeihenden Fehler begangen, indem er die AfD kontaktierte. Das geht überhaupt nicht.

Die Sozialdemokraten haben es immer verstanden, personal-Versorgungspolitik zu betreiben. Sigurd Remy, ehemaliger MdL, sollte sich mit Sven Lefkowitz für eine schnelle und menschliche Lösung stark machen, damit Herrn Mangs Zukunft perspektivisch gesichert ist. Somit würden auch die beiden Ziele erreicht: Michael Mang tritt zurück und die Stadt ist von über 400.000 Euro entlastet. Sozial denken und handeln sind zwei Seiten einer Medaille. Dies wäre eine Möglichkeit, für Michael Mang eine begehbare und eine gesichtswahrende Brücke zu bauen.

Die Frist läuft letztlich am 20. August endgültig ab.

Werner Hammes, Neuwied

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Kommentare
23.07.202008:49 Uhr
K. Schmidt

"Die gewählten Bürgervertreter aller Parlamente haben den Auftrag...Gesetz und Recht auszuüben gegenüber Jedermann /-frau" - nur mit demokratisch legitimierten Vertretern einer gewissen Partei dürfen sie nicht reden. Denn sonst sind sie einer "personal-Versorgungspolitik" zuzuführen. Oh mein Gott.
Wie sinnbefreit ist denn diese Argumentation jetzt wieder? Was ist nur aus der alten SPD geworden, und warum arbeitet man dort und in den anderen Parteien weiter so vehement daran, die AfD zu stärken?

23.07.202007:57 Uhr
Jean Seligmann

Welch Chuzpe der Inhalt diese Leserbriefes doch ist, soll hier ein Politiker, weil er (angeblich) mit dem politischen Gegner etwas Abgesprochen hat, auf einen Versorgungsposten, zu Lasten der Steuerzahler, abgeschoben werden, weil es einigen in dieser (Undemokratischen) Partei, der SPD, nicht gefällt.

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