FDP Wachtberg

Liberale Fraktion begrüßt weniger Quarantäne auch in Wachtberg

14.09.2021 - 15:20

Wachtberg. Die Pecher Ratsmitglieder sind Ende August von Eltern der einen von zwei Pecher Kitas angesprochen worden, nachdem vierzig Kinder durch Quarantäneverfügung für vierzehn Tage vom Kitabesuch ausgeschlossen und in häusliche Quarantäne geschickt wurden. In der Eingewöhnungszeit des neuen Kitajahres war ein Kind als infiziert festgestellt und alle anderen Kinder zu ‚engen Kontaktpersonen‘ dieses Kindes erklärt worden, deshalb die Quarantäne. Familien mit kleinen Kindern werden dadurch jedenfalls großem Stress ausgesetzt. Unvermeidlich entstehen psychosoziale und gesundheitliche Probleme durch Isolation, fehlende Kontakte, fehlende Bewegung usw.


Nach den bisher gültigen Regeln werden alle Kinder einer Gruppe oder der ganzen Kita als Kontaktpersonen eines infizierten Kindes angesehen und für zwei Wochen in Quarantäne geschickt. Dagegen hatten mehrere Familien Widerspruch eingelegt, weil ihre Kinder gar keinen Kontakt mit dem Infizierten hatten. Bemerkenswert, dass den Widersprüchen stattgegeben wurde und das Kreisgesundheitsamt die Quarantäneverfügung im Einzelfall aufgehoben hat. Hier hat also auch das Gesundheitsamt eigenen Handlungsspielraum. Fragwürdig, wenn dessen Handeln von der individuellen Aktion einzelner Eltern abhängt.

Über den konkreten Fall hinaus sahen die Eltern noch kein schlüssiges Konzept, wie die Kitas im kommenden Winter durchgängig geöffnet bleiben können. Befürchtet wurde weiteres ‚Stop and Go‘, obwohl schwere Verläufe oder Hospitalisierungen von SARS-CoV-2 bei Kindern extrem selten sind. Anscheinend sind Fragen wie die, warum sich z.B. Reiserückkehrer aus Hochrisikogebieten nach fünf Tagen frei testen lassen können, Kitakinder aber nicht, von vielen Seiten bis zur Gesundheitsministerkonferenz vorgedrungen. Das NRW-Gesundheitsministerium hat nun gerade neue Regeln für Kitas und Schulen erlassen. Quarantäne soll ‚in der Regel auf den nachweislich infizierten Fall beschränkt werden‘. Freitesten soll möglich sein. Funktionierende Betreuung und Präsenzunterricht werden also viel weniger infrage stehen. Eine sehr gute Nachricht in einer Sache, die viele Familien auch in Wachtberg sehr einschneidend angeht. Wir als FDP-Gemeinderatsfraktion begrüßen die Entwicklung und erwarten von Kreisgesundheitsamt und Gemeinde die Umsetzung der Regeln im Sinne von stabil funktionierender Kita und Schule

. Pressemitteilung FDP Wachtberg

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Kommentare
Klaus Rinke:
Sehr guter erster Schritt für die Betroffenen.Und der Vorschreiben oben ......nur Rummotzen sonst nichts?Anstatt das zu Unterstützen erstmal nieder machen.Lachhaft so etwas.Es wird etwas Gutes Geschaffen und nur das zählt....
J.Thul:
Ich kann dem G. Friedrich zustimmen , das sind mehr Fertig- Garagen als was zum wohnen ! Da könnte man sich mehr einfallen Lassen ! Da wird man wirklich depressiv drin ! Ist ok für Bauarbeiter auf Großbaustelle in Afrika , aber nicht für die Senioren im Ahrtal..........
Manfred Jackl:
Was soll bitte der Negative Kommentar Hr/Fr Friedrich? Waren sie schon vor Ort und haben Sie es in Augenschein genommen? Anstatt dieses Engagement zu würdigen, fällt Ihnen nichts besseres ein, als es mies zu machen! Ich freue mich für die Senioren, dass diesen eine solche Möglichkeit geboten wird....
juergen mueller:
Ich bin auch dafür, dass unsere Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät, eine Vergangenheit u. deren Vergessen, an die wir wohl ein Leben lang immer wieder erinnert werden u. mit uns Generationen. Doch das sollte Grenzen haben, da es, wie andere Geschehnisse, zur deutschen Geschichte gehört, wie...
A.Hoffmann:
Ergreifende Bilder aber der Bildanzeige hätte man eine Funktion zum ausblenden hinzufügen müssen...
 
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