SPD-Stadtratsfraktion zu den Rheinanlagen
Lückenschluss muss endlich in Angriff genommen werden
Koblenz. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man eine Grenzmarkierung überschreiten, wenn man in den Rheinanlagen spaziert. Auf Höhe der Januarius-Zick-Straße wechselt der für die Bundesgartenschau 2011 angelegte helle Belag der Uferpromenade auf grauen Asphalt. Über diesen geht oder radelt man dann mehr schlecht als recht bis fast zur Mozartbrücke, ehe der Weg wieder in das ‚BUGA-Design‘ wechselt. Bereits im Oktober 2015 hatte die SPD-Fraktion den Lückenschluss beantragt, damit die Rheinanlagen endlich auf ihrer gesamten Länge in einheitlicher Gestaltung genossen werden können. Damals hatte die Verwaltung erklärt, dass eine Ausführungsplanung erstellt sei, die ab dem Frühjahr 2017 umgesetzt werden könne. Dies ist bis heute nicht passiert. Ratsmitglied und kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, Dr. Thorsten Rudolph, ist davon überzeugt, dass ein weiteres Abwarten im Hinblick auf den Bereich des ehemaligen Cafés und des Biergartens wenig Sinn macht: „Der Lückenschluss ist längst überfällig und sollte nun in Angriff genommen werden.“ Auch der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Altstadt-Mitte, Fritz Naumann, ist dieser Meinung: „Ein einheitliches Bild der Rheinanlagen ist wichtig, denn sie sind ein Aushängeschild unserer Stadt und werden stark und gerne frequentiert.“ Er erinnert auch an die Geschichte der Uferpromenade, die auf Betreiben der Kaiserin Augusta ab 1856 angelegt wurde und somit eine historische und einmalige Anlage in den Städten am Rheinufer darstellt.
Ähnlich sieht es die Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann, die sich nun mit einem Schreiben an den zuständigen Eigenbetrieb für Grünflächen und Bestattungswesen gewandt hat. „Wir wollen erfahren, ob die damalige Ausführungsplanung noch aktuell ist und wenn ja, wann mit einer Umsetzung gerechnet werden kann. Ich hoffe auf eine positive Antwort, sodass wir bald Fortschritte in Sachen Lückenschluss der Rheinanlagen vermelden können, damit diese ein noch attraktiveres Erscheinungsbild erhalten“, so Lipinski-Naumann.
Pressemitteilung der
SPD-Stadtratsfraktion

Wer kennt das Lied:"Wer soll das bezahlen?"
Ich finde, dass die Stadt bis auf weiteres andere Probleme hat und haben wird als einen überflüssigen Lückenschluss, dessen Schönheitsfehler wohl kaum Besucher von einer Frequentierung der Rheinanlagen abhalten dürfte.
Es ist kein Wunder, dass man bei der Flut von Anträgen der einzelnen Fraktionen überfordert ist, kein Land sieht, prädestinierten Projekten nicht die genügende Aufmerksamkeit schenkt,wenn solche stimmenfangende "Peanuts" auf den Tisch kommen.