Rübenacher Ratsmitglieder Biebricher und Roos wollen Erweiterung
Maifeld-Radweg nach Rübenach und Koblenz verlängern
Große Chance für Naherholung, Freizeit, Tourismus und Gastronomie
Koblenz. Der Maifeld-Radweg soll von Bassenheim nach Rübenach und in einem weiteren Schritt bis in die Koblenzer Innenstadt verlängert werden. Das wollen die beiden Rübenacher Ratsmitglieder Andreas Biebricher und Thomas Roos. Vor 28 Jahren wurde der überregional bedeutsame Radweg, der auch von Spaziergängern, Wanderern, Joggern und Inlineskatern stark frequentiert wird, auf einer stillgelegten Bahnstrecke angelegt. Seit im Juni die Erweiterung eröffnet wurde, führt die Strecke nun auf 36 Kilometern von Mayen bzw. Münstermaifeld nach Bassenheim. „Eine bessere Maßnahme für Naherholung, Sport, aber auch Nahtourismus kann man sich kaum vorstellen. Zudem ist es ein großer Beitrag zu aktivem Klimaschutz.“, erklären die beiden Kommunalpolitiker. Hierfür bedürfe es einer Entwidmung der alten Bahnstrecke, die nach Ansicht von Biebricher und Roos aber ohnehin keine Zukunft hat: „Nach Berechnungen der Stadtverwaltung müsste erst einmal eine zweistellige Millionensumme investiert werden, um die Strecke zwischen Lützel und Rübenach überhaupt wieder nutzen zu können. Im GVZ Rübenach lehnen aber alle Firmen außer eventuell einer, einen Gleisanschluss ab.“ Daher würde sich eine Nutzung der Bahnstrecke ausschließlich auf Personenbeförderung beschränken, die, so die beiden Ratsmitglieder, ganz abgesehen von der zur Ertüchtigung notwendigen zweistelligen Millionensumme, nicht ansatzweise wirtschaftlich betrieben werden könne. Dies sei von Experten bei einer Anhörung im Stadtrat bestätigt worden und auch das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Koblenz habe bereits öffentlich geäußert, dass eine Reaktivierung nicht sinnvoll sei. „Bevor man weiterhin irgendwelche unrealistischen Fantasien verfolgt, wie die grün-rot-rote Ratsmehrheit, sollte man lieber schnell die großartige Chance nutzen, den Naherholungs- und Freizeitwert für sehr viele Bürger durch den Radwanderweg zu erhöhen. Daher haben wir in der jüngsten Stadtratssitzung auch dem Antrag von Grün-Rot-Rot zugestimmt, eine Machbarkeitsstudie für die Reaktivierung der Bahnlinie in Auftrag zu geben. Wir sind absolut davon überzeugt, dass sie zu dem Ergebnis kommen wird, dass die Trasse keine Zukunft hat und damit umso schneller die Bahn frei wird für den Radweg.“ erklärt Andreas Biebricher. Sein Kollege Thomas Roos, seit August auch neuer Ortsvorsteher von Rübenach, ergänzt: „Das wäre nicht nur eine tolle Sache für die Rübenacher, sondern könnte ein großer Gewinn für ganz Koblenz sein - auch für den Tourismus, die Gastronomie und nicht zu vergessen, die Berufspendler. Dafür wäre es aber wichtig, den Radweg in einem zweiten Schritt nach Koblenz zu verlängern und hierfür Trassenabschnitte schon bestehender Radwege, z.B. entlang der Mosel zu nutzen.“ Um dies voranzutreiben, haben die beiden Rübenacher Ratsmitglieder Baudezernent Bert Flöck bereits gebeten, die Umsetzungsmöglichkeiten hierfür zu untersuchen.
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