Römerthermen in Bad Breisig
„Man kann dort schwimmen, man kann sich wohlfühlen“
Bad Breisig. „Wir brauchen die Römerthermen“, so Bürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch, „sie sind unser Trumpf als Kur- und Quellenstadt. Sie garantieren Arbeitsplätze und stärken die Wirtschaft.“
Dieser Argumentation wollten die Bürger zum Teil aber nicht folgen, denn sie monierten, dass zu heißes Wasser aus den Hähnen komme, die Fliesen im Becken sich ablösen und nicht zuletzt, dass der Eintrittspreis zu hoch sei. „Wir mussten in Anbetracht der wirtschaftlichen Situation die Preise anheben“, verteidigte Gabriele Hermann-Lersch den Beschluss des Stadtrates. „Aber nichtsdestotrotz kann man in den Römerthermen schwimmen und sich wohlfühlen.“
Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen
Zuvor waren die Bürger zwei Stunden lang von kompetenten Fachleuten über den neuesten Stand der Planungen informiert worden. „Das Facelifting ist gemacht“, so die Stadtbürgermeisterin in ihrer Begrüßung und meinte damit das Gebäude der Thermen, das sich von außen makellos präsentiert. „Aber die Technik ist veraltet und muss saniert werden. Dabei ist auf einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen zu achten. Die Idee ist, die Energie des Thermalwassers zu nutzen, und wir hoffen, dass dieses Projekt in angemessener Weise durch das Land und die EU unterstützt und gefördert wird“.
Mehrere Fachleute untermauerten diese Pläne.
Dipl. Ing. Michael Münch von der TH Bingen informierte zunächst über den Status Quo: „Die Energiekosten der Thermen belaufen sich derzeit auf weit mehr als 400.000 Euro im Jahr. Das besondere Potential Bad Breisigs ist das Thermalwasser, das mit 30 Grad Celsius freiwillig aus der Erde sprudelt, ohne dass man danach bohren müsste. Heute läuft ein Großteil des Wassers in den Rhein.“ Es gilt also, diese Ressource anzuzapfen und seine Wärme zu nutzen. Klingt gut, bedeutet aber auch eine Erneuerung der Anlagen, damit ein kombinierter Einsatz von Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe, und Brennwertkessel sowie Stromerzeugung aus Wärmerückgewinnung eine deutliche Senkung der Energiekosten mit sich bringt.
Die Kosten für die Sanierung von Heizung und Lüftung, Elektrik und Brandschutz belaufen sich insgesamt auf 2,6 Millionen Euro, von denen das Land über das IWB-EFRE-Programm eine Million Euro tragen soll. B. Eng. Johannes Bott von der Firma HTP in Ettringen erläuterte den Zustand der Heizungs- und Lüftungsanlagen mit Impressionen aus dem Technikkeller: „Einen genauen Plan der verbauten Rohrleitungen haben wir nicht“, bemerkte er, aber auch: „Das Thermalwasser ist nicht nur ein Segen für die Wärmegewinnung. Der hohe Eisen- und Mangangehalt greift die Rohre an. In zwei bis fünf Jahren ist alles kaputt.
Eine Sanierung ist also dringend erforderlich. Denn nicht zuletzt wollen wir zufriedene Gäste.“
Für die Wassertechnik sprach Marco Knorr von der Firma MAT aus Andernach. „Kleinere Reparaturen haben wir bereits durchgeführt, es steht aber noch die Erneuerung der Aktionspumpen, der Trinkwasserleitungen und der Warmwasserbereitung aus.“ Diese Kosten seien in der Gesamtsumme enthalten, meinte er auf Rückfrage.
Dipl. Ing. Stefan Kraus informierte dann zum Schluss über die auch für die Besucher der Thermen offensichtlichen „Baustellen“, nämlich sich ablösende Fliesen im Innenbecken und eine bereits erfolgte Teilsanierung. „Der Estrich unter dem Becken ist untauglich, es fehlen wesentliche Abdichtungen, das Innenbecken muss komplett saniert werden“, so der Sachverständige für Schwimmbadtechnik. Das kostet zusätzliche 500.000 Euro.
Nach soviel geballter Information konnten die Bürger nicht mehr viel einwenden.
Dennoch kamen Fragen wie: „Wann werden sich die Römerthermen rechnen?“ oder: „Wie ist die Einnahmesituation nach der Erhöhung der Eintrittspreise?“ Hierzu äußerte sich Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch abschließend: „Ein Schwimmbad wird die Kommune immer Geld kosten, eine kostendeckende Führung ist nicht möglich. Aber es dient der Daseinsvorsorge und der Teilhabe.
Die Eintrittspreise anderer Thermen sind zudem auch jetzt noch deutlich höher.“ Und: „Die Zahlen sind erschreckend hoch, aber diese Investition rechnet sich für die Stadt als Infrastrukturprojekt.
-he-
Einiges wurde bereits saniert und erneuert.
Die Bürger wurden zunächst umfassend informiert.
Bürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch begrüßte Bürger und Experten zur Versammlung.
Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.blick-aktuell.tv Reinschauen lohnt sich!
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