BLICK aktuell-Interview zur Bürgermeisterwahl in der VG Höhr-Grenzhausen
Marco Weißer möchte neuer Bürgermeister werden
Höhr-Grenzhausen. Am 23. Februar wird nicht nur ein neuer Bundestag gewählt, sondern auch der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen. BLICK aktuell unterhielt sich vor der Wahl mit dem Kandidaten Marco Weißer.
BLICK aktuell: Bitte stellen Sie sich kurz vor!
Marco Weißer: Mein Name ist Marco Weißer, bin 48 Jahre alt. Ich bin seit 2009 hier Büroleitender Beamter. Ich habe 1992 bei der VG Montabaur eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten begonnen mit übergehender Ausbildung für den mittleren Verwaltungsdienst. Im Anschluss daran in zweijähriger berufsbegleitender Abendschule das Fachabitur und im Anschluss daran ein Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen mit dem Abschluss Diplom-Verwaltungsbetriebswirt (FH) absolviert. Nebenberuflich engagiere ich mich in der Nachwuchsarbeit für die öffentliche Verwaltung an der Kommunalakademie RLP und auch als Prüfer und Gutachter an der Hochschule in Mayen. Zudem habe ich an der Universität Kassel am Lehrstuhl Planung und Organisation von Verwaltungssystemen ein berufsbegleitendes Studium zum Master of Public Administration absolviert. Verschiedene Stationen in der rheinland-pfälzischen und hessischen Kommunalverwaltung schlossen sich an.
BLICK aktuell: Was müsste sich unter Ihnen als Bürgermeister verbessern?
Marco Weißer: Das Wort „verbessern“ finde ich hier unpassend, weil es impliziert, dass etwas grundlegend schlecht läuft. Ich bin der Meinung, dass wir bzw. unsere Verwaltung ein leistungsfähige und bürgerfreundliche Institution ist, die in dieser Form insbesondere durch den jetzigen Bürgermeister Thilo Becker geprägt ist. Die Unterstützungsleistungen unserer hauptamtlich geführten Verwaltung für die ehrenamtlichen Strukturen in der Stadt und und den Ortsgemeinden sind aus meiner Sicht auf einem sowohl qualitativ als auch quantitativ hohen Niveau; insbesondere, wenn man diese mit anderen Verbandsgemeindeverwaltungen im Land vergleicht.
BLICK aktuell: Was sind Ihre Schwerpunkte?
Marco Weißer: Ich halte die Betrachtung einer Kommune als System für wichtig, im weiteren Sinne sogar systemisch. Wir können nicht nur auf einzelne Aspekte schauen, weil „alles mit allem“ irgendwie verbunden ist; wie ein Perpetuum Mobile. Es beginnt bei guter Kinderbetreuung und auch schulischer Bildung, erschwinglichen Baupreisen, guten Gewerbestandorten, umfassende ärztliche Versorgung, Möglichkeiten, gut und lange aus eigenen Kräften in den eigenen vier Wänden selbstständig zu sein, Einkaufsmöglichkeiten, super Vereinsstrukturen usw. Und wenn in dieser „Bedürfniskette“ ein Puzzlestück fehlt, dann hat das immer wieder auch Rückwirkungen in andere Bereiche zur Folge. Wir haben aus meiner Sicht die Aufgabe, für die Entwicklung in allen diesen Feldern die Rahmenbedingungen durch Beschlüsse und Unterstützung der uns angeschlossenen Kommunen zu unterstützen. Der Großteil dieser Aufgaben liegt in den Sphären der Kommunen und nicht der Verbandsgemeinde als Körperschaft. Ich verstehe mich dennoch hier als Impulsgeber und „Themen-Anstoßer“, um die Dinge wie ÖPNV, medizinische Versorgung usw. auf den Weg zu bringen. Selbst bei diesen beiden zuletzt genannten Themen müssen andere Akteure mit an den Tisch, die letztlich diese Angelegenheiten entscheiden. Wir müssen immer wieder Brücken bauen und Gespräche anstoßen und führen.
BLICK aktuell: Wie beurteilen Sie die VG als Wirtschafts- und Touristikstandort?
Marco Weißer: Ich finde, wir sind eine gute und stabile Verbandsgemeinde, wenn man durch die Brille „Wirtschafts- und Touristikstandort“ auf uns blickt. Insbesondere finde ich unsere VG als Wissens- und Forschungsstandort jedoch herausragend im Vergleich zu anderen VG´s. Mit dem Hochschulstandort, allen Schulformen und keramischen Kontakten nach ganz Europa können wir aus meiner Sicht sehr positiv auf unsere VG schauen.
BLICK aktuell: Wie könnte die VG nach 8 Jahren mit Ihnen als Bürgermeister aussehen?
Marco Weißer: Ich fände es gut, wenn wir - so, wie wir es im Rahmen der Standortentwicklung bereits formuliert haben - die Einwohnerzahlen stabil halten und sogar noch größer werden. Und wenn wir es in der Stadt schaffen würden, dass die Leerstände einer prosperierenden Nutzung zugeführt werden können; wobei mir bewusst ist, dass das schwierig ist, nicht nur in Höhr-Grenzhausen, sondern auch in anderen Städten in unserer Größenordnung. Vielleicht gibt es eine Renaissance der kleinen Ladengeschäften, egal für welche Themen, in denen die Aufenthaltsqualität in der Stadt wieder erhöht werden kann. Ein richtiger Schritt dazu war und ist ja das neue Jugend-, Kultur- und Bürgerzentrum, was zu einer Belebung geführt hat. Und wer weiß, ob sich dieser Effekt auch schrittweise in der Stadt weiterentwickeln lässt. Aber auch hier gilt: das kann weder die VG noch die Stadt alleine machen. Es braucht dafür innovative und mutige Unternehmer, die eine tolle Geschäftsidee dort umsetzen und vor allem auch Nutzer und Kunden, die dort vor Ort die Wertschöpfung entstehen lassen. Hier braucht es dann mehr offline statt online. ROB
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läuft ganz gut hier, aber Höhr sollte wieder an die Brexbachtalbahn angeschlossen werden - das als ÖPNV-Projekt wäre ein großer Wurf!