Stadt Neuwied hatte zur Bürgerbeteiligungsveranstaltung eingeladen

Marktplatz: Bürger brachten ihre Ideen ein

Für Neugestaltung den Siegervorschlag von 2018 modifiziert

10.07.2020 - 13:09

Neuwied. Die Neugestaltung des Marktplatzes macht Fortschritte: Bei einer Bürgerbeteiligungsveranstaltung im Heimathaus hat die Stadtverwaltung nun die Weiterentwicklungen jenes Entwurfs präsentiert, der sich 2018 in einem Wettbewerb durchgesetzt hatte. Über zwei Varianten, in denen das Fachbüro RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten die Vorschläge des damaligen Preisgerichts aufgegriffen hat, diskutierten Experten mit rund 50 Bürgern, Anwohnern, Hauseigentümern, Gewerbetreibenden und Kommunalpolitikern.

Allee (Plan A) oder Beete (Plan B): Das waren kurz gesagt die präsentierten Varianten. Plan A integriert einige wenige der vorhandenen Linden und setzt mit 31 auf eine üppige Zahl von Neuanpflanzungen. 36 Bäume spenden nach dieser Variante dem Marktplatz Schatten. Plan B erhält mehr Bäume des bisherigen Bestands, setzt aber nur acht neu, was die Gesamtzahl auf 21 erhöht. Dafür lockern großzügige, aber pflegeintensivere Beete das Areal auf. Beide Varianten haben darüber hinaus viel gemeinsam: Die starke Reduzierung der Parkplätze auf rund 30, die verkehrstechnische Verengung der Kirchstraße auf eine Spur, die so einen breiteren Gehweg erhält, den Bau eines Wasserspiels, das Aufstellen mehrerer Ruhebänke und die nahezu komplette Integration der Pfarrer-Werner-Möhrchen-Straße in den „neuen“ Marktplatz. Das eröffnet gute Möglichkeiten für eine Außengastronomie. Als Optionen kommt zudem ein Kiosk mit Toilettenanlage in Betracht. „Wir wollen den Marktplatz den Bürgern zurückgeben“, umschrieb RMP-Planer Joachim Evers die Intention der Experten. „Er soll künftig multifunktional nutzbar sein.“

Moderatorin Gabriele Kotzke führte die Anwesenden anschließend durch Talk- und Fragerunden. Somit bot sich die Möglichkeit, die Planung noch umfassender zu beleuchten. Auch eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen wurden vorgetragen. So wurde zum Beispiel gebeten, den Platz mit zusätzlichem Grün zu bestücken, den Wegfall der Parkplätze mit einem übersichtlichen Parkleitsystem zu kompensieren und dafür zu sorgen, dass auch die umliegenden Straßen attraktiv gestaltet werden. Insgesamt gab es viel Zustimmung für die Planungen. Rasch stand fest, dass Variante A der klare Favorit der Anwesenden war. Das machte eine Abstimmung deutlich, von der die Mitglieder des Planungsausschusses ausgeschlossen waren. Plan A (Allee) erhielt 29 Stimmen, Plan B (Beete) lediglich 6.

Oberbürgermeister Jan Einig freute sich über dieses klare Votum. Er umriss abschließend die kommenden Schritte: Die Beschlussfassung im Ausschuss, die Abstimmung mit dem Fördergeber und dann die Ausführungsplanung. „Wir gehen davon aus, dass das zügig vorangeht“, gab sich Einig optimistisch. „Im Idealfall können wir Mitte kommenden Jahres mit den Arbeiten zum Umbau des Platzes beginnen.“

Pressemitteilung

Stadt Neuwied

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Quadfahrer gesucht - Zeugenhinweise erbeten

Reh mit Kitz über eine Wiese gejagt

Dierdorf. Am Mittwoch, den 16. September 2020 gegen 18.30 Uhr kam es zwischen den Ortslagen Dierdorf, Dierdorf-Brückrachdorf und Marienhausen zu einem Vorfall, bei dem ein Quad auf einer Wiese in dem o.g. Bereich ein Reh mit Kitz über eine Wiese „jagte“. Dieser Vorgang soll sich über mehrere Minuten erstreckt haben. mehr...

Tödlicher Verkehrsunfall

Pkw kam vom Waldweg ab

Koblenz. Am 18. September 2020, gegen 13.08 Uhr kam es in Koblenz, auf einem Waldweg im Bereich des Rittersturzes, Zufahrt zur B9, zu einem Alleinunfall. Der Führer eines Pkw kam mit seinem Pkw von dem Waldweg ab und prallte gegen einen Baum. Der 70jährige Pkw-Fahrer verstarb. Die Ermittlungen der zuständigen Polizeiinspektion Koblenz 1 zum Unfallhergang dauern an. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Corona und Karneval - Soll die "Fünfte Jahreszeit" abgesagt/verboten werden?

Ja, zur Sicherheit lieber absagen.
Nein, Karneval kann man auch anders feiern.
Mir egal, ich feiere keinen Karneval.
1637 abgegebene Stimmen
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 
Kommentare
juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlenKommentiert
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.