Politik | 10.02.2023

Bundestagsabgeordneter tauscht sich mit Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald aus

Martin Diedenhofen: „Heimisches Handwerk stärken!“

Über die Herausforderungen im Handwerk tauschte sich der Bundestagsabgeordnete Martin Diedenhofen (re.) mit Michael Braun (li.), Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, und dem Kreishandwerksmeister im Landkreis Neuwied, Ralf Winn, aus. Quelle: Büro von Martin Diedenhofen

Kreis Neuwied. Das Handwerk in Deutschland steht vor zahlreichen Herausforderungen. Von diesen berichteten Michael Braun, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, und der Kreishandwerksmeister im Landkreis Neuwied, Ralf Winn, dem heimischen Bundestagsabgeordneten Martin Diedenhofen bei seinem Besuch in der Neuwieder Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald.

Die Auftragsbücher im Handwerk sind voll, viele Arbeiten können allerdings nur unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden. Neben fehlendem Nachwuchs und einem Mangel an Fachkräften kommt es aufgrund des Ukrainekrieges und der Nachwirkungen der Corona-Pandemie häufig zu Materialengpässen und gestörten Betriebsabläufen. Auch Preissteigerungen und -schwankungen stellen sowohl Unternehmen als auch Kunden vor große Herausforderungen. Gemeinsam sprachen Braun, Winn und Diedenhofen deswegen darüber, wie man den aktuellen Herausforderungen im Handwerk am besten begegnen könne.

Dabei standen vor allem eine intensivere Berufsorientierung in den Schulen und das Werben für mehr gesellschaftliche Anerkennung der Handwerksberufe bei Jugendlichen, Eltern und Lehrerinnen sowie Lehrern im Fokus. Der veraltete Blick auf das Handwerk habe ausgedient, war man sich einig. Diedenhofen dazu: „Handwerksberufe sind hochspannend und bieten gute Perspektiven. Das Handwerk ist nicht nur ein wichtiger Motor für Wirtschaft und Wohlstand, ohne das Handwerk mit seinen gut ausgebildeten Fachkräften werden wir auch die Energiewende nicht meistern können.“

Das weiß Diedenhofen nur zu gut: Im Bundestag sitzt der Abgeordnete im Bauausschuss und ist dort zuständig für energetische Sanierungen. Im Rahmen einer Praktikumsreihe arbeitete er außerdem kürzlich bei einem Heizungsinstallateur aus der Region mit und half beim Austausch einer alten Ölheizung durch die Kombination aus Pelletheizung und Solaranlage. „Eine spannende Erfahrung und vor allem ein wichtiger Austausch zwischen Theorie und Praxis“, sagte der Abgeordnete.

Die praktischen Erfahrungen und die Erkenntnisse aus Diedenhofens Gesprächen mit den Handwerkern vor Ort seien auch in der neuen Fachkräftestrategie der Bundesregierung repräsentiert. Hier seien fünf Handlungsfelder erarbeitet worden: Neben der zeitgemäßen Ausbildung und einer umfassenden Berufsorientierung setzt die Bundesregierung auf gezielte Weiterbildung, eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen, eine mitarbeiterorientierte Arbeitskultur sowie eine moderne Einwanderungspolitik ausländischer Fachkräfte.

Einer Anhebung des Rentenalters, wie oftmals von CDU und CSU ins Gespräch gebracht, erteilt Diedenhofen eine klare Absage: „Die Union redet gern über die Rente ab 70 Jahren. Wer so etwas vorschlägt, nimmt bewusst eine faktische Rentenkürzung für das Handwerk in Kauf. Ein Dachdecker beispielsweise kann nicht mit 70 Jahren noch aufs Dach.“

Abschließend dankte der Abgeordnete Braun und Winn für den Austausch und man vereinbarte, weiterhin einen kurzen Draht zueinander zu haben.

Pressemitteilung des

Büro von Martin Diedenhofen

Über die Herausforderungen im Handwerk tauschte sich der Bundestagsabgeordnete Martin Diedenhofen (re.) mit Michael Braun (li.), Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, und dem Kreishandwerksmeister im Landkreis Neuwied, Ralf Winn, aus. Quelle: Büro von Martin Diedenhofen

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