Politik | 30.04.2019

Kreis-FWG besucht Unkelbach

Maßnahmen gegen den Klimawandel

Im Rahmen des Treffens sprachen Mitglieder der Kreis-FWG und Vertreter der FBL Unkelbach über die geplante Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle. Foto: Christoph Geron

Unkelbach. Mitglieder der Kreis-FWG trafen sich mit Vertretern der FBL Unkelbach an der für das Ortsleben relevanten Mehrzweckhalle. „Auch in Unkelbach sollen Maßnahmen gegen den weltweit viel zu hohen, menschengemachten CO2-Ausstoß in Form von Vorzeigeprojekten umgesetzt werden“, eröffnete Norbert Brüggemann das Treffen. Dazu wurde im Ortsbeirat beispielsweise das Projekt „Strömungsturbinen im Rhein“ beschlossen. Für diese Ortsbeiratssitzung hatte der Ortsvorsteher Egmond Eich externen Sachverstand aus dem Solarverein Goldene Meile e. V. und der eegon - Eifel Energiegenossenschaft eG Energiegenossenschaft (Eifel-Ahr) beratend hinzugezogen. „Doch ohne eine Beschlussfassung auch anderer zuständiger Ortsbeiräte und der städtischen Ausschüsse kann das Projekt nicht realisiert werden“, befürchtete Rainer Doemen. „Nun warten wir entsprechend dem FBL-Antrag zu den Strömungsturbinen, dass die Verwaltung dem Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss vorstellt, mit welchen Investitionsträgern eine Zusammenarbeit möglich sein wird.“ Mögliche Kooperationspartner könnten zum Beispiel die EVM, die eegon oder eine neu zu gründende Schülergenossenschaft werden. Gründungen von Schülergenossenschaften werden auch vom Rheinisch-Westfälischen-Genossenschaftsverband unterstützt. Darüber hinaus informierten Norbert Brüggemann und Rainer Doemen über ein weiteres kreisweites Vorzeigemodell. Dabei geht es um die Art der Verwirklichung von „Photovoltaik auf dem Dach der Mehrzweckhalle“. Zuvor war auf Bitten der FBL die Statik des Daches für eine zusätzliche Belastung durch eine PV-Anlage mit einem positiven Ergebnis geprüft worden. „Eine PV-Anlage in der Größe von rund 50 KWp wäre auf dem Dach realisierbar“, informierte Rainer Doemen. „Damit könne eine saubere Strommenge von rund 50.000 KWh pro Jahr erzeugt werden mit der mindestens zwölf Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 KWh bilanziell dauerhaft sauber versorgt werden können.“ Auch bei diesem Vorzeigeprojekt wäre die FBL froh, wenn die Sonnenstromerträge anschließend auch der Hallengemeinschaft zugutekommen könnten. „Das ist kein Hexenwerk“, fügte Rainer Doemen hinzu. „Solche Photovoltaik-Modelle gibt es bereits im Bundesgebiet.“ Die Vertreter der Kreis-FWG zeigten sich erfreut über die Gedanken und Projekte der FBL Unkelbach und sagten größtmögliche Unterstützung auf der Kreisebene zu.

Pressemitteilung der

FWG-Fraktion und

der FBL Unkelbach

Im Rahmen des Treffens sprachen Mitglieder der Kreis-FWG und Vertreter der FBL Unkelbach über die geplante Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle. Foto: Christoph Geron

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Kommentare
02.05.201914:00 Uhr
Rainer Doemen

Zutreffend informieren die NASA (Link von der Redaktion entfernt), die EU (Link von der Redaktion entfernt); der Dt. Wetterdienst (Link von der Redaktion entfernt). Die CO2-Äquivalente werden in Kilo-Tonnen gemessen. Unterstellt, der menschengemachte Anteil am CO2-Ausstoss betrage nur 3 % der Gesamtmenge. Die Angabe in % vernebelt die unvorstellbar große Menge in Kilo-Tonnen. In RP wurde der Landtag informiert (Drs. 6963-17). Danach hat der ausgebremste Ausbau der Windkraft einen erheblichen Anteil an der Verbesserung der landesweiten CO2-Bilanz. Schnellstmögliches Handeln weltweit - auch im Kreis AW - tut bitter not. Genannte PV-Vorzeigeprojekte sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Hier können Sie ihre eigene CO2-Bilanz berechnen (Link von der Redaktion entfernt).

02.05.201907:22 Uhr
Uwe Klasen

Es gibt und gab nie einen sogenannten geschlossenen CO2 Kreislauf! Tatsache ist, das Kohlenstoffdioxyd hatte, bis zum Beginn der neuzeitigen Erwärmung um 1850, an Gehalt in der Atmosphäre abgenommen! Sozusagen haben die Pflanzen damals "gehungert"!

01.05.201915:15 Uhr
Thomas Kania

Egal, ob es zusätzliche 5% oder 3% CO2 sind, für die wir alle verantwortlich sind, schreitet der Klimawandel eben nur dementsprechend schneller oder langsamer voran. Jeder mit etwas Verantwortungsgefühl ist gefordert, etwas zu tun. Die Idee mit der Photovoltaik auf der Mehrzweckhalle führt in die richtige Richtung, bringt sie zudem auch noch finanzielle Vorteile, da der Strom weniger kostet als der aus dem Netz. Geht man hier durch die Dörfer, sieht man viele nackte Dächer, die für eine Solaranlage hervorragend geignet wären. Das kann ich nicht verstehen, denn meine erste Anlage liefert bereits seit 20 Jahren zuverlässig Strom. Auf große Projekte wie diese Strömungsturbinen würde ich als kleine Gemeinde eher nicht zählen und auch nicht warten wollen. Bis die realisiert werden können (Schifffahrt, Tierschutz und vieles mehr ist zu berücksichigen) wird noch (zu)viel Wasser den Rhein herunterfließen.

01.05.201907:23 Uhr
Harald Sellner

Wenn Zitate, dann auch richtig:
Der Mensch ist nur für drei Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich, sagen Klimaskeptiker.

Aber: Wer das sagt, vergleicht Äpfel mit Birnen. Die 97 Prozent CO2-Emissionen, für die angeblich die Natur zuständig ist, gehören zu einem geschlossenen Kreislauf: Menschen, Tiere und Pflanzen atmen Milliarden von Tonnen CO2 aus. Allerdings stehen auf der anderen Seite Pflanzen, die das CO2 (zusammen mit anderen Stoffen) durch die Photosynthese wieder in Blätter und Holz umwandeln. Der biologische Kohlenstoffkreislauf ist geschlossen. „Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre war jahrtausendelang praktisch konstant und steigt erst an, seit wir dem System riesige Mengen an zusätzlichem Kohlenstoff aus fossilen Lagerstätten zuführen“, erklärt Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Diese vom Menschen verursachten Emissionen machen zwar tatsächlich etwa die oben genannten drei Prozent aus – dabei handelt es sich aber um Milliarden Tonnen Kohlendioxid, die dem eigentlich stabilen Kohlenstoffkreislauf netto hinzugefügt werden.

30.04.201916:05 Uhr
juergen mueller

Die 97% Emissionen,für die die Natur zuständig ist,gehören zu einem geschlossenen Kreislauf.Die CO² Konzentration stieg erst an,seit WIR dem System riesige Mengen an zusätzlichem Kohlenstoff aus fossilen Lagerstätten bis dato zuführen.Diese vom Mensch verursacht machen zwar tatsächlich 3% (nicht 5%) aus,dabei handelt es sich aber um "Milliarden Tonnen" Kohlendioxid,die dem eigentlich stabilen Kreislauf hinzugefügt werden u."natürlich" (natürliche Absorption)von der Natur NICHT abgebaut werden können.Vor Beginn der industriellen Revolution war der Kohlendioxid-Gehalt Jahrtausende stabil.
Ich bin der Meinung,dass man sich nicht zu etwas äussern sollte,dass alleine von einem gesunden Menschenverstand her die logische Schlussfolgerung für etwas ist,was alleine dem Menschen geschuldet ist,der rücksichtslos in ein stabiles Naturgefüge eingreift,ohne Konsequenzen zu berücksichtigen.
Wer wie Sie,dies nicht begreift,gehört zu denjenigen,denen nachfolgende Generationen dies zu verdanken haben.

30.04.201908:33 Uhr
Uwe Klasen

Zitat:" ... den weltweit viel zu hohen, menschengemachten CO2-Ausstoß" ... ----- Mehr als 95% der jährlichen CO² Emissionen sind natürlichen Ursprunges! Weniger als 5% sind Aufgrund menschlicher Aktivitäten!

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