Verbandsgemeinderat hat getagt
„Masterplan Gelbachtal“ ist beschlossen
Montabaur. Ende September traf sich der Verbandsgemeinderat (VGR) von Montabaur zu seiner Herbstsitzung im Rathaus. Auf der Tagesordnung standen neben dem Verbandsgemeindehaus der Klimaschutz, Tourismus im Gelbachtal, der Tätigkeitsbericht der Generationenbeauftragten sowie die Einrichtung einer Jugendvertretung.
Klimaschutz
Keine Frage: Klimaschutz ist eine globale Aufgabe. Aber dennoch kann man auch auf kommunaler Ebene etwas bewirken, einen eigenen Beitrag leisten. Diesem Gedanken folgend hat der VGR jetzt einstimmig beschlossen, ein Klimaschutzkonzept für die Verbandsgemeinde zu erarbeiten und für diese Arbeit sowie für die praktische Umsetzung einen Klimaschutzmanager einzustellen. Möglich wird dies, weil die Bundesregierung mit der Kommunalrichtlinie ein Förderprogramm aufgelegt hat; danach werden in den ersten beiden Jahren 65 Prozent der Kosten bezuschusst, in den Folgejahren noch 40 Prozent. Das Klimaschutzkonzept soll sich auf alle Ortsgemeinden und die Stadt Montabaur sowie auf sämtliche Aufgaben und Tätigkeiten der Verwaltung beziehen. Es geht um den Bau, Unterhalt und Betrieb von Gebäuden, Straßen und Grünflächen, um die Bauleitplanung, um Gewässer- und Naturschutz, um die Wasserversorgung, um Kindertagesstätten und Schulen, um Feuerwehren, um Tourismus, um Mobilität, um den Verwaltungsbetrieb und um vieles andere mehr. Ziel aller Maßnahmen wird es sein, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und den Temperaturanstieg zu begrenzen- gemäß den Vereinbarungen im Pariser Klimaschutzabkommen von 2015. „Wir haben bisher schon in unserer täglichen Arbeit und bei Projekten Wert gelegt auf ein klimafreundliches Vorgehen. Aber nun werden alle Aspekte systematisch erfasst und in einem ganzheitlichen Konzept aufeinander abgestimmt“, erklärte Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich im Rat. In der Diskussion zum Thema wünschte sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine enge Abstimmung des Konzeptes im VGR, die FWG möchte eine Vernetzung der Klimaschutzarbeit auf Kreisebene, die CDU will die Besonderheiten der einzelnen Ortsgemeinden berücksichtigt wissen und die SPD hofft, dass aus den Worten (im Konzept) auch Taten folgen.
Tourismus im Gelbachtal
Das Gelbachtal südlich von Montabaur ist weit über die Grenzen der Verbandsgemeinde bekannt und wird von Wanderern, Radfahrern und Reitern gleichermaßen für ausgedehnte Touren genutzt. Nicht nur Urlauber, sondern auch viele Einwohner wissen die wunderbaren Atmosphäre im Tal und auf den benachbarten Höhenzügen zu schätzen: Der autofreie Gelbachtag zieht jährlich tausende Besucher an und der Skulpturenweg rund um Reckenthal gehört zu den Highlights in der Region. Doch welches touristische Potential steckt noch im Gelbachtal? Und wie lässt es sich vermarkten? Um das herauszufinden hat der VGR nun einstimmig den Beschluss gefasst, einen touristischen Masterplan erstellen zu lassen. In der ersten Stufe soll nun ein auf Tourismuskonzepte spezialisiertes Fachbüro gefunden und beauftragt werden, eine Potential-Analyse durchzuführen und daraus ein Strategiepapier zu entwickeln. Dieses soll dann nach der Verabschiedung im VGR an die benachbarten Verbandsgemeinden Bad Ems-Nassau und Diez herangetragen werden, die Anlieger des südlichen Talabschnittes sind. Denn ein Ausbau der touristischen Infrastruktur und eine anschließende Vermarktung machen nur wirklich Sinn, wenn man das gesamte Gelbachtal betrachtet und es als eine Marke versteht. Sollten sich die Nachbarn anschließen, würde in der zweiten Stufe eine gemeinsame Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und wiederum mit den jeweiligen Räten abgestimmt werden. In der dritten Projektstufe würde die Umsetzung der einzelnen Bausteine anstehen. Zunächst beauftragte der VGR allerdings erstmal Stufe eins (Strategiepapier) und stellte dafür rund 25.000 Euro zur Verfügung. Die Sprecher der Fraktionen begrüßten die Idee eines „Masterplans Gelbachtal“ und hoben hervor, dass alle Investitionen im Bereich des Tourismus letztlich auch den Bürgern zu Gute kommen, weil sich damit die Lebensqualität in der Verbandsgemeinde weiter verbessert.
Einmal im Jahr legt die Generationenbeauftragte der VG, Judith Gläser, dem Rat ihren Tätigkeitsbericht vor. Die SPD-Fraktion hatte dazu im Vorfeld ergänzende Fragen formuliert, die gleich mit beantwortet wurden. Das Generationenbüro wurde 2013 eingerichtet, um den Herausforderungen des demografischen Wandels frühzeitig aktiv zu begegnen. Die Generationenbeauftragte hat die Funktion einer Schnittstelle zwischen Ortsgemeinden, Stadt Montabaur und deren Stadtteilen zur Verbandsgemeindeverwaltung, Ehrenamtlichen und anderen Kooperationspartnern. „Ich verstehe mich als Multiplikatorin, als Netzwerkerin und als Geburtshelferin, die in Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort neue Projekte auf den Weg bringt“, so Gläser zu ihrem Selbstverständnis. Das Ziel ist die Stärkung der Dorfgemeinschaften, des Ehrenamts und die Begegnung der Generationen sowie ganz praktisch verbesserte Angebote zur Nahversorgung, Mobilität und Bildung vor Ort. Neue Projekte in 2019 sind die Mitfahrer-Bänke, das Projekt „Digital 60+“ (Digitalbotschafter), das Oktoberfest für Senioren sowie die Demografie Woche (4. bis 11. November). Besonders erfolgreich ist die von Gläser begleitete Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei“, zu der mittlerweile 17 Gruppen mit 150 regelmäßigen Teilnehmern gehören, die gemeinsame Aktivitäten vor allem in den Bereichen Sport, Wellness, Bildung, Technik, Internet entfalten und stets offen sind für neue Ideen und Mitglieder. Darüber hinaus stellte Gläser die Vielzahl der Initiativen und Projekte in den Ortsgemeinden vor, die sie angestoßen hat und teilweise noch weiter begleitet. „Das ist ein breites Basisprogramm“, lobte Bürgermeister Richter-Hopprich die Arbeit des Generationenbüros, „und es gibt immer wieder neue Ideen, neue Akzente“. Die Ratsmitglieder zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und Anzahl der Angebote. „Uns als SPD ist das gute Zusammenleben der Generationen in unserem ländlichen Raum wichtig“, hob Fraktionssprecher Sebastian Stendebach hervor, der seine Fragen vollumfänglich beantwortet sah. Den vollständigen Tätigkeitsbericht der Generationenbeauftragten können Interessierte im Internet einsehen unter www.vg-montabaur.de/Aktuelles unter diesem Bericht.
Die FDP hatte beantragt, eine Jugendvertretung in der Verbandsgemeinde Montabaur einzurichten, und dazu bereits einen Satzungsentwurf mitgeliefert. „Wir wollen Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben, ihnen die Teilhabe am politischen Geschehen ermöglichen“, so Lukas Weisbrod zur Begründung des Antrags. Bürgermeister Richter-Hopprich begrüßte das Anliegen ausdrücklich. Allerdings müsse die vorgelegte Satzung rechtlich genau geprüft werden. Deshalb schlug er vor, den Tagesordnungspunkt zu vertagen.
VG Montabaur
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