Politik | 19.07.2023

Bund plant mit Stiftungsprofessuren für Studiengang „Gewässerkunde“

MdB Rudolph: Sehr gute Nachricht für Koblenz

Thorsten Rudolph (2. von links) und Metin Hakverdi (links) informierten sich bei der Behördenleitung um Dr. Birgit Esser (2. von rechts) über die Arbeit der BfG. Foto: Bundesanstalt für Gewässerkunde / Dominik Rösch

Koblenz. Der Aufbau des Studiengangs „Gewässerkunde und Wasserwirtschaft“ war eines der Hauptthemen beim Besuch der beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Thorsten Rudolph und Metin Hakverdi in der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz. Der Studiengang, ein Gemeinschaftsprojekt der BfG mit der Universität und der Hochschule Koblenz, soll mit Mitteln des Bundes unterstützt werden. Beim Gespräch zeigten sich sowohl die Abgeordneten als auch die Vertreterinnen und Vertreter der Behörde erfreut darüber, dass die Anschubfinanzierung für die drei Stiftungsprofessuren auch im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2024 vorgesehen ist. „Das ist eine sehr gute Nachricht für den Hochschulstandort Koblenz“, erklären Rudolph und Hakverdi, die dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags angehören.

Beide hatten sich beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) intensiv für die Anschubfinanzierung eingesetzt, nachdem die Mittel aus Sparzwängen aus dem Haushalt 2023 gestrichen worden waren: So hatte Rudolph als Koblenzer Abgeordneter und einziges rheinland-pfälzisches Mitglied im Haushaltsausschuss einen Brief an Bundesverkehrsminister Volker Wissing geschrieben, um die überragende Bedeutung des Studiengangs für die zu Beginn des Jahres eigenständig gewordene Uni Koblenz hervorzuheben. Gleichzeitig schaltete er auch seinen Kollegen Metin Hakverdi aus Hamburg ein, der im Haushaltsausschuss für das Verkehrsministerium, in dessen Geschäftsbereich die BfG liegt, zuständig ist.

Auf Einladung Rudolphs war Hakverdi nun in Koblenz zu Gast, um sich bei der Behördenleitung um Dr. Birgit Esser und ihren Mitarbeitenden über die Arbeit der BfG im Allgemeinen und auch über den Studiengang im Speziellen zu informieren. An dem Austausch nahm mit Dr. Dirk Engelbart auch ein Vertreter des Bundesverkehrsministeriums teil. „Ich bin sehr beeindruckt vom Leistungsspektrum der BfG, und mein Besuch hat mir noch mal verdeutlicht, was Thorsten Rudolph an mich herangetragen hat: Der Hochschulstandort Koblenz ist wegen der Nähe zur BfG natürlich prädestiniert für den Studiengang – wegen der fachlichen Unterstützung, aber natürlich auch, weil wir dadurch Personal für die Bundesanstalt und die Wasserwirtschaft insgesamt gewinnen können“, so Hakverdi. Rudolph spricht in diesem Zusammenhang von einer „Win-win-Situation“. Gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Klima-Extreme und der zunehmenden Bedeutung des Themas „Wasser“ insgesamt sei der Studiengang für die Forschung und die Lösung wasserwirtschaftlicher Herausforderungen wichtig. „Für den Wissenschaftsstandort Koblenz entsteht ein Alleinstellungsmerkmal, das für Studierende bundesweit attraktiv sein wird“, so der Koblenzer Abgeordnete.

Bei dem Besuch wurde ebenfalls deutlich, dass im Regierungsentwurf des Bundeshaushaltes 2024, der aufgrund der allgemeinen Konsolidierungserfordernisse in vielen Bereichen Einsparungen vorsieht, auch für die BfG Kürzungen im Bereich der flexibilisierten Mittel für Personal- und Verwaltungsausgaben geplant sind. Zudem wies die Behördenleitung darauf hin, dass für die Digitalisierung behördlicher und wissenschaftlicher Prozesse und den nötigen Neubau eines Laborgebäudes auch ein erheblicher Mehrbedarf besteht.

Rudolph und Hakverdi wiesen darauf hin, dass sich der Haushaltsentwurf nun im parlamentarischen Verfahren befinde und im Herbst im Haushaltsausschuss beraten werde. „Wir werden uns auch weiter für die Belange der BfG einsetzen und versuchen, die notwendige finanzielle Ausstattung noch zu verbessern“, so Rudolph und Hakverdi abschließend.

Pressemitteilung des

Büro von Dr. Thorsten Rudolph

Thorsten Rudolph (2. von links) und Metin Hakverdi (links) informierten sich bei der Behördenleitung um Dr. Birgit Esser (2. von rechts) über die Arbeit der BfG. Foto: Bundesanstalt für Gewässerkunde / Dominik Rösch Foto: hils@bafg.de

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