Politik | 26.01.2024

Freie Wähler Koblenz freuen sich über aktuelle Entwicklungen und fordern Verbesserungen

Medizin-Campus ist Chance für die ganze Region

Stephan Wefelscheid und Julia Kübler.  Quelle: Freie Wähler Koblenz

Koblenz. Die Koblenzer Hochschullandschaft wächst und gedeiht. Das war die Botschaft, die man aus der jüngsten Sitzung des Hochschulrates im Rathaus mit auf den Weg nehmen konnte. Besonders erfreulich war die Nachricht des Kommandeurs des Bundeswehrkrankenhauses, Generalarzt Jörg Diehm, dass bereits im Herbst die ersten Studenten ihre klinische Ausbildung auf dem neuen Medizin-Campus beginnen können. Aus Sicht der Freie Wähler-Stadtratsfraktion ist das ein richtungweisendes Signal für die Zukunft des Medizinstandortes Koblenz.

„Positive Meldungen über den Standort waren zuletzt eher selten“, sagt Fraktionsvorsitzender Stephan Wefelscheid mit Blick auf die schwierigen Verhandlungen rund um das Gemeinschaftsklinikum (GK) Mittelrhein. Der Landtagsabgeordnete ergänzt: „Um so besser, wenn jetzt auch für das GK zusätzliche Entwicklungsperspektiven bei der Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses entwickelt werden“. Doch noch ist es nicht so weit. Der Medizin-Campus soll bis 2027 stufenweise ausgebaut werden, wobei das Bundeswehrkrankenhaus und das St.-Nikolaus-Stiftshospital in Andernach den Anfang machen. Aber: Die Gespräche mit weiteren Netzwerkpartnern laufen bereits. Und dazu gehören eben auch die großen Koblenzer Krankenhäuser. Im „Endausbau“ sollen in enger Abstimmung mit der Universitätsmedizin Mainz jährlich 96 Studienplätze bereitstehen. Für FW-Ratsfrau Julia Kübler, die dem Ausschuss angehört, steht bereits fest, dass alle Beteiligten profitieren werden – und perspektivisch auch das gesamte nördliche Rheinland-Pfalz. „Wer hier den wohl wichtigsten Teil seines Medizinstudiums absolviert, entwickelt eine besondere Beziehung zur Region und möchte womöglich auch als Allgemeinmediziner oder Spezialist dauerhaft bleiben. Der Medizin-Campus könnte somit perspektivisch einen Beitrag dazu leisten, den Medizinermangel im ländlichen Raum zu lindern“, ist Julia Kübler überzeugt.

Aber auch für die beteiligten Krankenhäuser selbst könnten profitieren – auch das BwZK. „Das Bundeswehrzentralkrankenhaus übernimmt traditionell auch bei der medizinischen Versorgung von Zivilisten einen wichtigen Part. Entsprechend groß ist der Bedarf an gut ausgebildeten Spezialisten“, betont Dr. Dr. Reinhard Kallenbach. Das Neumitglied des Hochschulausschusses für die Freien Wähler verweist auf die immensen Investitionen des Bundes in das BwZK, die aus seiner Sicht auch einen idealen Rahmen für das Campus-Projekt bieten.

Klassische ärztliche Versorgung, anspruchsvolle Krankenhausmedizin sowie die Verbindung von Forschung und Lehre: Das sind die Markenzeichen des neuen Campus, der Koblenz und das Umland im Wettbewerb der Medizinstandorte stärken soll. Neben der umfassenden Expertise im zivilmedizinischen Bereich hat das Projekt den Vorzug, dass ein großes Feld hinzukommt, das andere Standorte nicht haben. „Die Integration von wehrmedizinischer Forschung und Wissenschaft in die Universitätsausbildung in Koblenz ist vielversprechend“, betont Julia Kübler mit Hinweis auf die Ausführungen von Dr. Jörg Diehm im Ausschuss.

Auch wenn die Realisierung des Medizin-Campus-Projektes nicht im ureigenen Verantwortungsbereich der Stadt Koblenz liegt, steht diese dennoch in der Pflicht. Aus Sicht der Freien Wähler sind die Verbesserung der Mobilitätsangebote für Studierende und die Schaffung von zusätzlichen Wohnangeboten große Probleme, die möglichst zeitnah gelöst werden sollten.

Pressemitteilung

Freie Wähler Koblenz

Stephan Wefelscheid und Julia Kübler. Quelle: Freie Wähler Koblenz

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