Politik | 26.03.2025

Staatsminister Clemens Hoch, MdL und Ralf Kraut, Kandidat für das Amt des Verbandsgemeindebürgermeisters Mendig diskutierten mit interessierten Bürgern

Medizinische Versorgung in der Region

Ralf Kraut und Clemens Hoch.  Foto: Benjamin Kastner

Mendig. Die medizinische Versorgung in der Region stand im Focus einer Diskussionsrunde im Obermendiger Gasthaus Bolz, zu der die SPD-Arbeitsgruppe der VG-Mendig kürzlich eingeladen hatte. Ralf Kraut, Beigeordneter im VG-Rat und Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der VG Mendig, begrüßte zunächst als Ehrengast Staatsminister Clemens Hoch, MdL, der nach ausführlichen Erläuterungen zum Thema des Abends auf jede Frage der anwesenden Besucher detailliert einging. Zu den Gästen zählten u.a. auch Staatsminister a.D., Gernot Mittler, Stadtbürgermeister a.D., Hans Peter Ammel und die Vorsitzende der SPD-Arbeitsgruppe der VG Mendig, Esther Rausch.

Schnelle Hilfeleistung, medizinische Versorgung, Sozial- und Notfallbetreuung stehen ganz oben auf der Agenda des VG-Bürgermeisterkandidaten Ralf Kraut.

„Die medizinische Versorgung hier im Landkreis Mayen-Koblenz, vor allem in der Verbandsgemeinde Mendig ist wirklich in Ordnung“, betonte Staatsminister Clemens Hoch, MdL. Weiter führte er aus: „Es kommen jedoch viele Menschen in die Notaufnahmen unserer Krankenhäuser, weil sie das Gefühl haben, sie würden mit ihrem medizinischen Problem nicht zeitgerecht wahrgenommen. 30 Prozent aller Menschen, die in eine Notaufnahme kommen, sind keine medizinischen Notfälle im klassischen Sinne. Da wir hier über 12 Millionen Notfälle reden, können wir uns in etwa eine Vorstellung davon machen, wie viele Menschen das bei 30 Prozent sind“, so Clemens Hoch. Außerdem ging der Gesundheitsminister auf die Einrichtung von Spezialkliniken ein, wo sehr schwer erkrankte Menschen optimal behandelt werden können. Dafür würden in den meisten Fällen auch weitere Entfernungen zu der jeweiligen Spezialklinik in Kauf genommen. Bei tatsächlichen Notfällen, wie zum Beispiel einem Herzinfarkt oder Verkehrsunfall wäre es auch für die Ersthelfer ratsam, einen längeren Anfahrtsweg zur nächsten Spezialklinik einzuplanen, sodass direkt eine fachspezifische Behandlung erfolgen könne. Nicht zuletzt sprach Staatsminister Clemens Hoch, MdL, die so genannten „Alltagsnotfälle“ an, wie z.B. ein gebrochener Zeh am Samstagabend, bei dem es sich aus medizinischer Sicht nicht unbedingt um einen Notfall handele. Hier sei es ratsam, in jedem Fall erst einmal die 116117 anzurufen. „Unter dieser Telefonnummer bekommt man in jedem Fall von entsprechendem Fachpersonal eine ordentliche Anamnese und es wird –für den Fall, dass keine Besserung eintritt- ein prophylaktischer, zeitnaher Arzttermin organisiert“, so Hoch.

Im Verlauf des Abends sprach Clemens Hoch auch über eine Optimierung der Schlaganfall-Versorgung, medizinische Versorgung durch Facharzt- und Allgemein-Praxen sowie Standortprobleme von Arztpraxen und Krankenhäusern. Im Anschluss an seine Ausführungen meldeten die Besucher sich zu Wort und berichteten von ihren Sorgen und Nöten. Ob es sich um die negativen Erlebnisse in der Notaufnahme handelte, den Bericht eines erfahrenen Rettungswagen-Sanitäters, der mitunter für die von ihm transportierten Patienten kein freies Bett in den nahegelegenen Kliniken bekommt oder um monatelange Wartezeiten für Kassenpatienten, die einen Termin beim Facharzt anfragen - Clemens Hoch ging auf jeden Wortbeitrag ausführlich ein.

Pressemitteilung

Clemens Hoch, MdL (SPD)

Ralf Kraut und Clemens Hoch. Foto: Benjamin Kastner

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Monatliche Anzeige
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Tag der offenen Tür
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
23

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
5

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
139

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Andreas Bohn hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
19

Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat.

HeimatHelden: Andreas Bohn ist die gute Seele von Reifferscheid

Reifferscheid. In jeder Gemeinde gibt es Menschen, die im Hintergrund wirken, anpacken, zuhören und einfach da sind, wenn man sie braucht. In der Gemeinde Reifferscheid ist so ein Mensch Andreas Bohn. Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat. Als stellvertretender Ortsbürgermeister und langjähriges Mitglied im Gemeinderat hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung des Dorfes aktiv mitgestaltet.

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Daueranzeige
Rund ums Haus
Essen auf Rädern
Alles rund ums Haus
Koblenz blüht 2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Koblenz blüht
Schulze Klima -Image
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Ostergruß
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in