Politik | 13.04.2021

Jugendhilfeausschuss verabschiedet Konzept zum Sozialraumbudget

Mehr Geld für Kitas

Kreis Ahrweiler. Mit der Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes Rheinland-Pfalz erhält der Kreis Ahrweiler als verantwortlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe jährlich zusätzliche Landesmittel in Höhe von rund 1,36 Millionen Euro. Der Kreis beteiligt sich ab Sommer mit weiteren 924.000 Euro pro Jahr. Das sogenannte Sozialraumbudget ermöglicht dem Jugendamt, den Trägern und den Kitas durch den Einsatz von Personal eine zusätzliche Steuerung und Schwerpunktbildung, um Kindern und deren Eltern eine wohnortnahe und bedarfsgerechte Förderung und Unterstützung zukommen zu lassen. Über die konkrete Ausgestaltung und den Einsatz der Mittel hat aktuell der Jugendhilfeausschuss auf Grundlage eines von der Verwaltung ausgearbeiteten Konzepts beraten und dieses einstimmig beschlossen.

„Insbesondere im Hinblick auf die großen Herausforderungen, die unsere Kindertagesstätten aufgrund der Corona-Pandemie seit über einem Jahr mit Bravour meistern, freuen wir uns, dass nun ab Sommer weitere Fördermittel gezielt vor Ort eingesetzt werden können und damit den individuellen Bedarfen von Kindern und Eltern Rechnung getragen werden kann“, betont Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Der größte Anteil – rund 1,74 Millionen Euro – soll direkt an die Kita-Träger weitergegeben werden, um individuelle Maßnahmen vor Ort umsetzen zu können. Schwerpunkte können beispielsweise in der inklusiven, interkulturellen Arbeit oder in der Netzwerkarbeit gesetzt werden. Darüber hinaus sollen ab Juli 2021 zwei Kita-Sozialarbeiterinnen beziehungsweise -Sozialarbeiter im Kreis eingesetzt werden, um Träger, Kitas und Eltern im Sinne der Chancengerechtigkeit zu beraten und zu unterstützen. Erprobt werden soll die Umsetzung des Konzepts zunächst über drei Jahre.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

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