Politik | 15.02.2023

Neue Richtlinien für Ferienfreizeiten: Kreis und Stadt Neuwied erhöhen Fördersummen für Betreuungsangebote und Jugendleiterausbildungen

Mehr Geld für die Jugendarbeit

Wissen um den steigenden Bedarf von Ferienfreizeiten & Co. und freuen sich, dass Stadt und Kreis die Anbieter von Betreuungsangeboten künftig stärker unterstützen können: (von links) Bürgermeister Peter Jung, Aileen Falkenburg (Kreisjugendamt), Simone Höhner (Kreisjugendpflege), Jürgen Gügel (KiJub), Marc Maier (Kreisjugendpflege) und Landrat Achim Hallerbach.  Foto: Kreisverwaltung Neuwied

Kreis und Stadt Neuwied unterstützen die Veranstalter von Betreuungsangeboten für Kinder und Jugendliche künftig deutlich stärker. Der Jugendhilfeausschuss hat dazu die entsprechenden Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit angepasst. So gibt es beispielsweise bei Ferienfreizeiten mit Übernachtung künftig je Teilnehmer und Betreuer drei Euro Zuschuss, ohne Übernachtung 2,50 Euro. Bislang waren es in beiden Fällen 1,50 Euro.

Darüber hinaus wird der bürokratische Aufwand für Eltern, die den Eigenanteil an einem Angebot der Jugendarbeit nur zum Teil selbst finanzieren können, deutlich verringert. Künftig reicht als Nachweis für einen Antrag auf Einzelförderung ein Sozialleistungsbescheid, beispielsweise die Wohngeldberechtigung, um einen Zuschuss zur Finanzierung des Freizeitangebots zu erhalten.

Auch in Sachen Aus- und Weiterbildung von jungen Menschen werden die Sätze angehoben. Bei Lehrgängen – zum Beispiel von Jugendfeuerwehren, Pfadfindern oder Musikvereinen – gibt es jetzt sieben Euro pro Seminartag und Teilnehmer von Stadt bzw. Kreis. Vorher waren es drei oder vier Euro (ohne/mit Übernachtung). Verdoppelt wird die Unterstützung bei der Anschaffung von pädagogischem Material: Beim Kauf von Pedalo, Slackline, Billardtisch, Kicker & Co. werden bis zu einer Maximalsumme von 500 Euro die Hälfte der Kosten übernommen (vorher 25 Prozent, max. 400 Euro). Für die Instandsetzung von Jugendräumen oder für neues Mobiliar können jährlich ebenfalls 50 Prozent der nachgewiesenen Kosten, insgesamt bis zu 500 Euro, als Zuschuss beantragt werden (vorher: alle zwei Jahre).

„Unsere Jugendämter haben in den vergangenen Jahren eine stetig wachsende Nachfrage nach Betreuungsangeboten verzeichnet. Auf der anderen Seite mussten die Träger aber scharf kalkulieren, um ihre Angebote überhaupt aufrecht erhalten zu können, ohne die Teilnahmegebühren für Kinder und Jugendliche deutlich zu erhöhen und für manche Eltern damit unfinanzierbar zu machen. Nun ist noch die Inflation hinzugekommen“, sagt Landrat Achim Hallerbach und stellt fest: „Um ein pädagogisch qualifiziertes Angebot zu erhalten, müssen wir die Förderung dauerhaft anheben. Das ist gut investiertes Geld!“

Ähnlich sieht es Neuwieds Bürgermeister Peter Jung, der darauf hinweist, dass die Fördersätze schon während der Corona-Pandemie erhöht worden waren. „Das wird nun verstetigt und teilweise nochmals verbessert“, sagt er und betont außerdem, „dass Jugendarbeit im Wesentlichen auf das Engagement der ehrenamtlich Aktiven in unseren Vereinen und auf die freien Träger der Jugendhilfe zurückgeht.“ Sie sollen stärker unterstützt werden, macht er deutlich und weist darauf hin, dass mit den neuen Richtlinien auch der Betreuer-Schlüssel verbessert wird. Will heißen: Künftig kann pro fünf Teilnehmer ein Betreuer bezuschusst werden. Bislang galt ein Verhältnis von 1:7.

Wissen um den steigenden Bedarf von Ferienfreizeiten & Co. und freuen sich, dass Stadt und Kreis die Anbieter von Betreuungsangeboten künftig stärker unterstützen können: (von links) Bürgermeister Peter Jung, Aileen Falkenburg (Kreisjugendamt), Simone Höhner (Kreisjugendpflege), Jürgen Gügel (KiJub), Marc Maier (Kreisjugendpflege) und Landrat Achim Hallerbach. Foto: Kreisverwaltung Neuwied

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht
Ostergrußanzeige
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
21

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2293

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
134

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Daueranzeige
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Oster-Anzeige
Schulze Klima -Image
Ostergruß
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Angebotsanzeige (April)
PR-Anzeige
Titelanzeige
Osteraktion
Mitarbeiter IT-Administrator
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in